• Ungarn will EU-Untersuchung zur Druschba-Öl-Pipeline
  • Ex-Nato-General Erhard Bühler sieht Russland als Verlierer des Krieges
  • ISW: Russen haben Pokrowsk vollständig eingenommen
  • Die Ereignisse gestern - 25. Februar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

Update: 17:10 Uhr | Ukraine und USA beraten in Genf

Vertreter der Ukraine und der USA sind in Genf zusammengetroffen, um weitere trilaterale Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Krieges vorzubereiten. Die US-Delegation wird von den Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner geleitet, die ukrainische Seite vom Chefunterhändler Rustem Umerow. Bei den Gesprächen soll es auch um einen Plan zum Wiederaufbau der ukrainischen Wirtschaft gehen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj telefonierte im Vorfeld des Treffens nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump. Im März sind dann neue Verhandlungen mit Russland geplant. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte indes, man habe keine Eile: "Wir haben keine Fristen, wir haben Aufgaben. Die werden wir erledigen." (Quelle: AFP)

15:05 Uhr | Ukrainische Luftabwehr meldet Erfolg gegen Marschflugkörper und Hyperschall-Raketen

Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht bereits den siebten großen Luftangriff in diesem Monat abgewehrt. Im Februar habe es doppelt so viele Angriffe gegeben wie im Januar und Dezember.

Bei der jüngsten Attacke setzten die Russen demzufolge insgesamt 459 verschiedenen Waffen ein. Die ukrainische Luftabwehr habe in der Nacht zwei russische Hyperschall-Raketen vom Typ  Zirkon, vier ballistische Raketen, 24 Marschflugkörper, zwei Raketen vom Typ Ch-69 und 374 Drohnen abgewehrt. Besonders erfolgreich sei man gegen Marschflugkörper der Typen Ch-59 und Ch-101 gewesen, die alle abgefangen werden konnten. (Quelle: Ukrinform)

14:23 Uhr | Ungarn fordert EU-Untersuchung zu Druschba-Pipeline

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban schlägt der EU eine Untersuchungsmission zur beschädigten Ölpipeline Druschba in der Ukraine vor. In einem Brief an EU-Ratspräsident Antonio Costa wirbt Orban für den Einsatz ungarischer und slowakischer Experten vor Ort. Damit verbindet Orban die Aussicht auf ein Ende seiner Blockade neuer Ukraine-Hilfen. Ungarn hatte aus Protest gegen den Stopp der Öllieferungen neue Russland-Sanktionen und einen EU-Kredit für Kiew blockiert. Die Ukraine begründet den Lieferstopp mit Schäden durch russische Angriffe Ende Januar. (Quelle: Reuters)

13:45 Uhr | Ex-Nato-General Bühler sieht Russland als Verlierer im Ukraine-Krieg

Für Ex-Nato-General Erhard Bühler ist Russland der Verlierer im Ukraine-Krieg. Bühler sagte im MDR-Podcast "Was tun, Herr General?", wenn man "die Lage an den russischen Kriegszielen misst, dann hat Russland den Krieg mit Stand von heute politisch-strategisch bereits verloren." Das Land habe keines seiner politisch-strategischen Ziele erreicht. Es gebe auch keine Anzeichen, dass Russland diese Ziele in nächster Zeit durch militärische Operationen erreichen könne.

Bühler argumentiert, dass sich wesentliche politische und strategische Faktoren für Russland objektiv verschlechtert hätten. So seien Finnland und Schweden Nato-Mitglieder geworden. Verbündete wie Syrien und Venezuela habe es verloren. Mehr dazu im folgenden Audio.

12:34 Uhr | Russland übergibt Ukraine 1.000 Soldaten-Leichen

Russland hat der Ukraine im Austausch für 35 tote Russen die Leichen von 1.000 ukrainischen Soldaten übergeben. Das hat der russische Chefunterhändler bei den jüngsten Verhandlungen zwischen beiden Kriegsparteien, Wladimir Medinski, bei Telegram mitgeteilt. Eine Bestätigung aus Kiew gab es zunächst nicht. Russland und die Ukraine tauschen immer wieder Soldatenleichen aus. Allein im vergangenen Jahr erhielt die Ukraine nach offiziellen Angaben mehr als 15.000 Leichname gefallener Soldaten zurück. (Quelle: dpa, Reuters)

11:31 Uhr | Selenskyj: Russland hat Ukraine mit 420 Drohnen und 39 Raketen angegriffen

Russland hat die Ukraine in der Nacht nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit 420 Drohnen und 39 Raketen angegriffen. Laut Selenskyj wurden die meisten der abgefeuerten Raketen abgeschossen. Ziel der Angriffe seien der Energiesektor und andere kritische Infrastrukturen gewesen. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Schäden gebe es in acht Regionen. Die russischen Streitkräfte hätten zudem Gasinfrastruktur in der Region Poltawa sowie Umspannwerke in den Gebieten Kiew und Dnipro ins Visier genommen. (Quellen: Reuters, AFP, Ukrainska Prawda)

11:15 Uhr | ISW: Russen haben Pokrowsk vollständig eingenommen

Russische Truppen haben die seit einem Jahr umkämpfte Bergbaustadt Pokrowsk in der Ostukraine laut dem US-Institut für Kriegsstudien ISW bereits zu einem "früheren Zeitpunkt" vollständig eingenommen. Wie das ISW in seinem jüngsten Ukraine-Update meldet, wurden zuletzt am 28. Januar ukrainische Soldaten in Pokrowsk beobachtet. Dies deute daraufhin, "dass russische Streitkräfte die Einnahme der Stadt wahrscheinlich in den letzten Wochen abgeschlossen haben". Am Dienstag hatte der Sprecher des 7. Armeekorps der ukrainischen Luftangriffsstreitkräfte, Wolodymyr Polevyi, in Berlin offen den Verlust von Pokrowsk eingeräumt. Russland hatte die Einnahme der Donbass-Stadt bereits am 1. Dezember gemeldet. (Quellen: ISW, Tagesspiegel, dpa, Reuters)

09:06 Uhr | Mindestens 20 Verletzte bei russischen Luftangriffen

Bei nächtlichen russischen Luftangriffen auf den Osten und Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben etwa 20 Menschen verletzt und mehrere Wohnhäuser beschädigt worden. Ballistische Raketen und Marschflugkörper hätten Stadt und Region Kiew sowie Charkiw im Osten zum Ziel gehabt. Saporischschja im Süden sei mit Drohnen angriffen worden. Allein in der Region Charkiw wurden laut Gouverneur Oleh Synjehubow mindestens 14 Menschen verletzt. In Saporischschja gab es nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow mindestens sieben Verletzte. Die genaue Zahl der eingesetzten Raketen und Drohnen sowie die Hauptangriffsziele nannten die Behörden zunächst nicht. (Quelle: Reuters)

06:21 Uhr | Schwere Angriffe vor Ukraine-USA-Gesprächen

Nach einem Raketenalarm ist Kiew am frühen Donnerstag von mehreren Explosionen erschüttert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte die Militärverwaltung mit. Russland greife mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Auch Charkiw, Saporischschja und Krywyj Rih meldeten Treffer und Verletzte. Die Attacken erfolgen kurz vor geplanten Gesprächen ukrainischer und US-Vertreter in Genf über Wege zu einem möglichen Kriegsende. (Quelle: AFP)

02:47 Uhr | Schweiz verbietet russische LNG-Gasimporte

Die Schweiz verschärft ihre Sanktionen gegen Russland im Einklang mit dem 19. EU-Sanktionspaket. Wie die Regierung in Bern mitteilte, gilt ab dem 25. April 2026 ein vollständiges Kauf- und Importverbot für russisches Flüssigerdgas (LNG). Für bestehende langfristige Lieferverträge ist eine Übergangsfrist bis Ende 2026 vorgesehen. Ziel der Maßnahme sei es, Russlands Einnahmen aus fossilen Brennstoffen zu verringern, die maßgeblich zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine beitrügen. (Quelle: AFP)

01:53 Uhr | Klitschko fordert direkte Verhandlungen Trumps mit Putin

Der frühere Boxweltmeister Wladimir Klitschko hat gefordert, dass US-Präsident Donald Trump persönlich mit Russlands Präsident Wladimir Putin über ein Kriegsende verhandelt. In der ARD-Sendung "Maischberger" sagte Klitschko, Trump komme mit Putin "klarer" als seine Vertreter. Den US-Sondergesandten Steve Witkoff halte er für ungeeignet. (Quelle: ots)

01:07 Uhr | Deutschland und Belgien kritisieren Ungarns Ukraine-Blockade

Bundesaußenminister Johann Wadephul und Belgiens Außenminister Maxime Prévot haben den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban scharf aufgefordert, die Blockade des mittlerweile 20. EU-Sanktionspakts gegen Russland sowie eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine zu beenden. Ungarn begründet sein Veto mit der unterbrochenen Druschba-Pipeline. Wadephul sprach von einem Verrat am eigenen Freiheitskampf. Prévot nannte es inakzeptabel, die Ukraine aus wahltaktischen Gründen "als Geisel" zu nehmen. (Quelle: dpa)

00:28 Uhr | Kiew: Russland setzt mehr als 1.700 Afrikaner im Krieg ein

Russland setzt nach Angaben der Ukraine mehr als 1.700 Afrikaner im Krieg ein. Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau vor, Bürger afrikanischer Staaten unter falschen Vorwänden zu rekrutieren. Ghanas Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa sagte, viele Männer seien im Darknet mit angeblichen zivilen Jobs geködert worden und hätten keine militärische Ausbildung. Russland wies die Vorwürfe zurück. (Quelle: Reuters)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 25. Februar 2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump an, dass die nächste von den USA moderierte Verhandlungsrunde mit Russland voraussichtlich im März stattfinden werde. Dabei solle das Gespräch auf die Ebene der Staatschefs gehoben werden. Gleichzeitig wies Selenskyj russische Vorwürfe zurück, die Ukraine wolle Atomwaffen beschaffen – er wertete dies als Versuch, während der Friedensgespräche Druck auszuüben.

Militärisch bleibt die Lage angespannt. In der Ostukraine rückten russische Truppen in der Nähe von Nikiforiwka vor, während ukrainische Einheiten im Sektor Slowiansk mehrere Angriffe abwehrten. Bei Stepnohirsk meldete Kiew erfolgreiche Gegenstöße gegen russische Vorposten. Gleichzeitig griff die Ukraine die Chemiefabrik Dorogobusch im russischen Smolensk-Gebiet mit Drohnen an, wobei nach offiziellen Angaben sieben Menschen getötet und mindestens zehn verletzt wurden. Die russische Luftabwehr meldete, in der Nacht 69 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben.

Der Bundestag bekräftigte am Abend zum vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine die deutsche Unterstützung für Kiew, inklusive Waffenlieferungen und verschärfter EU-Sanktionen gegen Russland. Zudem kündigte die ukrainische Regierung eine Rentenerhöhung um 12,1 Prozent ab März an, um die Lebenssituation der über zehn Millionen Rentner trotz Kriegsausgaben zu verbessern.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 26. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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