- ISW: Russen haben Pokrowsk vollständig eingenommen
- Neue Gespräche in Genf: USA und Ukraine bereiten trilaterales Treffen vor
- Die Ereignisse gestern - 25. Februar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
11:31 Uhr | Selenskyj: Russland hat Ukraine mit 420 Drohnen und 39 Raketen angegriffen
Russland hat die Ukraine in der Nacht nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit 420 Drohnen und 39 Raketen angegriffen. Laut Selenskyj wurden die meisten der abgefeuerten Raketen abgeschossen. Ziel der Angriffe seien der Energiesektor und andere kritische Infrastrukturen gewesen. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Schäden gebe es in acht Regionen. Die russischen Streitkräfte hätten zudem Gasinfrastruktur in der Region Poltawa sowie Umspannwerke in den Gebieten Kiew und Dnipro ins Visier genommen. (Quellen: Reuters, AFP, Ukrainska Prawda)
11:15 Uhr | ISW: Russen haben Pokrowsk vollständig eingenommen
Russische Truppen haben die seit einem Jahr umkämpfte Bergbaustadt Pokrowsk in der Ostukraine laut dem US-Institut für Kriegsstudien ISW bereits zu einem "früheren Zeitpunkt" vollständig eingenommen. Wie das ISW in seinem jüngsten Ukraine-Update meldet, wurden zuletzt am 28. Januar ukrainische Soldaten in Pokrowsk beobachtet. Dies deute daraufhin, "dass russische Streitkräfte die Einnahme der Stadt wahrscheinlich in den letzten Wochen abgeschlossen haben". Am Dienstag hatte der Sprecher des 7. Armeekorps der ukrainischen Luftangriffsstreitkräfte, Wolodymyr Polevyi, in Berlin offen den Verlust von Pokrowsk eingeräumt. Russland hatte die Einnahme der Donbass-Stadt bereits am 1. Dezember gemeldet. (Quellen: ISW, Tagesspiegel, dpa, Reuters)
09:06 Uhr | Mindestens 20 Verletzte bei russischen Luftangriffen
Bei nächtlichen russischen Luftangriffen auf den Osten und Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben etwa 20 Menschen verletzt und mehrere Wohnhäuser beschädigt worden. Ballistische Raketen und Marschflugkörper hätten Stadt und Region Kiew sowie Charkiw im Osten zum Ziel gehabt. Saporischschja im Süden sei mit Drohnen angriffen worden. Allein in der Region Charkiw wurden laut Gouverneur Oleh Synjehubow mindestens 14 Menschen verletzt. In Saporischschja gab es nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow mindestens sieben Verletzte. Die genaue Zahl der eingesetzten Raketen und Drohnen sowie die Hauptangriffsziele nannten die Behörden zunächst nicht. (Quelle: Reuters)
06:21 Uhr | Schwere Angriffe vor Ukraine-USA-Gesprächen
Nach einem Raketenalarm ist Kiew am frühen Donnerstag von mehreren Explosionen erschüttert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte die Militärverwaltung mit. Russland greife mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Auch Charkiw, Saporischschja und Krywyj Rih meldeten Treffer und Verletzte. Die Attacken erfolgen kurz vor geplanten Gesprächen ukrainischer und US-Vertreter in Genf über Wege zu einem möglichen Kriegsende. (Quelle: AFP)
02:47 Uhr | Schweiz verbietet russische LNG-Gasimporte
Die Schweiz verschärft ihre Sanktionen gegen Russland im Einklang mit dem 19. EU-Sanktionspaket. Wie die Regierung in Bern mitteilte, gilt ab dem 25. April 2026 ein vollständiges Kauf- und Importverbot für russisches Flüssigerdgas (LNG). Für bestehende langfristige Lieferverträge ist eine Übergangsfrist bis Ende 2026 vorgesehen. Ziel der Maßnahme sei es, Russlands Einnahmen aus fossilen Brennstoffen zu verringern, die maßgeblich zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine beitrügen. (Quelle: AFP)
02:31 Uhr | Neue Gespräche in Genf: USA und Kiew bereiten trilaterales Treffen vor
Russische Delegation trifft im Hotel Intercontinental in Genf ein (Archivbild vom 17. Februar 2026).Bildrechte: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Cyril ZingaroDer Kreml-Gesandte für internationale Wirtschaftsfragen, Kirill Dmitriew, reist nach russischen Angaben heute zu Gesprächen mit US-Unterhändlern nach Genf. Wie die Nachrichtenagentur Tass meldet, sollen die Verhandlungen mit US-Vertretern zu wirtschaftlichen Fragen fortgesetzt werden. Außerdem wollen in Genf die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit ukrainischen Regierungsvertretern über Wege zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beraten. Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj soll Chefunterhändler Rustem Umerow auch das für Anfang März geplante nächste trilaterale Treffen mit Russland vorbereiten. Auch gehe es um einen Sanierungsplan für die ukrainische Wirtschaft. (Quelle: AFP)
01:53 Uhr | Klitschko fordert direkte Verhandlungen Trumps mit Putin
Der frühere Boxweltmeister Wladimir Klitschko hat gefordert, dass US-Präsident Donald Trump persönlich mit Russlands Präsident Wladimir Putin über ein Kriegsende verhandelt. In der ARD-Sendung "Maischberger" sagte Klitschko, Trump komme mit Putin "klarer" als seine Vertreter. Den US-Sondergesandten Steve Witkoff halte er für ungeeignet. (Quelle: ots)
01:07 Uhr | Deutschland und Belgien kritisieren Ungarns Ukraine-Blockade
Bundesaußenminister Johann Wadephul und Belgiens Außenminister Maxime Prévot haben den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban scharf aufgefordert, die Blockade des mittlerweile 20. EU-Sanktionspakts gegen Russland sowie eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine zu beenden. Ungarn begründet sein Veto mit der unterbrochenen Druschba-Pipeline. Wadephul sprach von einem Verrat am eigenen Freiheitskampf. Prévot nannte es inakzeptabel, die Ukraine aus wahltaktischen Gründen "als Geisel" zu nehmen. (Quelle: dpa)
00:28 Uhr | Kiew: Russland setzt mehr als 1.700 Afrikaner im Krieg ein
Russland setzt nach Angaben der Ukraine mehr als 1.700 Afrikaner im Krieg ein. Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau vor, Bürger afrikanischer Staaten unter falschen Vorwänden zu rekrutieren. Ghanas Außenminister Samuel Okudzeto Ablakwa sagte, viele Männer seien im Darknet mit angeblichen zivilen Jobs geködert worden und hätten keine militärische Ausbildung. Russland wies die Vorwürfe zurück. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 25. Februar 2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump an, dass die nächste von den USA moderierte Verhandlungsrunde mit Russland voraussichtlich im März stattfinden werde. Dabei solle das Gespräch auf die Ebene der Staatschefs gehoben werden. Gleichzeitig wies Selenskyj russische Vorwürfe zurück, die Ukraine wolle Atomwaffen beschaffen – er wertete dies als Versuch, während der Friedensgespräche Druck auszuüben.
Militärisch bleibt die Lage angespannt. In der Ostukraine rückten russische Truppen in der Nähe von Nikiforiwka vor, während ukrainische Einheiten im Sektor Slowiansk mehrere Angriffe abwehrten. Bei Stepnohirsk meldete Kiew erfolgreiche Gegenstöße gegen russische Vorposten. Gleichzeitig griff die Ukraine die Chemiefabrik Dorogobusch im russischen Smolensk-Gebiet mit Drohnen an, wobei nach offiziellen Angaben sieben Menschen getötet und mindestens zehn verletzt wurden. Die russische Luftabwehr meldete, in der Nacht 69 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben.
Der Bundestag bekräftigte am Abend zum vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine die deutsche Unterstützung für Kiew, inklusive Waffenlieferungen und verschärfter EU-Sanktionen gegen Russland. Zudem kündigte die ukrainische Regierung eine Rentenerhöhung um 12,1 Prozent ab März an, um die Lebenssituation der über zehn Millionen Rentner trotz Kriegsausgaben zu verbessern.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 26. Februar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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