- Drohnenalarm auf Moskauer Flughäfen
- Ungarn will EU-Russland-Sanktionen blockieren
- Explosionen in westukrainischer Stadt Lwiw
- Die Ereignisse gestern – 21. Februar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
Update 15:13 Uhr | Ungarn kündigt Blockade von Sanktionen gegen Russland an
Auch der ungarische Außenminister Peter Szijjarto kündigte auf der Plattform X an, sein Land werde das geplante 20. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland blockieren. "Solange die Ukraine den Öltransit nach Ungarn und in die Slowakei über die Druschba-Pipeline nicht wieder aufnimmt, werden wir keine Entscheidungen zulassen, die für Kiew wichtig sind", schreibt Szijjarto. Zuvor hatte auch der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban mit einem Veto gedroht. (Quelle: Reuters)
Update 14:47 Uhr | Toter in Kiew nach russischen Angriffen
Nach Angaben von dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland die Ukraine bei seinen jüngsten Angriffen mit fast 300 Drohnen sowie rund 50 Raketen und Marschflugkörpern attakiert. Betroffen gewesen seien neben Kiew auch die Regionen Dnipropetrowsk, Kirowohrad, Mykolajiw, Odessa, Poltawa und Sumy. Selenskyj warf Moskau vor, weiterhin mehr in Angriffe als in diplomatische Bemühungen zu investieren.
Selenskyj erklärte auf Telegram, Hauptziel der nächtlichen Attacke sei erneut die Energieinfrastruktur gewesen. Darüber hinaus seien jedoch auch Wohngebäude beschädigt worden. Außerdem habe es Schäden an Eisenbahnobjekten und an der Wasserversorgung in mehreren Städten gegeben.
Nach Angaben von Behörden ist bei den russischen Drohnen- und Raketenangriffen in der Ukraine zudem mindestens ein Mensch getötet worden. Wie die Verwaltung des Gebiets Kiew mitteilte, kam ein 49-jähriger Mann ums Leben. (Quelle: dpa)
14:39 Uhr | Russland meldet ukrainische Angriffe
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass in der Ukraine militärisch genutzte Ziele angegriffen wurden. Dazu soll auch ein Zentrum gehört haben, in dem Drohnen und Teile für unbemannte Fluggeräte hergestellt oder gelagert werden. Außerdem teilte das Ministerium mit, dass viele ukrainische Drohnen abgeschossen worden seien. (Quelle: dpa)
13:37 Uhr | Flugverkehr an Moskauer Flughäfen eingeschränkt
An vier Moskauer Flughäfen wird der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Dies teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija mit. Hintergrund ist ein Drohnenangriff auf die Hauptstadt. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge sind mindestens sieben Drohnen im Anflug auf Moskau abgeschossen worden. Die Agentur beruft sich auf Bürgermeister Sergej Sobjanin. (Quelle: Reuters)
13:24 Uhr | Orban droht mit Blockade von EU-Sanktionen gegen Russland
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban droht mit seinem Veto gegen ein neues EU-Sanktionspaket gegen Russland, falls Kiew nicht die Wiederaufnahme russischer Öllieferungen über eine durch die Ukraine verlaufende Pipeline ermöglicht. "Das 20. Sanktionspaket wird abgelehnt", verkündete Orban im Onlinedienst X. "Solange die Ukrainer die Öllieferungen nach Ungarn nicht wiederaufnehmen, werden wir keinen für sie wichtigen Entscheidungen zustimmen", schrieb Außenminister Peter Szijjarto bei Facebook.
Hintergrund ist, dass die Druschba-Pipeline nach Angaben der ukrainischen Behörden infolge einer Beschädigung während eines russischen Angriffs Ende Januar nahe der ukrainischen Stadt Brody stillgelegt wurde. Über den Südstrang der Pipeline wird üblicherweise russisches Öl über die Ukraine unter anderem in die Slowakei und nach Ungarn transportiert. (Quelle: AFP)
Update 11:35 Uhr | Explosionen in Lwiw: Eine Tote und 25 Verletzte
In der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) ist es zu zwei Explosionen gekommen, die nach Angaben von Behörden mindestens eine Polizistin getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt haben. Bürgermeister Andrij Sadowyj spricht in einem Video in seinem Telegram-Kanal von einem "Terroranschlag". Innenminister Ihor Klymenko informierte über die Festnahme einer Verdächtigen im Gebiet Lwiw, ohne Details zu nennen. Lwiws Bürgermeister Sadowyj teilte mit, es handele sich bei der festgenommenen Frau um eine ukrainische Staatsbürgerin. Die Zahl der Verletzten stieg den Behörden zufolge auf 25, nachdem in der Nacht zunächst von 15 die Rede gewesen war. (Quelle: dpa)
10:53 Uhr | Russland meldet Stromausfälle in besetzter Region Saporischschja
Ein ukrainischer Angriff auf die Energieinfrastruktur im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja führt nach russischen Angaben zu einem Stromausfall. Es sei der zweite Stromausfall am Morgen, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki mit. Zwischenzeitlich sei die Versorgung für etwa die Hälfte der Region wiederhergestellt worden. Im ebenfalls russisch kontrollierten Luhansk geriet nach Angaben des dortigen Vertreters Russlands, Leonid Pasetschnik, ein Treibstofflager nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Brand. (Quelle: Reuters)
09:51 Uhr | Studie: Ukrainischer Arbeitsmarkt trotz russischer Invasion widerstandsfähig
Vier Jahre nach Beginn der russischen Invasion hat sich der ukrainische Arbeitsmarkt einer Studie zufolge als überraschend widerstandsfähig erwiesen. Die Arbeitslosenquote sei nach dem Überfall am 24. Februar 2022 zeitweise auf mehr als 20 Prozent nach oben geschnellt, liege derzeit aber bei etwa elf Prozent, heißt es in der Analyse der Rockwool Foundation Berlin. Das seien nur wenige Prozentpunkte mehr als vor dem Krieg.
Die Verwerfungen auf dem ukrainischen Arbeitsmarkt haben den Angaben zufolge nach Kriegsbeginn ein historisches Ausmaß angenommen. Allein durch die Abwanderung seien etwa drei Millionen Arbeitskräfte verloren gegangen. Hinzu kämen mindestens 500.000 Beschäftigte, die zum Militärdienst einberufen wurden. Auch gebe es 150.000 Kriegsopfer, die als Arbeitskräfte ausfielen. Insgesamt sei die Erwerbsbevölkerung in den von der Regierung kontrollierten Gebieten um etwa ein Viertel geschrumpft. (Quelle: Reuters)
09:01 Uhr | Nato-Expertin Niehus: Wie ein Kriegsende in der Ukraine aussehen könnte
Am 24. Februar jährt sich der Beginn des Ukrainekriegs zum vierten Mal. Gerlinde Niehus, Sicherheitsberaterin und ehemalige Vize-Direktorin für die Sicherheitskooperation mit Partnerländern bei der Nato, erklärt im Gespräch mit MDR AKTUELL, wie ein Kriegsende aussehen und welche Rolle die Nato und Europa einnehmen könnte.
Update 07:56 Uhr | Ukraine: Energieinfrastruktur erneut Ziel russischer Attacken
Die Ukraine meldet einen russischen Angriff mit zahlreichen Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Die Attacke in der Nacht habe erneut auf die Energieinfrastruktur gezielt, erklärten das ukrainische Militär und örtliche Behörden. Im Visier seien vor allem Kiew, der Schwarzmeerhafen Odessa und die Zentralukraine gewesen.
In der Hauptstadt wurde nach Angaben von Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk mindestens eine Person verletzt. Schäden habe es in fünf Stadtbezirken gegeben, schreibt Kalaschnyk auf Telegram. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, erklärt, durch den Angriff seien Brände ausgebrochen, die inzwischen aber gelöscht werden konnten. (Quelle: Reuters)
03:45 Uhr | Heftige Explosionen in Kiew nach Warnung vor ballistischen Raketen
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist von heftigen Explosionen erschüttert worden. Das berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Die Militärverwaltung der Stadt löste kurz vor den Explosionen wegen der Gefahr eines feindlichen Einsatzes ballistischer Waffen Luftalarm aus. Die örtlichen Behörden erklärten, die Luftabwehr sei gegen Drohnen aktiv, die über der Region Kiew entdeckt worden seien. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. (Quelle: AFP)
03:15 Uhr | Polizistin bei Explosionen im Westen der Ukraine getötet
In der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) ist es zu einer Serie von Explosionen gekommen, die mindestens eine Polizistin getötet und weitere Sicherheitskräfte verletzt haben sollen. "Das war ein Terroranschlag", wurde Bürgermeister Andrij Sadowyj vom Nachrichtenportal "Kyiv Independent" zitiert. Er sprach demnach von 15 Verletzten und einer 23-jährigen Polizistin, die getötet worden sei. Näheres zu den Hintergründen des Vorfalls war zunächst nicht bekannt.
Laut einem Reporter hatten sich die Explosionen kurz nach Mitternacht ereignet. Das Portal zitierte eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft, wonach die Sicherheitskräfte zunächst wegen eines angeblichen Einbruchs zu einem Geschäft nahe der Altstadt von Lwiw geeilt seien. Als sie dort ankamen, sei die erste Explosion ausgelöst worden – und eine zweite dann, als kurz darauf Verstärkung eintraf. Nicht alle Opfer hätten den Anschlag überlebt, teilte die ukrainische Nationalpolizei demnach mit. (Quellen: dpa, AFP)
02:55 Uhr | Kiew: Angriff auf Oreo-Fabrik zielt auf US-Interessen
Russland hat nach ukrainischen Angaben eine Oreo-Keksfabrik in der Ostukraine mit einer Rakete angegriffen. Es habe keine Toten gegeben, jedoch sei ein Produktionsgebäude beschädigt worden, schreibt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. "Wenn russische Raketen solche Orte treffen, zielen sie nicht nur auf die Ukraine. Sie richten sich gegen amerikanische Geschäftsinteressen in Europa." Die Anlage in Trostjanez gehört dem US-Konzern Mondelez und war bereits 2022 schwer beschädigt worden. (Quelle: Reuters)
00:10 Uhr | Öl-Streit: Ukraine wirft Ungarn und Slowakei Erpressung vor
Die Ukraine hat Drohungen Ungarns und der Slowakei im Streit um Energielieferungen scharf verurteilt und beiden Nachbarländern Erpressung vorgeworfen. Außenminister Andrij Sybiha wies die Androhung der beiden EU-Staaten, die äußerst wichtigen Stromexporte zu stoppen, als "Ultimaten" zurück. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hatte zuvor erklärt, er werde die Notstromlieferungen an die Ukraine kappen, sollten die russischen Öltransite durch die Ukraine nicht bis Montag wieder aufgenommen werden. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte mit ähnlichen Schritten gedroht.
Die Ölflüsse über die Druschba-Pipeline in die beiden Länder sind seit dem 27. Januar unterbrochen. Während Kiew dies auf die Beschädigung einer Pumpstation in der Westukraine durch einen russischen Drohnenangriff zurückführt, machen Budapest und Bratislava die Ukraine für den Stopp verantwortlich. Ungarn und die Slowakei stellen zusammen rund die Hälfte der europäischen Notstromlieferungen bereit, auf die Kiew wegen der massiven russischen Angriffe auf die eigene Infrastruktur dringend angewiesen ist. Fico und Orban gelten als Kritiker von Ukraine-Hilfen und pflegen vergleichsweise enge Beziehungen zu Russland. (Quellen: Reuters, dpa)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 21. Februar 2026
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit selbst produzierten "Flamingo"-Raketen eine russische Fabrik für ballistische Raketen in der Region Udmurtien angegriffen. Das Werk befindet sich laut Generalstab in Wotkinsk, etwa 1400 Kilometer von der Ukraine entfernt. Nach russischen Behördenangaben sind bei dem Luftangriff mindestens elf Menschen verletzt. Zu Schäden oder den genauen Orten machte das russische Verteidigungsministerium keine Angaben.
Ukrainische Sicherheitsdienste haben Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge mehrere Attentate auf prominente Ukrainer verhindert. Russische Söldner hätten Anschläge gegen ukrainische Militärs, Geheimdienstmitarbeiter und ukrainische Medienvertreter vorbereitet und seien unschädlich gemacht worden. Einzelheiten nannte Selenskyj nicht.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Samstag, 21. Februar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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