• Selenskyj offen für Gespräche mit Putin
  • Die Ereignisse gestern - 27. Januar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

01:32 Uhr | Umfrage: Viele Russen sehen ihr Land als Opfer des Westens

Viele Menschen in Russland fühlen sich einer Umfrage zufolge von feindlichen Staaten umzingelt und betrachten ihr eigenes Land als Opfer. Ursache sei jahrelange antiwestliche Propaganda, sagte der Soziologe Lew Gudkow vom Lewada-Zentrum. Als feindlich gelten vor allem Polen, Litauen, Großbritannien und Deutschland. Die USA werden meist als Konkurrent gesehen. Hoffnung auf ein Kriegsende setzten viele Befragte auf US-Präsident Donald Trump – nicht auf Kremlchef Wladimir Putin. (Quelle: dpa)

00:54 Uhr | Selenskyj zu direkten Gesprächen mit Putin über Gebietsfragen bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Außenministers bereit, direkt mit Russlands Präsident Wladimir Putin über zentrale Streitfragen zu verhandeln. Es gehe um besonders heikle Themen wie Gebietsfragen und das von Russland besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja, sagte Außenminister Andrij Sybiha. Russland fordert für einen Waffenstillstand territoriale Zugeständnisse. Direkte Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern sollen am Sonntag in Abu Dhabi fortgesetzt werden. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 27. Januar 2026

Russland hat einen Abzug der ukrainischen Truppen aus den noch von Kiew kontrollierten Teilen des Donbass als Voraussetzung für ein Ende des Krieges bezeichnet. Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew erklärte, ein Rückzug sei "der Weg zum Frieden". Moskau kontrolliert nach eigenen Angaben rund 90 Prozent der Region. Laut einem Bericht der "Financial Times" knüpfen auch die USA mögliche Sicherheitsgarantien an einen Gebietsverzicht der Ukraine.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigte unterdessen das Ziel eines EU-Beitritts der Ukraine im Jahr 2027. Nach einem Telefonat mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker bezeichnete er die EU-Mitgliedschaft als wichtige Sicherheitsgarantie für sein Land und für Europa insgesamt, auch wenn ein beschleunigtes Beitrittsverfahren derzeit nicht absehbar ist.

Gleichzeitig meldeten ukrainische Behörden erneut schwere russische Angriffe. Im Osten und Süden des Landes wurden Schäden an der Energieinfrastruktur sowie mehrere Tote gemeldet. In der Region Odessa kamen nach Drohnenangriffen mindestens drei Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Weitere Todesopfer gab es unter anderem in den Regionen Donezk, Saporischschja und Cherson.

Besonders schwer wog ein Drohnenangriff auf einen Personenzug im Gebiet Charkiw, bei dem nach Angaben Selenskyjs vier Menschen getötet wurden. Er sprach von "Terrorismus". Angaben zur Zahl der Passagiere schwankten zwischen mehr als 155 und knapp 300.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 28. Januar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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