- Russland nennt Donbassverzicht als Bedingung für Kriegsende
- Pistorius: Kaum Spielraum bei weiterer Luftabwehr-Hilfe
- Selenskyj fordert wirksameren Schutz der Energieinfrastruktur
- Nato-Chef Rutte drängt auf flexible EU-Kreditvergabe
- Die Ereignisse gestern - 26. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
12:47 Uhr | Ungarn und die Slowakei wollen gegen Einfuhrstopp für russisches Gas klagen
Nach Ungarn will auch die Slowakei einem Medienbericht zufolge den von der EU beschlossenen Einfuhrstopp für russisches Gas gerichtlich anfechten. Auch Ungarn hatte zuvor erklärt, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen das Verbot klagen zu wollen. Beide Länder, die auf ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen verweisen und trotz des Ukraine-Kriegs engere Beziehungen zu Moskau pflegen, hatten am Montag gegen den Importstopp gestimmt. (Quelle: Reuters)
11:12 Uhr | Mindestens zwei Tote nach Angriffen auf Region Donezk
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach Angaben der dortigen Behörden mindestens zwei Menschen getötet worden. In Slowjansk in der östlichen Region Donezk wurde ein Ehepaar bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe getötet. Das teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Der 20 Jahre alte Sohn des Paares habe die Attacke verletzt überlebt. Nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr wurden in der Nacht zum Dienstag 165 russische Angriffsdrohnen auf Ziele in der Ukraine gelenkt. 135 von ihnen wurden demnach abgeschossen. (Quelle: AFP)
08:56 Uhr | Ukraine bekommt finanzielle Unterstützung der EU für Gaskäufe
Angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung hat die Ukraine finanzielle Unterstützung aus Europa für Gaskäufe beantragt. Über Instrumente der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) sollen 85 Millionen Euro für die Beschaffung zusätzlicher Gasmengen bereitgestellt werden, teilte Energieminister Denys Schmyhal auf der Online-Plattform X mit. (Quelle: Reuters)
08:55 Uhr | Russland nennt Donbass als Bedingung für Kriegsende
Russland hat einen Abzug der ukrainischen Truppen aus der Donbass-Region als Möglichkeit für ein Kriegsende bezeichnet. "Ein Rückzug aus dem Donbass ist der Weg zum Frieden für die Ukraine", schrieb der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, auf der Online-Plattform X. Russland kontrolliert rund 90 Prozent der ostukrainischen Donbass-Region. Ein Hauptstreitpunkt der Verhandlungen über ein Kriegsende ist Putins Forderung, dass die Ukraine die unter ihrer Kontrolle verbliebenen Teile der Region abtritt. (Quelle: Reuters)
08:43 Uhr | Mehr als 20 Verletzte nach russischem Angriff auf Odessa
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der ukrainischen Hafenstadt Odessa nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Der Chef der Stadtverwaltung, Serhij Lyssak, berichtete morgens auf Telegram von mindestens 23 Verletzten. Es seien mehrere Wohnblocks und Einfamilienhäuser, ein Infrastrukturobjekt und eine Kirche im Stadtzentrum beschädigt worden. Nachts habe es mehrere Brände gegeben, teilte Lyssak mit. Rettungskräfte bargen Menschen, die in den beschädigten Häusern eingeschlossen waren. (Quelle: dpa)
08:42 Uhr | Infrastrukturanlage in Lwiw angegriffen
In der westukrainischen Region Lwiw ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine Infrastrukturanlage von Russland angegriffen worden. Nach vorläufigen Informationen gebe es keine Verletzten, erklärte Gouverneur Maksym Kosyzkyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Einsatzkräfte seien vor Ort. Um welche Art von Einrichtung es sich handelt, teilte der Gouverneur nicht mit. (Quelle: Reuters)
07:25 Uhr | Russland erobert nach eigenen Angaben mehr als 500 Quadratkilometer
Russland hat nach eigenen Angaben im Januar in der Ukraine bislang 17 Ortschaften erobert und mehr als 500 Quadratkilometer unter seine Kontrolle gebracht. Dies teilte Generalstabschef Waleri Gerassimow mit. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (Quelle: Reuters)
07:20 Uhr | USA knüpfen Sicherheitsgarantien offenbar an Gebietsverzicht
Die USA knüpfen Sicherheitsgarantien für die Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge offenbar an einen Gebietsverzicht. Die US-Regierung habe dies der Ukraine entsprechend signalisiert, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf acht mit den Gesprächen vertraute Personen. Demnach würde ein Friedensabkommen wahrscheinlich die Abtretung der Donbass-Region an Russland erfordern. Washington habe zudem in Aussicht gestellt, der Ukraine mehr Waffen zu liefern, falls sich Kiew aus den noch kontrollierten Teilen der Ostukraine zurückziehe. (Quelle: Reuters)
03:05 Uhr | Massive Angriffe auf Charkiw
Russland hat die ukrainische Großstadt Charkiw mit Drohnen und Raketen angegriffen. Nach Behördenangaben fiel bei rund 80 Prozent der Bevölkerung der Strom aus. Getroffen wurden Energieanlagen sowie Wohnhäuser, eine Schule und ein Kindergarten. Zwei Menschen wurden verletzt, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Auch aus Krywyj Rih wurde der Einschlag einer Drohne in ein Hochhaus gemeldet. Eine Stellungnahme aus Moskau lag zunächst nicht vor. (Quelle: Reuters)
02:01 Uhr | Pistorius: Kaum Spielraum bei weiterer Luftabwehr-Hilfe
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht kaum noch Spielraum für weitere deutsche Beiträge zur ukrainischen Luftabwehr. Deutschland habe bereits überproportional viel geleistet und mehr als ein Drittel seiner Patriot-Systeme abgegeben, sagte er nach einem Treffen mit Litauens Verteidigungsminister. Weitere Lieferungen seien erst nach Ersatz möglich. Pistorius rief die Verbündeten auf, zusätzliche Systeme bereitzustellen. Zugleich bekräftigte er den zügigen Aufbau der deutschen Brigade in Litauen. (Quelle: Reuters)
01:13 Uhr | Selenskyj fordert besseren Schutz der Energieanlagen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts massiver Schäden an der Energieinfrastruktur eine schnellere und wirksamere Flugabwehr gefordert. Die bisherigen Ergebnisse seien unzureichend, sagte er in Kiew nach Beratungen mit Militär und Regierung. Landesweit gebe es Strom- und Heizungsausfälle, besonders betroffen seien neben Kiew auch die Regionen Charkiw, Saporischschja und Dnipropetrowsk. Selenskyj kündigte zusätzliche Ressourcen und mehr Wärmestellen an. (Quelle: dpa)
00:27 Uhr | Rutte mahnt Flexibilität bei EU-Krediten für Ukraine an
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die EU-Staaten zu mehr Flexibilität bei der Verwendung des 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine aufgerufen. Die Mittel sollten nicht strikt nach dem Prinzip "Buy EU" gebunden werden, sagte Rutte vor EU-Abgeordneten. Europas Rüstungsindustrie könne derzeit nicht ausreichend liefern, was die Ukraine kurzfristig zur Verteidigung und langfristig zur Abschreckung benötige. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 26. Januar 2026
Die Europäische Union hat einen vollständigen Importstopp für russisches Gas beschlossen. Spätestens ab dem 1. November 2027 sollen keine Lieferungen mehr in die EU kommen, auch langfristige Verträge sind betroffen. Bei akuten Engpässen können Mitgliedstaaten jedoch befristete Ausnahmen beantragen.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul rief die Europäer zu Geschlossenheit auf. Angesichts geopolitischer Umbrüche dürfe sich Europa nicht spalten lassen. Zugleich mahnte er, die Diskussionen über die Nato dürften den Blick auf das zentrale Ziel nicht verstellen: die Freiheit und Sicherheit der Ukraine.
Der Kreml bewertet die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über ein mögliches Kriegsende als sehr frühen Anfang. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, man solle keine schnellen Ergebnisse erwarten. Bei einem ersten Treffen in Abu Dhabi sei lediglich vereinbart worden, die Gespräche fortzusetzen.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius warnte vor einer humanitären Katastrophe in der Ukraine. Wegen Kälte und eingeschränkter Energieversorgung hätten viele Menschen keinen Strom und keine Heizung. Zugleich kündigte er Fortschritte beim Aufbau der deutschen Panzerbrigade 45 in Litauen an. Derzeit sind dort rund 500 Soldatinnen und Soldaten stationiert.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Dienstag, 27. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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