- Selenskyj fordert wirksameren Schutz der Energieinfrastruktur
- Nato-Chef Rutte drängt auf flexible EU-Kreditvergabe
- Die Ereignisse gestern - 26. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
02:01 Uhr | Pistorius: Kaum Spielraum bei weiterer Luftabwehr-Hilfe
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht kaum noch Spielraum für weitere deutsche Beiträge zur ukrainischen Luftabwehr. Deutschland habe bereits überproportional viel geleistet und mehr als ein Drittel seiner Patriot-Systeme abgegeben, sagte er nach einem Treffen mit Litauens Verteidigungsminister. Weitere Lieferungen seien erst nach Ersatz möglich. Pistorius rief die Verbündeten auf, zusätzliche Systeme bereitzustellen. Zugleich bekräftigte er den zügigen Aufbau der deutschen Brigade in Litauen. (Quelle: Reuters)
01:13 Uhr | Selenskyj fordert besseren Schutz der Energieanlagen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts massiver Schäden an der Energieinfrastruktur eine schnellere und wirksamere Flugabwehr gefordert. Die bisherigen Ergebnisse seien unzureichend, sagte er in Kiew nach Beratungen mit Militär und Regierung. Landesweit gebe es Strom- und Heizungsausfälle, besonders betroffen seien neben Kiew auch die Regionen Charkiw, Saporischschja und Dnipropetrowsk. Selenskyj kündigte zusätzliche Ressourcen und mehr Wärmestellen an. (Quelle: dpa)
00:27 Uhr | Rutte mahnt Flexibilität bei EU-Krediten für Ukraine an
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die EU-Staaten zu mehr Flexibilität bei der Verwendung des 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine aufgerufen. Die Mittel sollten nicht strikt nach dem Prinzip "Buy EU" gebunden werden, sagte Rutte vor EU-Abgeordneten. Europas Rüstungsindustrie könne derzeit nicht ausreichend liefern, was die Ukraine kurzfristig zur Verteidigung und langfristig zur Abschreckung benötige. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 26. Januar 2026
Die Europäische Union hat einen vollständigen Importstopp für russisches Gas beschlossen. Spätestens ab dem 1. November 2027 sollen keine Lieferungen mehr in die EU kommen, auch langfristige Verträge sind betroffen. Neue Verträge werden bereits wenige Wochen nach Inkrafttreten der Verordnung untersagt. Gegen den Beschluss stimmten die Slowakei und Ungarn. Nach Einschätzung der EU-Kommission ist die Versorgungssicherheit nicht gefährdet. Bei akuten Engpässen können Mitgliedstaaten jedoch befristete Ausnahmen beantragen.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul rief die Europäer zu Geschlossenheit auf. Angesichts geopolitischer Umbrüche dürfe sich Europa nicht spalten lassen. Zugleich mahnte er, die Diskussionen über die Nato dürften den Blick auf das zentrale Ziel nicht verstellen: die Freiheit und Sicherheit der Ukraine. Russland habe ein Interesse daran, Uneinigkeit innerhalb der EU und des Bündnisses zu fördern.
Der Kreml bewertet die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über ein mögliches Kriegsende als sehr frühen Anfang. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, man solle keine schnellen Ergebnisse erwarten. Bei einem ersten Treffen in Abu Dhabi sei lediglich vereinbart worden, die Gespräche fortzusetzen. Als zentralen Streitpunkt nannte Moskau die Gebietsfrage.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius warnte vor einer humanitären Katastrophe in der Ukraine. Wegen Kälte und eingeschränkter Energieversorgung hätten viele Menschen keinen Strom und keine Heizung. Zugleich kündigte er Fortschritte beim Aufbau der deutschen Panzerbrigade 45 in Litauen an. Derzeit sind dort rund 500 Soldatinnen und Soldaten stationiert, weitere Einheiten sollen in den kommenden Tagen folgen.
In der Innenpolitik zeichnet sich beim geplanten Ende des Bürgergeldes für ukrainische Geflüchtete ein gemischtes Bild ab. Künftig sollen sie Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, wodurch die Zuständigkeit von den Jobcentern auf die Kommunen übergeht. Während viele Länder und Kommunen vor Mehrkosten und zusätzlichem Verwaltungsaufwand warnen, zeigen sich einige ostdeutsche Landkreise offen für den Wechsel. Sie hatten diese Regelung bereits früher gefordert.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Dienstag, 27. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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