Donald Trump will Grönland – um jeden Preis, wie er permanent wiederholt. In dieser Woche hat er erneut Gründe geliefert, warum die USA Grönland besitzen müssen.

Einer davon hat mit Geografie zu tun. Trumps Argument lautet: Wir müssen Grönland besitzen, sonst machen es China oder Russland – und wir wollen Russland auf keinen Fall als Nachbarn haben. Eine Antwort, bei der vermutlich nicht nur Geografielehrerinnen (und -lehrer) große Augen machen. Denn, dass die USA und Russland direkte Nachbarn sind, die nur wenige Kilometer Wasser trennt, steht seit 1867 fest. Am 30. März kauften die USA Alaska von Russland, für 7,2 Millionen Dollar. Zuvor hatte Russland noch größere Teile Nordamerikas als Kolonie betrachtet und besaß sogar Siedlungen im heutigen Kalifornien.

Genau in der Bildmitte stoßen die USA und Russland fast aufeinander. Nur wenige Kilometer Wasser trennen die Staaten an der Beringstraße, die während der letzten Eiszeit noch eine Landbrücke war.Bildrechte: Google Maps

Aber vielleicht überschätzt Trump auch die Größe von Grönland. Auf unseren Landkarten wirkt die Insel riesig, fast so groß wie Afrika. Doch das ist ein völlig verzerrtes Bild. Bei der beliebten Mercator-Projektion ist das besonders schlimm. In der Bildung, im Journalismus – und wie wir jetzt sehen auch in der Politik – ist das ungünstig. Denn in Wirklichkeit ist Grönland (2.166.000 km²) kleiner als Algerien (2.382.000 km²). Unsere Kollegen von Quarks haben das hier wunderbar dargestellt.

 

Vielleicht sollte das Weiße Haus endlich einen Globus anschaffen. Denn damit bekommt man einen Blick auf die Welt, wie sie wirklich ist.

gp

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