- Ukrainer melden heftige Kämpfe an Pokrowsk- und Saporischschja-Front
- Millionenhilfe aus London für beschädigte Energieinfrastruktur
- Die Ereignisse von gestern – 15. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
10:33 Uhr | Kuleba sieht keine Chance auf Feuerpause im Winter
Der frühere ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sieht kurzfristig keine Aussicht auf eine Feuerpause im Krieg mit Russland. Es gebe "keine Chance auf einen Waffenstillstand vor dem Ende dieses Winters", sagte er dem Sender Welt TV. Die Chancen auf eine Feuerpause bis zum Jahresende seien zudem sehr gering. Der Krieg werde erst enden, wenn der russische Präsident Wladimir Putin eine unabhängige und souveräne Ukraine akzeptiere. (Quelle: Reuters)
09:30 Uhr | Ukrainer melden heftige Kämpfe an Pokrowsk- und Saporischschja-Front
Der ukrainische Generalstab hat am vorangegangenen Donnerstag 180 Gefechte entlang der Frontlinie registriert. Die heftigsten Kämpfe fanden demnach bei Pokrowsk im Gebiet Donezk und um Huljajpole in der Oblast Saporischschja statt. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf die jüngste Einsatzinformation des Generalstabs. Wie das ukrainische militärnahe Analyseprojekt Deepstate berichtet, besetzten russische Truppen im Gebiet Saporischschja das Dorf Krasnohirske und rückten auch in Huljajpole vor. Die "Ukrainska Prawda" hatte zuvor unter Berufung auf die Südlichen Verteidigungsstreitkräfte von einer schwierigen Lage im Süden der Ukraine berichtet. (Quellen: Ukrinform, Deepstate, Ukrainska Prawda)
07:20 Uhr | Kasachstan will Ölexporte nach Deutschland weiter steigern
Kasachstan will seine Öllieferungen nach Deutschland dieses Jahr ausweiten. Der staatliche Öl- und Gaskonzern Kazmunaygaz kündigte an, die Exporte 2026 auf 2,5 Millionen Tonnen zu steigern. Im vergangenen Jahr lagen die Lieferungen bei 2,146 Millionen Tonnen. Die Bedeutung Kasachstans für die deutsche Energieversorgung hat bereits deutlich zugenommen. Nach Angaben des Pipeline-Betreibers Kaztransoil flossen 2025 über die russische Druschba-Pipeline 2,146 Millionen Tonnen kasachisches Öl in die Bundesrepublik. Dies entspreche einem Anstieg von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (Quelle: Reuters)
01:44 Uhr | Großbritannien sagt Ukraine weitere Nothilfe zu
In einem Wohnviertel werden Notzelte aufgestellt, in denen sich die Menschen aufwärmen können, nachdem Russland regelmäßig Luftangriffe gegen die Energieobjekte des Landes geflogen hat und die Bewohner mitten im Winter ohne Strom, Wasser und Heizung sind.Bildrechte: picture alliance/dpa/AP | Vladyslav MusiienkoGroßbritannien stellt der Ukraine weitere Nothilfen in Höhe von rund 23 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld soll nach Angaben Londons in Reparatur, Wiederaufbau und Schutz des durch russische Angriffe beschädigten Stromnetzes fließen. Auch die Versorgung von Haushalten, Krankenhäusern und Schulen im Winter soll gesichert werden. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor wegen der Angriffe auf die Energieinfrastruktur den Notstand ausgerufen. Insgesamt beläuft sich die britische Hilfe für den Energiesektor damit auf rund 541 Millionen Euro. (Quelle: Reuters)
00:41 Uhr | Selenskyj: Ukraine steht Frieden nicht im Weg
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat betont, die Ukraine sei kein Hindernis für einen Frieden. Nach einem Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte sagte Selenskyj, man habe auch über diplomatische Bemühungen mit den USA gesprochen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er halte die Ukraine für weniger verhandlungsbereit als Russland. Selenskyj hatte er dabei für das Ausbleiben eines Kriegsendes verantwortlich gemacht. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 15. Januar 2026
In der Ukraine haben russische Luftangriffe weitere großflächige Stromausfälle verursacht. In den Gebieten Charkiw und Schytomir seien Verbraucher ohne Strom, teilte das Energieministerium mit. Im Gebiet Dnipropetrowsk ordnete der staatliche Versorger Ukrenergo wegen früherer Schäden am Netz Notabschaltungen an. Drohneneinschläge wurden auch aus Lwiw und Kiew gemeldet.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat unterdessen das Krisenmanagement der Stadtverwaltung von Kiew unter Bürgermeister Vitali Klitschko kritisiert. Die Versorgungsnetze der Hauptstadt waren bei einem russischen Luftangriff am Freitag massiv beschädigt worden. Selenskyj sagte, die Reparaturarbeiten gingen nicht intensiv genug voran. Klitschko wies die Kritik zurück.
Die deutschen Behörden treten erstmals deutlich entschlossener gegen die russische "Schattenflotte" auf. Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ wurde mehreren dieser Schiffe die Durchfahrt durch das deutsche Küstenmeer verweigert. Hintergrund ist eine veränderte juristische Bewertung: Schiffe ohne gültige Flagge können sich nicht mehr auf das Recht der "friedlichen Durchfahrt" berufen.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Freitag, 16. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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