Ex-US-Präsident Biden hatte den Personenschutz seiner Vizepräsidentin Harris über das übliche Maß hinaus verlängert. Präsident Trump hat Harris' Schutz jetzt aber beendet - wie zuvor schon bei anderen politischen Rivalen.
US-Präsident Donald Trump hat den verlängerten Personenschutz für Ex-Vizepräsidentin Kamala Harris durch den Secret Service widerrufen. Dies teilte ein Vertreter des Weißen Hauses mit.
Er hob eine bislang unbekannte Anordnung seines Vorgängers Joe Biden auf, die Harris ein Jahr zusätzlichen Schutz gewähren sollte, wie die Nachrichtensender CNN und NBC News berichteten.
CNN schrieb unter Berufung auf eine Kopie eines entsprechenden Briefes, dass die Sonderregelung nun zum 1. September auslaufen solle - wenige Wochen vor Harris' geplanter Lesereise zur Veröffentlichung eines Buches über den Wahlkampf im vergangenen Jahr.
Halbes Jahr Schutz für Vizepräsidenten
Der Secret Service ist für den Schutz ranghoher Politiker zuständig und kümmert sich nicht nur um die Sicherheit aktiver Mandatsträger, sondern auch um die einiger früherer Amtsinhaber.
Frühere Präsidenten werden bis zu ihrem Lebensende bewacht. Vize-Präsidenten hingegen wird der Personenschutz nur ein halbes Jahr lang nach Ausscheiden aus dem Amt gewährt.
Weil Harris' Amtszeit Mitte Januar endete, lief der Schutz durch den Secret Service nun Mitte Juli aus - eigentlich: denn laut CNN hatte Ex-US-Präsident Biden kurz vor seinem Amtsende stillschweigend Harris' Personenschutz per Dekret um ein Jahr verlängert.
Verlängerter Schutz nicht ungewöhnlich
Dass der Schutz durch den Secret Service weit über die gesetzlich vorgeschriebenen sechs Monate hinaus fortgesetzt wird, ist durchaus üblich, insbesondere wenn ehemalige Amtsträger glaubwürdigen und anhaltenden Bedrohungen ausgesetzt sind.
Eine hochrangige Beraterin von Harris, Kirsten Allen, erklärte zu dem Schritt: "Die Vizepräsidentin dankt dem Secret Service der Vereinigten Staaten für dessen Professionalität, Engagement und unerschütterlichen Einsatz für die Sicherheit."
Harris hatte die Präsidentschaftswahl 2024 gegen Trump verloren. Eine mögliche Kandidatur für 2028 hat sie jedoch nicht ausgeschlossen.
Trump entzog schon häufiger den Personenschutz
Es ist nicht das erste Mal, dass Trump eigenen früheren Weggefährten oder Menschen im Umfeld seiner Vorgänger den besonderen Personenschutz entzieht: Mitte März ordnete Trump an, den Personenschutz von Bidens Kindern Hunter und Ashley zu beenden.
Auch Trumps ehemaligem Außenminister Mike Pompeo oder seinem Ex-Berater John Bolton - mittlerweile einer der lautesten Kritiker Trumps - entzog der US-Präsident den Schutz.
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