• Merz und Macron fordern Ende des russischen Angriffskrieges
  • Ungarn blockiert EU-Erklärung zu russischen Luftangriffen
  • USA genehmigen Waffengeschäft für über 700 Millionen Euro
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

20:35 Uhr | Selenskyj warnt vor russischer Großoffensive

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einer weiteren großangelegten Offensive der russischen Truppen im Donbass gewarnt. Der Raum um Pokrowsk sei weiterhin am stärksten gefährdet. Der Nachrichtenagentur Interfax sagte er, Russland habe dort bis zu 100.000 Soldaten zusammengezogen. Die russischen Truppen bereiteten in jedem Fall einen Vorstoß vor. Aber die Ukraine sei darauf vorbereitet, sagte Selenskyj. Er schätzte die Lage als unter Kontrolle ein.

Pokrowsk ist eine Bergarbeiterstadt im Süden der Region Donezk – sie zählte vor dem Krieg rund 60.000 Einwohner. Nach monatelanger Belagerung und ständigem Beschuss sind nur noch wenige Einwohner dort. Allerdings ist es den russischen Truppen bislang nicht gelungen, den strategisch wichtigen Verkehrsknotenpunkt einzunehmen. (Quelle: dpa)

19:20 Uhr | Ungarn blockiert EU-Erklärung

Eine gemeinsame Erklärung aller 27 EU-Staaten zur Verurteilung der jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine ist am Widerstand Ungarns gescheitert. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas konnte den Text deswegen nur im Namen von 26 Staaten veröffentlichen. Für besonders großen Frust sorgte das ungarische Veto, weil bei den russischen Luftschlägen auch die EU-Vertretung in Kiew schwer beschädigt wurde. In der Erklärung heißt es dazu, die Angriffe zeigten erneut die Rücksichtslosigkeit der russischen Vorgehensweise und die Missachtung des Völkerrechts.

Zahlreiche EU-Staaten unterstützen nach Angaben von Chefdiplomatin Kaja Kallas jedoch Vorbereitungen für eine Ausweitung des europäischen Ausbildungseinsatzes für die ukrainischen Streitkräfte. Ziel sei es, das Mandat für den Einsatz so zu ändern, dass nach einem möglichen Waffenstillstand auch in der Ukraine ausgebildet werden könne. Bis jetzt sind bereits mehr als 80.000 ukrainische Soldaten von EU-Staaten ausgebildet worden – allerdings außerhalb von ukrainischem Territorium.

Die EU-Verteidigungsminister hatten am Donnerstag bei informellen Gesprächen in der dänischen Hauptstadt über weitere Militärhilfen für die Ukraine und die Verteidigungsbereitschaft der EU beraten. Mögliche Sicherheitsgarantien für die Ukraine für den Fall einer Friedenslösung im Krieg gegen Russland waren dabei ebenfalls Thema. (Quelle: dpa/AFP)

18:50 Uhr | Merz und Macron fordern Ende der Kämpfe

Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drücken aufs Tempo bei den Bemühungen um ein Ende der Kämpfe. Merz sagte, da das von US-Präsident Donald Trump angekündigte Treffen der Präsidenten Russlands und der Ukraine offensichtlich nicht zustande komme, müsse man in der kommenden Woche Entscheidungen fällen.

Auch Macron verwies darauf, dass die Zweiwochen-Frist, die Trump für das Treffen gesetzt habe, auslaufe. "Offensichtlich hat sich Putin über Trump hinweggesetzt, das kann nicht ohne Folgen bleiben", betont der französische Präsident mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Beide fordern neue Sanktionen gegen Russland, das die Ukraine täglich bombardiert. (Quelle: Reuters)

16:25 Uhr | Kallas: Ausbildungsmission soll auf Ukraine ausgeweitet werden

Die EU-Verteidigungsminister haben sich für eine Ausweitung der militärischen Ausbildungsmission auf die Ukraine ausgesprochen, sollte es zu einer Waffenruhe kommen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte nach einem Treffen der Minister in Kopenhagen, es gebe "breite Unterstützung" für den Schritt. Für eine Änderung des Mandats ist Diplomaten zufolge die Zustimmung aller 27 EU-Staaten erforderlich. (Quelle: Reuters)

Update: 15:13 Uhr | Ukraine: Russland griff mit fast 600 Drohnen an

Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am gestrigen Donnerstag sind unter den 23 Toten nach Behördenangaben auch vier Kinder. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, noch immer würden acht Menschen vermisst. 53 weitere Menschen seien verletzt worden. Insgesamt wurde die Ukraine laut der Luftabwehr mit 598 Drohnen und 31 ballistischen Raketen und Marschflugkörpern attackiert. (Quelle: AFP)

12:30 Uhr | Rotes Kreuz: Zahl der Vermissten deutlich gestiegen

Die Zahl der weltweit vermissten Menschen ist in den vergangenen Jahren nach Angaben des Roten Kreuzes drastisch angestiegen. Im Jahr 2024 registrierte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) 284.000 vermisste Menschen, 70 Prozent mehr als noch 2019. Das IKRK führte den Anstieg in einer Mitteilung von Freitag auf die vielen bewaffneten Konflikte zurück, auch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine.

Weiter erklärte das Rote Kreuz, viele Menschen seien auf Jahrzehnte von ihren Familien getrennt. Staaten und Konfliktparteien hätten die Pflicht, das Verschleppen von Menschen zu verhindern und Zivilisten zu schützen. (Quelle: epd)

09:25 Uhr | Kallas: Putin verhöhnt jegliche Friedensbemühungen

Bei einem informellen Treffen der EU-Außenminister hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas Russland scharf kritisiert. Die jüngsten schweren Luftangriffen auf die Ukraine zeigten, dass Präsident Wladimir Putin "jede Art von Friedensbemühungen verhöhne". Bei dem Treffen in Kopenhagen beraten die EU-Außenminister über die neuesten Entwicklungen und Pläne zur Unterstützung der Ukraine. (Quelle: EBU)

08:24 Uhr | Tote und Verletzte in Zentralukraine

In der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk sind ukrainischen Angaben zufolge bei russischen Angriffen in der Nacht zwei Menschen getötet worden. Es handele sich bei den Opfern um einen Mann und eine Frau, erklärte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Serhij Lysak, am Freitag im Onlinedienst Telegram. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, ein Mann befinde sich in einem "ernsten Zustand". Am Dienstag hatte die ukrainische Regierung das Vorrücken russischer Truppen in die Region Dnipropetrowsk eingeräumt. Die russische Armee hatte bereits im Juli verkündet, in das Gebiet vorgerückt zu sein. (Quelle: AFP)

02:43 Uhr | Mindestens 23 Tote nach russischem Luftangriff auf Kiew

Nach dem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am gestrigen Donnerstag ist die Zahl der Toten nach Behördenangaben auf mindestens 23 gestiegen. Rettungskräfte suchten in der Nacht zum Freitag weiter nach Verschütteten. (Quelle: Reuters)

02:19 Uhr | Selenskyj fordert Sicherheitsgarantien für Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von den europäischen Verbündeten konkrete Sicherheitsgarantien für sein Land verlangt. Bei einer Videoschalte mit den Präsidenten und Regierungschefs Polens, Estlands, Lettlands, Litauens und Dänemarks betonte er laut seiner offiziellen Internetseite, es brauche klare Zusagen, wer der Ukraine bei einem erneuten russischen Angriff zu Lande, in der Luft und zur See beistehe.

Selenskyj warf Russlands Präsident Wladimir Putin vor, den Krieg weiterzuführen. Die mit US-Präsident Donald Trump abgestimmten Sicherheitsgarantien würden seit einer Woche diskutiert. Es sei wichtig, so Selenskyj, dass Trump die Geschlossenheit Europas sehe, den Krieg zu beenden. (Quelle: Reuters)

01:12 Uhr | USA genehmigen Raketengeschäft für Ukraine

Die USA haben den geplanten Verkauf von Waffen im Wert von 825 Millionen Dollar – rund 706 Millionen Euro – an die Ukraine angekündigt. Nach Angaben der US-Behörde für Verteidigungszusammenarbeit (DSCA) soll Kiew 3.350 luftgestützte Raketen vom Typ Extended Range Attack Munition (ERAM) samt Zubehör erhalten. Finanziert wird der Kauf mit Mitteln aus Dänemark, den Niederlanden und Norwegen sowie über eine US-Kreditgarantie.

Das Außenministerium hat den möglichen Verkauf genehmigt, der US-Kongress muss noch zustimmen. Begründet wird das Geschäft mit der Stärkung der ukrainischen Selbstverteidigung und der regionalen Sicherheit. Die Lieferung erfolgt über den jüngst vereinbarten Mechanismus, bei dem europäische Staaten Systeme aus US-Beständen bezahlen; auch Deutschland will sich daran beteiligen. (Quelle: AFP)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 28. August 2025

Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf Kiew und andere Ziele in der Ukraine, wurden nach ukrainischen Angaben mindestens 18 Menschen getötet, darunter auch Kinder. Die Angriffswelle wurde international verurteilt. Außerdem wurde ein Aufklärungsschiff der ukrainischen Flotte versenkt.

In Deutschland bestätigte Verteidigungsminister Boris Pistorius Medienberichte, wonach Militärstützpunkte in Deutschland und Versorgungsrouten für Waffenlieferungen in die Ukraine von Spionage-Drohnen im russischen Auftrag ausgespäht werden. Im zivilen Raum könne man da relativ wenig gegen tun.

00:00 Uhr | Ukraine-News von Donnerstag, 28. August 2025

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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