- Britische und deutsche Spitzenmilitärs warnen vor russischer Schlagkraft
- Bundeswehr-Einsatz in Litauen bald mit Verpflichtungen?
- Brantner für gemeinsame Investitionen in europäische Verteidigung
- Teile Kiews sind weiterhin ohne Heizung
- Die gestrigen Ereignisse im kurzen Überblick
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
14:08 Uhr | Unicef: Mehr als 2,5 Millionen ukrainische Kinder vertrieben
Der russische Angriffskrieg hat ein Drittel der ukrainischen Kinder und Jugendlichen zu Flüchtlingen gemacht. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef wurden fast 800.00 Minderjährige innerhalb der Ukraine vertrieben, etwa 1,8 Millionen hätten eine Zuflucht im Ausland gesucht. Seit Kriegsbeginn seien zudem mehr als 3.200 Kinder verletzt oder getötet worden. Wegen der russischen Angriffe auf Wohngebiete werde es immer schwieriger, die Kinder zu schützen. (Quelle KNA)
13:55 Uhr | Britische und deutsche Spitzen-Militärs warnen vor russischer Schlagkraft
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, und der Generalstabschef der britischen Streitkräfte, Richard Knighton, rufen Europa auf, mehr aufzurüsten. In einem offenen Brief begründen sie ihren Appell mit täglichen Hinweisen darauf, dass Russland sich militärisch zunehmend nach Westen ausrichte. Die russischen Streitkräfte würden derart aufgerüstet, "dass das Risiko eines Konflikts mit den Nato-Staaten steigen könnte", schreiben Breuer und Knighton in einem Gastbeitrag für die britische Zeitung "The Guardian" und die "Welt". Als Konsequenz werben die Spitzenmilitärs nicht nur für eine "Stärkung der militärischen Einsatzbereitschaft", sondern auch für einen Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie. (Quelle: dpa)
Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer.Bildrechte: picture alliance/dpa | Christoph Soeder12:46 Uhr | UN befürchten neue Fluchtwelle in der Ukraine
Die anhaltenden Angriffe Russlands auf die Energieversorgung der Ukraine drohen laut den UN eine neue Fluchtwelle auszulösen. Schätzungsweise 325.000 Ukrainerinnen und Ukrainer könnten angesichts der Strom- und Heizungsausfälle ihre Heimatregionen verlassen, warnte die Internationale Organisation für Migration (IOM). Die Menschen litten unter den Energieunterbrechungen bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius. Es handele sich um Kinder, Frauen und Männer, die vorher schon einmal aus ihren Heimatregionen geflüchtet waren und inzwischen zurückgekehrt sind. Im Januar gab es laut UN in der Ukraine 3,7 Millionen Binnenflüchtlinge. (Quelle: epd)
12:22 Uhr | Russland: 345 Drohnen abgewehrt, Dörfer eingenommen
Russland hat in den letzten 24 Stunden nach Angaben des Verteidigungsministeriums 345 ukrainische Drohnen abgeschossen. Zudem habe Russland zwei Ortschaften eingenommen, berichten staatliche Medien unter Berufung auf das Ministerium. Es handele sich um Pokrowka und Minkiwka im Osten der Ukraine. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (Quelle: Reuters)
11:38 Uhr | Moskau will bei Verhandlungen über Gebietsfragen sprechen
Russland kündigt an, bei den anstehenden Friedensgesprächen in Genf auch über Gebietsfragen zu verhandeln. Dies gehöre zu den Hauptthemen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russland beansprucht neben der Halbinsel Krim auch große Teile des Ostens der Ukraine. An den Gesprächen mit der Ukraine und den USA nähmen zudem Putin-Berater Wladimir Medinski, der Chef des Militärgeheimdienstes Igor Kostjukow und der Sondergesandte Kirill Dmitrijew teil. (Quelle: Reuters)
09:57 Uhr | Zu wenige Freiwillige für Litauen-Brigade: Röwekamp will zum Einsatz verpflichten
Die Bundeswehr findet einem Medienbericht zufolge nicht genug Freiwillige für den Einsatz an der Nato-Ostflanke in Litauen. Deshalb will der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, Bundeswehr-Soldaten notfalls zum Dienst dort verpflichten. Der CDU-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, der Grundsatz der Freiwilligkeit bei der Bundeswehr bleibe richtig. "Wenn dieser für einen sicherheitspolitisch unverzichtbaren Auftrag wie die Brigade in Litauen nicht ausreicht, muss der Dienst auch verbindlich angeordnet werden." Die Verantwortung des Soldatenberufs ende nicht an der Landesgrenze.
Der "Spiegel" hatte unter Berufung auf ein vertrauliches Papier aus dem Verteidigungsministerium berichtet, dass sich zu wenige Freiwillige für den Dienst an der Nato-Ostflanke gemeldet hätten. Bis 2027 sollen 4.800 Soldaten und 200 Zivilbeschäftigte dauerhaft in Litauen Dienst tun.(Quelle: AFP)
09:10 Uhr | Brantner für gemeinsame Investitionen in europäische Verteidigung
Die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner hat zu gemeinsamen Investitionen in die europäische Verteidigung aufgerufen. Sie sagte dem MDR, nicht jeder müsse alles alleine machen. Brantner äußerte sich besorgt, dass das gemeinsame Projekt eines Kampfflugzeugs mit Frankreich und Spanien scheitern könne. Hier versage die Bundesregierung, weil sie mit Frankreich keine Einigung hinbekomme. Mit Blick auf die USA mahnte Brantner eine digitale Eigenständigkeit Europas an. (Quelle: MDR)
06:30 Uhr | Russland: Feuer in Schwarzmeerhafen Taman nach Drohnenangriff gelöscht
Ein Feuer im russischen Schwarzmeerhafen Taman ist den örtlichen Behörden zufolge gelöscht worden. Es war bei einem ukrainischen Drohnenangriff am Sonntag ausgebrochen. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Wenjamin Kondratjew ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals beschädigt. Die Oblast Krasnodar liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist. (Quelle: Reuters)
05:10 Uhr | Studie: Schattentanker-Havarie hätte schwere Folgen für die Ostsee
Sollte ein Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte in der Ostsee havarieren und Öl verlieren, hätte das schwere Folgen für die Küsten und das Meeresökosystem. Das zeigt eine Studie, die das Helmholtz-Zentrum Hereon für die Umweltschutzorganisation Greenpeace erstellte.
Von Finnland über Schweden und Deutschland bis nach Dänemark wären laut Greenpeace Meeres- und Küstenschutzgebiete von einer Ölpest betroffen, die für den Fortbestand der Tierwelt entscheidend seien. Zudem wären durch einen Unfall die beliebtesten Urlaubsgebiete auf Jahre belastet.
Mit der sogenannten Schattenflotte umgeht Russland Sanktionen gegen seine Ölexporte. Schattentanker sind oft sehr alt und fahren ohne Flaggenzugehörigkeit, wodurch jegliche Versicherung erlöscht. Bei der Studie wurden acht verschiedene Unfallorte entlang der Tankerroute vom russischen Ölhafen Primorsk bis zum dänischen Skagen am Ausgang der Ostsee simuliert.
01:20 Uhr | Energieversorgung in Brjansk teilweise zusammengebrochen
In der westrussischen Region Brjansk ist nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen. Gouverneur Alexander Bogomas erklärte, es seien in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen. Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden. (Quelle: dpa)
00:30 Uhr | Hunderte Gebäude in Kiew weiterhin ohne Heizung
Nach den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind in der Hauptstadt Kiew weiterhin hunderte Gebäude ohne Heizung. Rund 1.100 Wohngebäude und 500 andere Gebäude könnten mitten im Winter nicht beheizt werden, teilte die Stadtverwaltung mit.
Russland richtet seit Monaten massive Angriffe gegen die ukrainische Energieinfrastruktur. Landesweit waren hunderttausende Menschen bei Temperaturen von um die minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung. Es ist der bisher kälteste Winter in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor vier Jahren. (Quelle: AFP)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 15. Februar 2026
Die russische Region Krasnodar ist nach Angaben des dortigen Gouverneurs Ziel eines schweren ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Der Schwarzmeerhafen Taman wurde demnach beschossen und ein Feuer brach aus. Ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals des Hafens wurden den Angaben zufolge beschädigt, zudem habe es zwei Verletzte gegeben.
In der Ukraine wurde derweil der frühere, wegen Korruptionsverdacht entlassene Energieminister Herman Haluschtschenko festgenommen.
Unterdessen hat Russland erneut eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine unter Führung der Vereinten Nationen vorgeschlagen. Zudem verkündete Moskau die Einnahme mehrerer ukrainischer Dörfer.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Montag, 16. Februar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die russische Region Krasnodar ist nach Angaben des dortigen Gouverneurs Ziel eines schweren ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Der Hafen Taman wurde demnach beschossen und ein Feuer brach aus. Ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals des Hafens wurden den Angaben zufolge beschädigt, zudem habe es zwei Verletzte gegeben.
In der Ukraine wurde derweil der frühere, wegen Korruptionsverdacht entlassene Energieminister Herman Haluschtschenko festgenommen. Unterdessen hat Russland erneut eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine unter Führung der Vereinten Nationen vorgeschlagen. Zudem verkündete Moskau die Einnahme mehrerer ukrainischer Dörfer.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke