• Selenskyj verleiht Skeleton-Fahrer Orden der Freiheit
  • Selenskyj fordert schnellere Zahlungen von den Teilnehmerstaaten des Nato-Waffenkaufprogramms PURL
  • Explosionen in mehreren Stadtteilen Kiews gemeldet
  • Die Ereignisse gestern – 11. Februar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

16:33 Uhr | Gouverneur: 220.000 Menschen in Region Belgorod ohne Strom

In der russischen Region Belgorod sind örtlichen Behördenangaben zufolge nach einem ukrainischen Angriff mehr als 220.000 Menschen ohne Strom. Die Attacke habe einen Unfall in einem Umspannwerk verursacht, erklärte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. "Die Reparaturarbeiten dürften mindestens vier Stunden dauern", fügte er hinzu. (Quelle: Reuters)

16:33 Uhr | Russland: Kinder sollen in Familien zurückgeführt werden

Die russische Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa kündigte an, dass sechs weitere Kinder mit ihren Familien zusammengeführt werden sollen. Laut ihrem Telegram-Post kehrt ein Kind nach Russland zurück, während fünf weitere mit ihren Familien in der Ukraine vereint werden. Lwowa-Belowa bedankte sich dabei bei der US-First Lady Melania Trump für deren "unerschütterliches Engagement und aktive Beteiligung". Melania Trump habe sich bereits im August in einem Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin für die Kinder eingesetzt, die durch den Krieg von ihren Familien getrennt worden waren. Die ukrainische Regierung wirft Russland vor, Tausende Kinder verschleppt zu haben, eine Darstellung, die der Kreml bestreitet. (Quelle: Reuters)

16:01 Uhr | Selenskyj verleiht Skeleton-Fahrer Orden der Freiheit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch den Orden der Freiheit verliehen – die zweithöchste Auszeichnung des Landes. Zuvor war Heraskewytsch nach einem Streit um seinen Helm von den olympischen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Auf sozialen Netzwerken erklärte Selenskyj: "Sport bedeutet nicht Erinnerungslosigkeit, sondern die olympische Bewegung sollte den Krieg stoppen helfen und nicht dem Aggressor zuspielen." Für ihn basiere Olympia auf Gerechtigkeit und der Unterstützung von Frieden.

Auf Heraskewytschs Helm sind Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zu sehen, die infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine ums Leben gekommen sind. (Quelle: dpa)

14:34 Uhr | Ukraine erteilt Rüstungsfirmen Exportlizenzen

Die Ukraine hat den eigenen Rüstungsfirmen erstmals seit Beginn des russischen Angriffs Lizenzen für den Export erteilt. Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umjerow, erklärte, Kiew will mit dem Export Geld für den Ausbau der ukrainischen Rüstungsindustrie generieren und Bündnisse stärken.

Er machte keine Angaben zur Zahl der erteilten Lizenzen. Er betonte jedoch, dass die jährliche Produktionskapazität des Sektors 55 Milliarden Dollar übersteige. Die Rüstungsindustrie in der Ukraine ist seit Kriegsbeginn stark gewachsen. (Quelle: Reuters)

13:39 Uhr | Orban: "Also schicken Sie das Geld nicht an die Ukraine"

Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat gefordert, dass Europa die Ukraine nicht mehr finanziell unterstützen sollte, wenn es seine eigene Wirtschaft ankurbeln möchte: "Schicken Sie Ihr Geld nicht an andere, (...) also schicken Sie das Geld nicht an die Ukraine." Orban äußerte sich am Rande eines Treffens mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs. Er gilt als engster Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der EU. (Quelle: AFP)

13:21 Uhr | Russland sperrt WhatsApp

Der Kurznachrichtendienst WhatsApp ist in Russland gesperrt worden. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte Reportern heute, dass eine solche Entscheidung getroffen und umgesetzt worden sei. Die Entscheidung sei auf den "Widerwillen" des Unternehmens, sich an russisches Recht zu halten, zurückzuführen. Peskow rief die Bevölkerung auf, die 2025 eingeführte staatliche Plattform Max zu nutzen.

WhatsApp kritisierte den Versuch einer Komplett-Blockade. Eine Sprecherin sagte, man werde alles Mögliche unternehmen, damit die Nutzer weiterhin verbunden blieben. WhatsApp ist mit mehr als 100 Millionen Nutzern einer der beliebtesten Messengerdienste in Russland. (Quellen: dpa, AFP)

11:18 Uhr | Selenskyj fordert schnellere Zahlungen für Raketenabwehrsysteme

Nach den jüngsten Angriffen in der Ukraine mahnt Präsident Wolodymyr Selenskyj die Teilnehmerstaaten des Nato-Waffenkaufprogramms PURL zu schnelleren Zahlungen. Am effektivsten gegen russische ballistische Raketen seien die Patriot-Systeme. Raketenlieferungen für diese seien jeden Tag nötig. 
Selenskyj teilte bei Telegram mit, Russland habe bei den nächtlichen Angriffen 219 Kampfdrohnen und 25 Raketen eingesetzt. Mindestens zwei Menschen seien getötet worden.

Russische Agenturen meldeten, dass das russische Militär Angriffe mittels Kampfdrohnen und Raketen bestätigte. Demnach wurden ein Militärflugplatz, militärische Transportinfrastruktur und Armeestützpunkte angegriffen. (Quelle: dpa)

11:08 Uhr | Neue Folge: "Was tun, Herr General?" – Fragen zur Fahnenflucht und Drohnenkrieg

"Was tun, Herr General?" ist der ARD-Podcast zum Krieg in der Ukraine, eine Produktion des Nachrichtenradios MDR AKTUELL. In dieser Woche beantwortetet der Ex-Nato-General Erhard Bühler im Podcast zahlreiche Hörer-Fragen. Dabei reichen die Themen von der Fahnenflucht in der ukrainischen Armee über die ukrainischen Verluste und den Drohnenkrieg bis zur Taurus-Debatte.

Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an [email protected] oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 18. Februar 2026 geplant.

10:10 Uhr | Ukraine greift Militärobjekte und Raffinerie in Russland an

Die Ukraine hat nach Behördenangaben ein Militärobjekt in der Region Wolgograd und eine Raffinerie in der nordrussischen Teilrepublik Komi angegriffen. Der Gouverneur von Wolgograd, Andrej Botscharow, teilte mit, die Flugabwehr habe in der Nacht einen Raketenangriff abgewehrt. Durch herabfallende Trümmer auf das Territorium eines Objekts des Verteidigungsministeriums nahe der Ortschaft Kotluban sei ein Brand ausgebrochen.

Ukrainische Medien berichteten, dass in der Region Depots der Raketenartilleriestreitkräfte getroffen worden seien. (Quelle: AFP)

09:57 Uhr | Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch von Olympia disqualifiziert

Der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch ist im Streit um seinen Helm vom olympischen Skeleton-Wettbewerb ausgeschlossen worden. Das Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erklärte, er habe sich geweigert hat, die Richtlinien des IOC zur Meinungsäußerung von Athleten einzuhalten. Man habe "mit Bedauern beschlossen", ihm die Akkreditierung für die laufenden Winterspiele "zu entziehen". (Quelle: AFP, Sportschau)

09:46 Uhr | Fast 300.000 Menschen in Odessa ohne Strom und Wasser

In Odessa sind nach dem russischen Angriff fast 300.000 Menschen von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Wie der stellvertretende Ministerpräsident der Ukraine Oleksij Kuleba mitteilte, sind zudem fast 200 Gebäude in der Stadt ohne Heizung. Auch in der südöstlichen Stadt Dnipro hätten 10.000 Verbraucher keine Heizung mehr. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, auch in der Hauptstadt seien durch die Angriffe fast 2.600 weitere Gebäude ohne Heizung. (Quelle: Reuters)

07:57 Uhr | Update: Verletzte nach nächtlichen Angriffen auf Kiew und Odessa

Nach den Luftangriffen in der Nacht in der Ukraine melden Behörden schwere Schäden und Verletzte in Kiew und Odessa. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte bei Telegram mit, zwei Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden, einer davon schwer. Ziel der Angriffe seien erneut Infrastrukturobjekte gewesen, es habe aber auch Einschläge in Wohnhäuser gegeben. Gouverneur Serhej Lyssak schrieb bei Telegram, in Odessa gebe es einen Verletzten. Ziel seien auch dort Energieanlagen gewesen. In einem Infrastrukturobjekt sei ein Feuer ausgebrochen. (Quelle: dpa)

05:10 Uhr | Nato berät über weitere Ukraine-Hilfen

Die Verteidigungsminister der Nato kommen heute in Brüssel zusammen, um über weitere Unterstützung für die Ukraine zu beraten. Auch der neue ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow nimmt teil. Im Anschluss tagt die Ukraine-Kontaktgruppe. Zudem geht es um die neue Nato-Mission "Arctic Sentry". Deutschland will sich laut Boris Pistorius mit vier Eurofightern beteiligen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte seine Teilnahme ab. (Quelle: AFP)

03:04 Uhr | Massiver Raketenangriff auf Kiew gemeldet

Die ukrainische Hauptstadt Kiew steht nach Behördenangaben unter einem massiven russischen Raketenangriff. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtet von Treffern in Wohn- und Geschäftsgebäuden auf beiden Seiten des Flusses Dnipro. Der Angriff dauere an. Reuters-Reporter meldeten mehrere Explosionen in der Stadt. (Quelle: Reuters)

01:43 Uhr | Selenskyj verlangt EU-Beitrittsdatum in Friedensabkommen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert, dass ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Kriegs ein konkretes Datum für den EU-Beitritt der Ukraine enthält. Ziel sei, bis 2027 beitrittsreif zu sein. Fehle ein festes Datum, werde Russland versuchen, den Prozess über europäische Vertreter zu blockieren, so Selenskyj. Die EU-Mitgliedschaft sei eine zentrale Sicherheitsgarantie. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 11. Februar 2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Berichte der "Financial Times" zurückgewiesen, wonach er Präsidentschaftswahlen und ein Referendum über ein mögliches Friedensabkommen ankündigen wolle. Wahlen seien erst bei einem Waffenstillstand möglich, erklärte er. Ein Kriegsende bis zum Sommer halte er nur dann für erreichbar, wenn die USA den Druck auf Russland deutlich erhöhten.

Unterdessen zeigt eine Auswertung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, dass Europa seine Unterstützung für die Ukraine im vergangenen Jahr deutlich ausgeweitet hat. Die militärische Hilfe lag inflationsbereinigt zwei Drittel über dem Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024, die finanzielle und humanitäre Hilfe stieg um 59 Prozent. Dennoch musste die Ukraine 2025 insgesamt mit weniger Unterstützung auskommen: Die militärische Hilfe lag 13 Prozent unter dem Durchschnitt der drei Vorjahre, die finanzielle und humanitäre Hilfe rund fünf Prozent darunter. Grund ist vor allem der massive Rückgang der US-Hilfen, die laut Kieler Institut um 99 Prozent einbrachen. 2025 flossen mehr als 35 Milliarden Euro an finanzieller und humanitärer Hilfe in die Ukraine, 90 Prozent davon aus Europa. Hinzu kamen über 30 Milliarden Euro an militärischer Unterstützung, größtenteils ebenfalls aus EU-Staaten.

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Bohoduchiw in der Region Charkiw wurden nach Behördenangaben vier Menschen getötet, darunter zwei einjährige Jungen und ein zweijähriges Mädchen. Ein 34-jähriger Mann kam ebenfalls ums Leben. Zwei Frauen, darunter eine Schwangere, wurden verletzt.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 12. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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