• Die EU hat den Ausfall von US-Hilfen für die Ukraine vergangenes Jahr weitgehend kompensiert.
  • Deutsche Marine warnt vor Eskalationsgefahr in der Ostsee
  • Kenia erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland
  • Lawrow spricht von "Rückkehr" besetzter Gebiete
  • Die Ereignisse gestern - 10. Februar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

14:52 Uhr | Deutschland fordert Einhaltung von Sanktionen von Ländern Zentralasiens

Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert die Länder Zentralasiens auf, an der Seite der Europäischen Union die Ukraine unmissverständlich zu unterstützen. "Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg haben wir weitreichende Sanktionen erlassen, um der russischen Kriegsmaschinerie Einhalt zu begegnen. Ich möchte das hier heute klar sagen: Versuche, diese Sanktionen zu umgehen, stützen den russischen Angriffskrieg und bedrohen damit direkt die Sicherheitsinteressen der Europäischen Union", sagt Wadephul in Berlin vor einem Treffen mit den Außenministern aus Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgisien, Usbekistan und Kasachstan. "Ich habe die zentralasiatischen Außenminister deshalb darum gebeten, ihre Bemühungen im Kampf gegen die Sanktionsumgehungen zu intensivieren und sich eng mit der Europäischen Union abzustimmen." (Quelle: Reuters)

14:30 Uhr | Russischer Raketenangriff auf Lwiw in Westukraine

Die russischen Streitkräfte haben die Region Lwiw im Westen der Ukraine mit Raketen angegriffen. Die Flugabwehr sei zum Einsatz gekommen, teilt der Bürgermeister der gleichnamigen Stadt, Andrij Sadowyj, mit. Die Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Raketen gewarnt. Lwiw liegt weniger als 60 Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt, das Mitglied der EU und der Nato ist. Angriffe auf die rund 600 Kilometer von der russischen Grenze entfernte Stadt sind seltener als in anderen ukrainischen Großstädten, insbesondere bei Tag. (Quelle: Reuters)

14:20 Uhr | Ukraine: Lukoil-Raffinerie in russischem Wolgograd beschossen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch die Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der südrussischen Oblast Wolgograd mit Drohnen beschossen und getroffen. Der Angriff habe ein Feuer auf dem Gelände der Anlage verursacht, teilt der ukrainische Generalstab mit. (Quelle: Reuters)

12:59 Uhr | EU springt für sinkende US-Hilfe ein

Europa hat vergangenes Jahr die Hilfe für die Ukraine deutlich ausgeweitet. Das geht aus einer Auswertung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft hervor. Die militärische Hilfe Europas lag nach Angaben der Fachleute inflationsbereinigt zwei Drittel über dem Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024. Die finanzielle und humanitäre Hilfe nahm um 59 Prozent zu. 

Trotz der Zuwächse musste die Ukraine 2025 insgesamt mit weniger Unterstützung zurechtkommen, wie die Daten zeigen. Die gesamte militärische Hilfe lag 13 Prozent unter dem Schnitt der vergangenen drei Jahre. Die finanzielle und humanitäre Hilfe fiel rund fünf Prozent geringer aus. Hintergrund sei die sinkende Unterstützung der USA. Nach Auswertung der Kieler Forscher brachen die US-Hilfen um 99 Prozent ein und fielen damit nahezu vollständig weg.

Insgesamt flossen 2025 den Angaben zufolge finanzielle und humanitäre Hilfe im Umfang von über 35 Milliarden Euro an die Ukraine. 90 Prozent davon übernahm Europa. Hinzu kommen weitere gut 30 Milliarden Euro an militärischen Hilfen, die ebenfalls zum Großteil von EU-Staaten getragen wurden.

09:54 Uhr | Russland geht gegen Telegram vor

Russland hat am Dienstag angekündigt, den Onlinedienst Telegram wegen angeblicher Rechtsverstöße einzuschränken. Hören Sie einen Bericht von Frank Aischmann zu den Hintergründen.

06:51 Uhr | Bericht: Ukraine plant Präsidentschaftswahl und Referendum

Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge mit Vorbereitungen für eine Präsidentschaftswahl und ein Referendum über ein mögliches Friedensabkommen mit Russland begonnen. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtet, will Präsident Wolodymyr Selenskyj die Pläne am 24. Februar vorstellen. Als möglicher Wahltermin gilt demnach der Mai. (Quelle: Reuters)

02:16 Uhr | Russischer Angriff tötet offenbar drei Kleinkinder in Region Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Bohoduchiw in der ostukrainischen Region Charkiw sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind demnach zwei einjährige Jungen und ein zweijähriges Mädchen. Zudem kam ein 34-jähriger Mann ums Leben. Zwei Frauen, darunter eine Schwangere, wurden verletzt. (Quelle: AFP)

01:02 Uhr | Marine-Inspekteur warnt vor wachsender Bedrohung durch Russland

Der Inspekteur der Deutschen Marine, Jan Christian Kaack, hat vor einer zunehmenden Bedrohung durch Russland auf See gewarnt. Besonders in der Ostsee habe die Aggressivität zuletzt zugenommen, etwa durch riskante Annäherungen und Tiefflüge russischer Flugzeuge über Nato-Schiffen. Dies berge Eskalationsgefahr. Positiv bewertete Kaack den verbesserten Schutz von Unterseekabeln. Als größtes Problem nannte er den Personalmangel bei der Marine. (Quelle: AFP)

00:53 Uhr | Kenia wirft Russland Rekrutierung von "Kanonenfutter" vor

Kenia hat Russland vorgeworfen, kenianische Staatsbürger unter falschen Versprechungen anzuwerben und an die Front in der Ukraine zu schicken. Vize-Außenminister Korir Sing’Oei sprach von "Kanonenfutter". Außenminister Musalia Mudavadi kündigte Gespräche in Moskau an, um das Vorgehen zu stoppen und Kenianer freizubekommen.

Medienrecherchen zufolge sollen Betroffene ohne militärische Erfahrung zwangsweise Verträge mit der russischen Armee unterschrieben haben. Kenias Regierung bezifferte im Dezember die Zahl der auf russischer Seite kämpfenden Kenianer auf etwa 200 Personen. Nach Angaben der Regierung in Nairobi wurden zuletzt mehr als 30 Kenianer aus Russland evakuiert. (Quelle: AFP)

00:37 Uhr | Lettland verurteilt Mann wegen Munitionsschmuggels nach Russland

In Lettland ist ein Mann wegen versuchten Verstoßes gegen EU-Sanktionen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der estnisch-russische Staatsbürger wollte nach Angaben des Gerichts rund 10.000 Patronen versteckt in einem Lastwagen nach Russland schmuggeln. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Quelle: dpa)

00:13 Uhr | Lawrow bekräftigt russische Gebietsansprüche

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die territorialen Forderungen Moskaus gegenüber der Ukraine bekräftigt. Er sprach von einer "Rückkehr" der Krim, des Donbass und sogenannter "Neurussland"-Gebiete zu Russland und verwies auf international nicht anerkannte Referenden. Zudem forderte Lawrow, die Ukraine dürfe keine militärische Bedrohung für Russland darstellen und müsse Rechte ethnischer Russen sichern. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 10. Februar 2026

Die Lage in der Ukraine bleibt von intensiven Luftangriffen und Anpassungen der Verteidigung geprägt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte deshalb, die Organisation der Flugabwehr werde regional grundlegend umgestellt.

In der Nacht griff die Ukraine nach eigenen Angaben Ziele im besetzten Teil der Region Saporischschja an, darunter Einrichtungen für Drohnenbau und -einsätze. Die russische Besatzungsverwaltung meldete ihrerseits zahlreiche Drohnenangriffe, Stromausfälle sowie Opfer in einem Dorf. Parallel setzte Russland nach ukrainischen Angaben hunderte Drohnen ein. In der Region Odessa kam es zu großflächigen Stromausfällen, in Donezk wurden Tote und Verletzte gemeldet.

Politisch betonte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas unter Verweis auf Geheimdiensterkenntnisse, ein russischer Durchbruch zeichne sich nicht ab; vielmehr stiegen die Verluste, was Moskau vor Rekrutierungsprobleme stelle. Zugleich kündigte sie an, in der EU für härtere russische Zugeständnisse in laufenden Verhandlungsansätzen zu werben. Separat signalisierte der Kreml Gesprächsbereitschaft mit Frankreich. Präsident Emmanuel Macron hatte einen koordinierten europäischen Dialog gefordert.

Abseits der Front meldeten Branchenvertreter Fortschritte der ukrainischen Rüstungsindustrie: Durch enge Rückkopplung mit den Brigaden würden eigene Drohnen- und Robotersysteme rasch weiterentwickelt und teils als überlegen beschrieben. Gleichzeitig bleibt die Energieversorgung fragil. Beschädigte Anlagen und angekündigte Stromabschaltungen unterstreichen die Verwundbarkeit der Infrastruktur und den Bedarf an Notlösungen für Haushalte.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 11. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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