- Deutsche Marine warnt vor Eskalationsgefahr in der Ostsee
- Kenia erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland
- Haftstrafe wegen Sanktionsverstoßes in Lettland
- Lawrow spricht von "Rückkehr" besetzter Gebiete
- Die Ereignisse gestern - 10. Februar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
01:02 Uhr | Marine-Inspekteur warnt vor wachsender Bedrohung durch Russland
Der Inspekteur der Deutschen Marine, Jan Christian Kaack, hat vor einer zunehmenden Bedrohung durch Russland auf See gewarnt. Besonders in der Ostsee habe die Aggressivität zuletzt zugenommen, etwa durch riskante Annäherungen und Tiefflüge russischer Maschinen über Nato-Schiffen. Dies berge Eskalationsgefahr. Positiv bewertete Kaack den verbesserten Schutz von Unterseekabeln. Als größtes Problem nannte er den Personalmangel bei der Marine. (Quelle: AFP)
00:53 Uhr | Kenia wirft Russland Rekrutierung von "Kanonenfutter" vor
Kenia hat Russland vorgeworfen, kenianische Staatsbürger unter falschen Versprechungen anzuwerben und an die Front in der Ukraine zu schicken. Vize-Außenminister Korir Sing’Oei sprach von "Kanonenfutter". Außenminister Musalia Mudavadi kündigte Gespräche in Moskau an, um das Vorgehen zu stoppen und Kenianer freizubekommen. Laut Regierung wurden zuletzt mehr als 30 Kenianer aus Russland evakuiert. Medienrecherchen zufolge sollen Betroffene ohne militärische Erfahrung zwangsweise Verträge mit der russischen Armee unterschrieben haben. (Quelle: AFP)
00:37 Uhr | Lettland verurteilt Mann wegen Munitionsschmuggels nach Russland
In Lettland ist ein Mann wegen versuchten Verstoßes gegen EU-Sanktionen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der estnisch-russische Staatsbürger wollte laut Gericht rund 10.000 Patronen versteckt in einem Lastwagen nach Russland schmuggeln. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die EU hat seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine 19 Sanktionspakete gegen Russland verhängt. (Quelle: dpa)
00:13 Uhr | Lawrow bekräftigt russische Gebietsansprüche
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die territorialen Maximalforderungen Moskaus gegenüber der Ukraine bekräftigt. Er sprach von einer "Rückkehr" der Krim, des Donbass und sogenannter "Neurussland"-Gebiete zu Russland und verwies auf international nicht anerkannte Referenden. Zudem forderte Lawrow, die Ukraine dürfe keine militärische Bedrohung für Russland darstellen und müsse Rechte ethnischer Russen sichern. (Quelle: dpa)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 10. Februar 2026
Die Lage in der Ukraine bleibt von intensiven Luftangriffen und Anpassungen der Verteidigung geprägt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte deshalb, die Organisation der Flugabwehr werde regional grundlegend umgestellt.
In der Nacht griff die Ukraine nach eigenen Angaben Ziele im besetzten Teil der Region Saporischschja an, darunter Einrichtungen für Drohnenbau und -einsätze. Die russische Besatzungsverwaltung meldete ihrerseits zahlreiche Drohnenangriffe, Stromausfälle sowie Opfer in einem Dorf. Parallel setzte Russland nach ukrainischen Angaben hunderte Drohnen ein. In der Region Odessa kam es zu großflächigen Stromausfällen, in Donezk wurden Tote und Verletzte gemeldet.
Politisch betonte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas unter Verweis auf Geheimdiensterkenntnisse, ein russischer Durchbruch zeichne sich nicht ab; vielmehr stiegen die Verluste, was Moskau vor Rekrutierungsprobleme stelle. Zugleich kündigte sie an, in der EU für härtere russische Zugeständnisse in laufenden Verhandlungsansätzen zu werben. Separat signalisierte der Kreml Gesprächsbereitschaft mit Frankreich. Präsident Emmanuel Macron hatte einen koordinierten europäischen Dialog gefordert.
Abseits der Front meldeten Branchenvertreter Fortschritte der ukrainischen Rüstungsindustrie: Durch enge Rückkopplung mit den Brigaden würden eigene Drohnen- und Robotersysteme rasch weiterentwickelt und teils als überlegen beschrieben. Gleichzeitig bleibt die Energieversorgung fragil. Beschädigte Anlagen und angekündigte Stromabschaltungen unterstreichen die Verwundbarkeit der Infrastruktur und den Bedarf an Notlösungen für Haushalte.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 11. Februar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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