• Estland: Russland rüstet auf wegen Machtverhältnis zu Europa
  • Macron will "Dialog mit Russland wieder aufnehmen"
  • USA geben zwei Nato-Kommandos an Europäer ab
  • Die Ereignisse gestern - 9. Februar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

10:40 Uhr | Estland: Russland rüstet wegen Machtverhältnis zu Europa auf

Russland baut dem estnischen Auslandsgeheimdienst zufolge angesichts der Aufrüstung in Europa seine Streitkräfte im Eiltempo wieder auf. Ein Angriff Russlands auf ein Nato-Mitglied sei aber weder in diesem noch im nächsten Jahr zu erwarten, heißt es in dem Jahresbericht. Europa müsse in Verteidigung und innere Sicherheit investieren, sagt Geheimdienst-Chef Kaupo Rosin gegenüber der Presse. "Wir sehen, dass die russische Führung sehr besorgt ist über die europäische Aufrüstung. Sie geht davon aus, dass Europa in zwei bis drei Jahren in der Lage sein könnte, eigenständig militärisch gegen Russland vorzugehen." Russlands Ziel sei es, dies zu verzögern und zu verhindern. (Quelle: Reuters)

09:19 Uhr | Energieversorger: Anlage in Region Odessa bei Angriff schwer beschädigt

Eine Energieanlage in der südukrainischen Schwarzmeerregion Odessa ist dem Betreiber zufolge durch einen russischen Angriff schwer beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten würden entsprechend lange dauern, teilt der Energieversorger DTEK mit. Regionalgouverneur Oleh Kiper zufolge sind einige Ortschaften teilweise ohne Strom. (Quelle: Reuters)

08:43 Uhr | Macron will "Dialog mit Russland wieder aufnehmen"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will erneut das Gespräch mit Russland suchen. "Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen", sagte Macron in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung". Dafür brauche es einen "gut organisierten europäischen Ansatz", aber "nicht zu viele Gesprächspartner", fügte er hinzu. Dies sei wichtig, um die Diskussion nicht "an andere zu delegieren", betonte Macron mit Blick auf die USA. Es sei nicht akzeptabel, im Fall eines Waffenstillstands US-Gesandte etwa im Namen Europas über das Datum des EU-Beitritts der Ukraine verhandeln zu lassen, sagte Macron. "Das ist eine Frage des Selbstwertgefühls", fügte er hinzu. (Quelle: AFP)

04:22 Uhr | USA übertragen Nato-Kommandos an Italien und Großbritannien

Die USA übergeben Diplomaten zufolge zwei wichtige regionale Nato-Kommandos an europäische Staaten. Das Südkommando in Neapel soll künftig von Italien geführt werden, das Nordkommando in Norfolk von Großbritannien. Im Gegenzug übernehmen die USA das Kommando über die Nato-Seestreitkräfte. Die Umstrukturierung steht im Zusammenhang mit der von US-Präsident Donald Trump vorangetriebenen Neuausrichtung der US-Verteidigungsstrategie und soll Europas Rolle im Bündnis stärken. Zentrale Nato-Schlüsselposten bleiben bei Washington. (Quelle: AFP)

02:17 Uhr | Selenskyj verspricht Hausbesitzern Hilfe bei Kauf von Generatoren

Angesichts massiver Schäden am Stromnetz will die ukrainische Regierung Hausbesitzer beim Kauf von Generatoren und alternativen Energiequellen unterstützen. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte Hilfen für Eigentümer von Mehr- und Einfamilienhäusern an. Unternehmen hätten in einem anderen Programm bereits zehntausende Anträge gestellt, zudem wurden zinslose Kredite vergeben. Nach russischen Angriffen sind Städte wie Kiew und Charkiw stark betroffen. Der Versorger Ukrenergo kündigte landesweite, stundenlange Stromsperren an. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 9. Februar 2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angekündigt, dass ab Mitte des Monats Waffenexport-Zentren in Europa eröffnet werden sollen. In diesem Jahr seien zehn solcher Zentren geplant, vor allem in den baltischen Staaten und in Nordeuropa. Zudem soll im Februar in Deutschland die Produktion von Drohnen mit ukrainischer Technologie beginnen, in Großbritannien laufe sie bereits. Nach Angaben Selenskyjs sind in der Ukraine rund 450 Unternehmen an der Herstellung verschiedener Drohnentypen beteiligt.

Ein Gericht im polnischen Krakau hat zwei russische Staatsbürger zu jeweils fünf Jahren Haft verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, Propaganda für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine betrieben und Söldner für die Wagner-Einheiten rekrutiert zu haben. Die Männer waren im August 2023 nach Polen eingereist und kurz darauf festgenommen worden.

In der Ukraine kamen bei russischen Angriffen mindestens vier Menschen ums Leben. In Odessa beschädigten Drohnen eine Gaspipeline, was ein Feuer in einem Wohngebiet auslöste, dabei starb ein Mann. In der Region Tschernihiw wurde ein 71-Jähriger getötet. In der Region Charkiw, nahe Bohoduchiw, zerstörten Drohnen ein Wohnhaus. Dort wurden die Leichen einer Frau und eines zehnjährigen Jungen geborgen.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Dienstag, 10. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke