• Auch die Ukraine rekrutiert jetzt Strafgefangene.
  • Selenskyj kündigt Drohnen-Exportzentren in Europa an.
  • Ukraine erreicht mehr Unabhängigkeit bei Rüstungsgütern.
  • Mehrere Tote bei russischen Angriffen vergangene Nacht
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

19:54 Uhr | Neue EU-Sanktionspläne in Arbeit

Die EU konkretisiert Pläne für das 20. Sanktionspakets gegen Russland. Neu vorgeschlagen sind Importverbote für Metalle wie Nickel, Eisenerz, Kupfer und Aluminium, für Salz, Felle, Kieselsteine, Silizium und Ammoniak. Erstmals soll auch die Umgehung von Sanktionen sanktioniert werden, durch ein Verbot etwa des Exports von Metallschneide-Maschinen sowie Modems und Routern nach Kirgisistan. Auch zwei Banken des Landes sowie weitere in Tadschikistan und Laos sollen auf die Sanktionsliste kommen. (Quelle: Reuters)

19:12 Uhr | Auch die Ukraine rekrutiert Strafgefangene

Auch die Ukraine hat jetzt Häftlinge für den Militärdienst an der Front rekrutiert, wie es Russland schon länger tut. Im vierten Kriegsjahr und nach mindestens 55.000 gefallenen Soldaten sind nach Regierungsangaben bereits 11.000 Strafgefangene bei der Armee. Sie seien zumeist zu Straftaten wie Diebstahl verurteilt. (Quelle: EBU)

18:30 Uhr | Verteidigungsminister-Treffen am Mittwoch

Die Ukraine kann bei der Modernisierung von Ausbildungszentren für ihre Armee auf EU-Unterstützung hoffen. Am Mittwoch bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister sollten Optionen für zwei Einrichtungen im Westen des Landes besprochen werden. Das sagte eine ranghohe EU-Beamtin in Brüssel. Demnach soll es auch um die Frage gehen, wie die EU die Überwachung eines angestrebten Waffenstillstands unterstützen könnte. (Quelle: dpa)

17:14 Uhr | EU-Sanktionen auch gegen Drittstaaten

Gegen den fortgesetzten Export von russischem Erdöl schlagen EU-Diplomaten erstmals auch Sanktionen gegen Häfen in Drittstaaten vor. Laut einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokument des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) könnten die Häfen Kulevi in Georgien und Karimun in Indonesien betroffen sein. (Quelle: Reuters)

14:52 Uhr | Ukraine will ihre Drohnen exportieren

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Eröffnung von Waffenexport-Zentren in Europa für Mitte des Monats angekündigt. Die Rede war von zehn solcher Zentren in diesem Jahr, in den baltischen Ländern und Nordeuropa. Wie Selenskyj gestern bei einem Treffen mit Studenten des Kiewer Luftfahrt-Instituts weiter sagte, solle die Produktion von Drohnen mit ukrainischer Technologie in Deutschland ebenfalls im Februar starten. In Großbritannien sei sie bereits angelaufen. Nach den Angaben des Präsidenten sind in der Ukraine inzwischen rund 450 Unternehmen in die Produktion verschiedener Drohnen-Typen involviert. (Quelle: AP)

14:18 Uhr | Der Vatikan schickt Stromgeneratoren

Der Vatikan hat 80 Stromgeneratoren in die Ukraine gebracht. Zudem seien Medikamente und Lebensmittel geliefert worden, teilte das Portal Vatican News mit. Demnach transportierten drei Lkw die Hilfsgüter von Rom in die Ukraine, wo sie über ein Netzwerk der Bistümer verteilt werden. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs sammelt die Almosenverwaltung des Vatikans diverse Spenden und bringt sie selbst in die Ukraine. (Quelle: KNA)

13:53 Uhr | Berlin: "Deutlichere Fortschritte gewünscht"

Die Bundesregierung hat eher zurückhaltend auf Ergebnisse der Verhandlungen zwischen den USA, Russland und der Ukraine in Abu Dhabi reagiert. Es sei wichtig, dass die Ukraine mit Russland direkt verhandele, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Man begrüße, dass es zum Austausch von Gefangenen kam. Das sei "ein kleines Zeichen des Fortschritts". Er sagte aber auch, dass man sich "deutlichere Fortschritte" gewünscht habe. Moskau müsse von seinen Maximalforderungen Abstand nehmen und wirklich "nach tragfähigen Kompromissen suchen". (Quelle: Reuters)

11:20 Uhr | Russland greift Ukraine mit 149 Drohnen an

Die ukrainische Luftwaffe meldet russische Angriffe mit elf ballistischen Raketen und 149 Drohnen. Davon seien 116 Drohnen abgeschossen oder neutralisiert worden. Die Angriffe richteten sich erneut gezielt gegen die Infrastruktur. In der westlichen Region Wolhynien an der Grenze zu Polen wurde ein Umspannwerk beschädigt, was in der Stadt Nowowolynsk zu einem Stromausfall bei mehr als 80.000 Haushalten führte. Auch Bahnanlagen in den Regionen Sumy und Tschernihiw wurden getroffen. (Quelle: Reuters)

11:18 Uhr | Tote in Odessa, Charkiw und Dnipropetrowsk

In der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Wie die ukrainische Militärverwaltung mitteilte, haben Drohnen in der Stadt Odessa eine Gaspipeline beschädigt. Das habe ein Feuer in einem Wohngebiet ausgelöst, bei dem ein Mann gestorben sei.

In der Region Tschernihiw im Norden wurde nach Behördenangaben ein 71 Jahre alter Mann getötet und in der Region Charkiw bei Bohoduchiw ein Haus durch Drohnen zerstört. Laut Katastrophenschutz wurden hier die Leichen einer Frau und eines zehnjährigen Jungen geborgen. (Quelle: AFP, dpa)

10:09 Uhr | 100.000 Menschen in Belgorod ohne Wasser

In der westrussischen Großstadt Belgorod ist die Wasserversorgung teilweise zusammengebrochen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, ist nach ukrainischen Angriffen am Morgen an zwei Pumpstationen die Stromzufuhr ausgefallen. Dadurch gebe es Probleme in den nördlichen und den zentralen Vierteln von Belgorod. Aktuell hätten rund 100.000 Menschen kein Wasser. (Quelle: dpa)

09:49 Uhr | Tatverdächtiger soll gestanden haben

Der im Zusammenhang mit dem Anschlag auf einen russischen General festgenommene Verdächtige soll die Tat gestanden haben. Das teilte der russischen Inlandsgeheimdienstes FSB mit. Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommene und an Russland ausgelieferte Mann habe gesagt, er sei von ukrainischen Geheimdiensten rekrutiert worden. (Quelle: AFP)

06:45 Uhr | Ukraine bei Rüstungsproduktion unabhängiger

Die Ukraine baut Rüstungsgüter zunehmend selbst und löst sich aus Abhängigkeiten. Wie ARD-Korrespondent Florian Kellermann aus Kiew berichtet, können ukrainische Unternehmen ihre Produkte schnell verbessern durch die ständige Rückkopplung mit den Einheiten, die sie einsetzen.

05:30 Uhr | Tilly plant Spott auch gegen Putin

Trotz eines Gerichtsverfahrens in Moskau will der Bildhauer und Karnevalswagenbauer Jacques Tilly auch in diesem Jahr den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufs Korn nehmen. "Angst ist ein schlechter Ratgeber für Humoristen und Satiriker", sagte der 62 Jahre alte Künstler dem Evangelischen Pressedienst. Er setze "auf die Kraft der Satire". Die politischen Mottowagen beim diesjährigen Düsseldorfer Rosenmontagszug würden "mit den Mitteln der Satire, mit Spott und reichlich Humor" auf Putin und andere Gegner der freien Meinungsäußerung eingehen. Die genauen Wagen-Motive bleiben bis zum Rosenmontag in einer Woche geheim. (Quelle: epd)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 8. Februar 2026

Nach den Schüssen auf den russischen Militärgeheimdienst-Vize Wladimir Alexejew Alexejew in Moskau hat Russland zwei Festnahmen gemeldet. Ein mutmaßlicher Attentäter sei in Dubai gefasst worden und ein Komplize in Moskau. Eine mutmaßliche Komplizin sei in die Ukraine geflohen.

Russische Truppen sind nach ukrainischen und westlichen Angaben bei Kostjantyniwka in der Region Donezk vorgerückt. Russische Agenturen meldeten zudem, russische Einheiten hätten die Ortschaften Hluschiwka im Raum Charkiw und Sydoriwka in der Region Sumy eingenommen. Gleichzeitig meldete die Ukraine einen erfolgreichen Gegenstoß im Gebiet Saporischja.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Montag, 9. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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