• Monumentales Weltkriegs-Mahnmal in Kiew beschädigt
  • Russland greift Charkiw und Kiew erneut mit Kampfdrohnen und Raketen an.
  • Selenskyj: Weniger Angriffe auf ukrainische Infrastruktur
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

10:14 Uhr | Wadephul: Moskau will mit Revanchismus-Vorwürfen ablenken

Außenminister Johann Wadephul weist Moskauer Revanchismus-Vorwürfe im Zusammenhang mit der deutschen Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine strikt zurück. Das sei ein billiger Ablenkungsversuch Russlands, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem neuseeländischen Amtskollegen. Wadephul fügte zugleich hinzu, Deutschland habe "überhaupt keine Probleme damit, die eigene Vergangenheit kritisch zu beleuchten".

In einer schriftlichen Mitteilung des russischen Außenministeriums wirft Moskau der Bundesregierung vor, sie habe "aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen". Teil dieses "Revanchismus" sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine. (Quelle: dpa)

09:44 Uhr | Monumentales Weltkriegs-Mahnmal in Kiew beschädigt

Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben ein monumentales Weltkriegs-Mahnmal in Kiew beschädigt worden. Kulturministerin Tetjana Bereschna bezeichnete die Beschädigung der "Mutter-Heimat"-Statue in Onlinenetzwerken als "symbolisch und zynisch". Die 62 Meter hohe Stahl-Statue einer Frau, die ein Schwert und einen Schild in die Höhe reckt, war 1981 zur Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden. 2023 wurden Hammer und Sichel von der kolossalen Statue entfernt als Teil einer Kampagne, Sowjetsymbole und russische Kultur aus dem öffentlichen Raum der Ukraine zu verbannen. (Quelle: AFP)

07:43 Uhr | Wohnhäuser in Kiew nach Angriff ohne Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge nach einem russischen Angriff 1.170 Wohngebäude ohne Heizung. Das russische Militär habe in der Nacht die Energieinfrastruktur angegriffen, sagte er. Bei "massiven Angriffen in bitterer Kälte" seien mindestens drei Menschen verletzt worden, erklärte der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Bei weiteren Angriffen auf die östliche Stadt Charkiw seien zudem zwei Menschen verletzt worden, erklärte der dortige Militärverwalter. (Quelle: Reuters)

00:50 Uhr | Russland greift Kiew und andere ukrainische Städte an

Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw sind in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden. Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko warnte auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen.

Die Großstadt Charkiw im Osten des Landes wurde in der Nacht nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow von mindestens zwei Raketen getroffen. Zudem habe es einen "Massenangriff" mit Kampfdrohnen gegeben. Auch Gouverneur Oleh Synjehubow berichtete von russischen Angriffen. "Erneute feindliche Angriffe auf Charkiw und die Vororte. Es sind Explosionen zu hören", schrieb er auf Telegram. Auch aus Saporischschja und Dnipro wurden russische Drohnenangriffe gemeldet.

Zunächst gab es weder aus Kiew noch Charkiw Angaben zu möglichen Opfern oder Schäden. Die Hauptstadt erwartete unterdessen nach Militärangaben weitere Angriffswellen, auch mit Marschflugkörpern. (Quelle: dpa)

0:15 Uhr | Selenskyj: Weniger russische Angriffe auf Infrastruktur

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist die Zahl der russischen Angriffe auf Energieanlagen in seinem Land zurückgegangen. Zwar seien in frontnahen Gebieten erneut Infrastrukturobjekte durch Beschuss getroffen worden, darunter auch lokale Energieerzeuger. Doch es habe im Tagesverlauf keine Angriffe mit Raketen und Shahed-Kampfdrohnen gegeben, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Er führte das auf US-amerikanischen Druck auf Moskau zurück. "Das zeigt, dass wenn in Amerika die Motivation da ist, die Lage zu ändern, dann kann sich die Lage auch ändern."

Selenskyj kündigte mit Blick auf die geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi über ein Ende des Ukraine-Kriegs auch weitere bilaterale Gespräche mit den USA über Sicherheitsgarantien an. Es sei wichtig, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten, damit es zu einer diplomatischen Lösung komme. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 2. Februar 2026

Die Bundesanwaltschaft hat fünf Männer festnehmen lassen, die russische Rüstungsbetriebe beliefert haben sollen. Im Zentrum steht nach Angaben aus Karlsruhe eine Firma in Lübeck. Es gehe dabei um rund 16.000 Lieferungen im Wert von mindestens 30 Millionen Euro. Sie seien über eine Scheinfirma nach Russland gegangen, um das EU-Embargo zu umgehen.

 

Trotz der für die Wochenmitte angekündigten neuen Verhandlungen sind bei russischen Angriffen in der Ukraine nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Im Gebiet Donezk seien beim Einschlag einer Bombe auf ein Haus ein Vater und sein volljähriger Sohn ums Leben gekommen, teilte Gouverneur Wadim Filaschkin mit. Eine 38 Jahre alte Frau wurde Gouverneur Iwan Fedorow zufolge bei einem Drohnenangriff nahe der Großstadt Saporischschja getötet.

 

Die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine haben nach Angaben des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj auf das Eisenbahnnetz der Ukraine abgezielt. Selenskyj sprach in Online-Netzwerken von "Terror gegen unsere Logistik". Insbesondere in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja habe es Angriffe gegeben, die es auf Bahnanlagen abgesehen hätten.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Dienstag, 3. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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