- Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin eine mutmaßliche russische Spionin festgenommen. Zudem verhaftete die Berhörde auch zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen "Volksrepubliken Donezk und Luhansk"
- Der US-Gesandte Witkoff trifft am Donnerstag Russlands Präsidenten Putin
- Tote und Verletzte nach Angriffen in Ukraine und Russland gemeldet
- Die Ereignisse gestern – 20. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
13:30 Uhr | Mutmaßliche Unterstützer prorussischer Gruppen festgenommen
Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der prorussischen "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" festnehmen lassen. Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, wird den Männern in mehreren Fällen vorgeworfen, ausländische terroristische Vereinigungen unterstützt zu haben. Der Russe und der Deutsche sollen unter anderem den Transport von Versorgungsgütern, Medizinprodukten und Drohnen in die Donbass-Region organisiert haben. (Quelle: dpa)
13:22 Uhr | Mutmaßliche russische Spionin festgenommen
In Berlin ist eine Frau wegen Spionage-Verdacht festgenommen worden. Sie soll für den russischen Geheimdienst gearbeitet haben. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, die Frau mit deutschem und ukrainischem Pass habe Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg beschafft und weitergegeben. Konkret soll sie Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen zusammengestellt haben. Außerdem habe sie sich über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine informiert.
Am Mittwoch wurden die Wohnung der Frau sowie die Wohnungen von zwei weiteren Beschuldigten in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Bayern durchsucht. Die beiden anderen Beschuldigten sind den Angaben zufolge auf freiem Fuß. (Quelle: AFP)
13:10 Uhr | US-Gesandter Witkoff trifft Putin am Donnerstag
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist nach Moskau, um dort am Donnerstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Die Zusammenkunft stehe "für morgen auf dem Terminkalender des Präsidenten", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der russischen Nachrichtenagentur Tass, ohne den Ort des geplanten Treffens zu nennen. Witkoff hatte zuvor der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, er wolle zusammen mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, nach Moskau reisen. Gespräche mit der ukrainischen Seite sollen folgen. Der Zeitpunkt dafür wurde zunächst nicht bekannt. (Quelle: dpa)
11:20 Uhr | Über eine Million Menschen weiter ohne Strom
In der Ukraine sind nach weiteren russischen Angriffen allein in Kiew inzwischen über eine Million Menschen ohne Strom. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. 4.000 Häuserblöcke seien ohne Heizung. Seit Anfang Januar sollen schon 600.000 von 3,6 Millionen Einwohnern die Stadt Kiew verlassen haben.
09:16 Uhr | Zwei Tote in Krywyj Rih
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind zwei Menschen getötet worden. Ziel der Angriffe sei die Stadt Krywyj Rih gewesen, teilte die regionale Militärverwaltung mit. Bei den Opfern handele es sich um einen 77-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Krywyj Rih, Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, liegt rund 80 Kilometer von der Front entfernt.
06:58 Uhr | Kriegswaisen besuchen im Sommer Weimar
Der Förderverein für die Städtepartnerschaft zwischen Weimar und Schowkwa in der Ukraine wird im Sommer Kriegswaisen nach Deutschland bringen. Vereinschef Wolfram Wiese sagte MDR THÜRINGEN, es seien genug Spendengelder eingegangen. Sponsoren hätten sich ebenfalls für das Projekt begeistert. Im Juni würden rund 20 Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren zehn Tage in Weimar verbringen. Unter anderem ist ein Zirkusworkshop gemeinsam mit Weimarer Jugendlichen geplant. Ziel sei es, den vom Krieg gezeichneten Kindern unbeschwerte Tage zu schenken.
Schowkwa in der Nähe von Lwiw im Westen der Ukraine ist Weimars jüngste Partnerstadt. Die Partnerschaft wurde 2024 besiegelt. (Quelle: MDR)
03:35 Uhr | Verletzte nach Explosionen in russischer Teilrepublik Adygeja
In der russischen Teilrepublik Adygeja sind bei einem Hochhausbrand nach mutmaßlichen Explosionen mindestens acht Menschen verletzt worden. Republikchef Murat Kumpilow sprach von einem Drohnenangriff in der Siedlung Nowaja Adygeja, sieben Verletzte kamen demnach ins Krankenhaus. In sozialen Medien kursieren Videos von brennenden Autos und beschädigten Wohnhäusern. Ein Militäranalyst zweifelte einen Drohneneinschlag an und hielt auch eine fehlgeleitete Flugabwehrrakete für möglich. Auch aus der benachbarten Region Krasnodar wurden Schäden gemeldet. (Quellen: dpa, Reuters)
01:22 Uhr | Tote bei gegenseitigen Angriffen in Ukraine und Russland
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Zudem waren rund 1.500 Haushalte ohne Strom. Auch Russland meldete Opfer: In der Grenzregion Belgorod kam demnach ein Mann bei einem Drohnenangriff ums Leben, weitere Tote wurden aus der Nachbarregion Brjansk gemeldet. (Quelle: dpa)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 20. Januar 2026
Nach schweren russischen Luftangriffen in der Nacht auf Dienstag ist in Kiew in rund einer Million Haushalten der Strom ausgefallen. Zudem sind etwa 4.000 Wohnblocks ohne Elektrizität. Angesichts der anhaltenden Angriffe seit dem 9. Januar rief Bürgermeister Vitali Klitschko die Bevölkerung dazu auf, die Stadt vorübergehend zu verlassen.
Zeitweise war auch das Atomkraftwerk Tschernobyl vom Stromnetz getrennt. Dies teilte die Internationale Atomenergiebehörde mit. Später erklärten das ukrainische Energieministerium und die Kraftwerksleitung, dass alle Anlagen wieder ans Netz angeschlossen seien.
Am Rande des Weltwirtschaftsforum in Davos bewertete der US-Gesandte Steve Witkoff Gespräche zwischen den USA und Russland als "sehr positiv". Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA traf sich Witkoff gemeinsam mit Jared Kushner mit dem russischen Vertreter Kirill Dmitrijew.
Zudem machte die ukrainische Regierung den hohen Finanzbedarf für die Landesverteidigung deutlich. Der Vizeregierungschef Taras Katschka erklärte, dass der Unterhalt der Armee in den kommenden zehn Jahren bis zu 700 Milliarden US-Dollar kosten könne, falls sich das aggressive Verhalten Russlands nicht ändere.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 21. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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