- Nach verheerenden russischen Luftangriffen plant die Ukraine, ihre Luftabwehr umzubauen.
- Die Ereignisse gestern – 19. Januar 2026
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00:20 Uhr | Ukraine will Luftabwehr umbauen - Selenskyj warnt vor massivem russischen Angriff
Nach wochenlangen, verheerenden russischen Luftangriffen auf Infrastruktur und Energieversorgung will die Ukraine ihre Luftabwehr umbauen. Dabei werde großes Gewicht auf Abfangdrohnen gelegt, kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videoansprache an. Es gehe um einen neuen Ansatz, der mobile Einheiten, Abfangdrohnen und andere Abwehrmaßnahmen mit kurzer Reichweite umfasse. Federführend bei der Entwicklung solle Pawlo Jelisarow werden, der deswegen zum neuen stellvertretenden Befehlshaber der Luftwaffe ernannt wurde.
Der Präsident rief die Bevölkerung zu höchster Wachsamkeit auf: "Russland hat einen Angriff vorbereitet, einen massiven Schlag, und wartet auf den Moment, ihn auszuführen." Jede Region müsse bereit sein, so schnell wie möglich zu reagieren und den Menschen zu helfen. Bereits am Wochenende hatte Selenskyj gewarnt, der ukrainische Geheimdienst habe festgestellt, dass Russland neue Angriffsziele auskundschafte. Im Fokus seien Ziele wie Umspannwerke, die Kernkraftwerke mit Strom versorgen.
Die Ukraine leidet noch immer unter den Folgen einer Welle russischer Angriffe von Anfang des Monats. Durch den Beschuss fielen in Tausenden Wohnblocks - vor allem in der Hauptstadt Kiew - Strom und Heizung aus (Quelle: Reuters)
00:10 Uhr | Selenskyj: Ein Mörder ukrainischer Gefangener gefasst
Der Geheimdienst der Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Russen gefangengenommen, der für die Tötung von neun ukrainischen Kriegsgefangenen verantwortlich sein soll. Die Tat habe sich im russischen Gebiet Kursk ereignet, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.
Details nannte Selenskyj nicht. Er beauftragte aber den stellvertretenden Chef des Geheimdienstes SBU, Olexander Poklad, nähere Einzelheiten öffentlich zu machen. Unklar blieb der Zeitpunkt der Tat. Selenskyj sprach vom vergangenen Oktober. Wahrscheinlich ist aber Oktober 2024 gemeint, als ein solcher Fall ans Tageslicht kam. Ukrainische Truppen waren im Sommer 2024 in das westrussische Gebiet Kursk vorgedrungen. Die russische Armee wehrte diese Offensive bis zum Frühjahr 2025 ab.
Nach Angaben des Institute for War and Peace Reporting (IWPR) vom Januar kennt die Ukraine mehr als 330 Fälle, in denen ihre Soldaten bei der Gefangennahme durch russische Truppen getötet wurden. (Quelle: dpa)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 19. Januar 2026
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Region Odessa sind in der Nacht wieder Energieanlagen und ein Wohnhaus getroffen worden. Im Bezirk Odessa habe eine Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen und zwei Wohnungen beschädigt. Getroffen wurde den Angaben zufolge auch eine nicht näher bezeichnete Einrichtung der "kritischen Infrastruktur".
Die fortgesetzten russischen Angriffe haben die Energieinfrastruktur der Ukraine nach Angaben des Auswärtigen Amtes in die Nähe "eines Kollaps" gebracht. Einem Sprecher zufolge stellte das deutsche Außenministerium noch einmal 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung.
Russland richtet seinen Haushalt auch in diesem Jahr zu einem großen Teil auf die Kriegführung in der Ukraine aus. Nach eigenen Angaben werden 40 Prozent des Gesamtetats für Militär und Sicherheit ausgegeben.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Dienstag, 20. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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