- Russische Vorstöße bei Siwersk, Kostjantyniwka und Pokrowsk
- Ukraine und die USA wollen ihre Friedensgespräche in Davos fortsetzen
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
18:10 Uhr | Russische Vorstöße bei Siwersk, Kostjantyniwka und Pokrowsk
Die russischen Streitkräfte sind nach Angaben des militärnahen ukrainischen Analyseprojekts Deepstate nahe der Städte Siwersk, Kostjantyniwka und Pokrowsk in der ostukrainischen Region Donezk weiter vorgerückt. Siwersk steht der Deepstate-Karte zufolge vollständig unter russischer Kontrolle. In Kostjantyniwka werden östliche Ausläufer als umkämpfte Grauzone ausgewiesen. In Pokrowsk kontrollieren russische Truppen den größten Teil der Stadt, ein kleines Gebiet im Nordwesten gilt als umkämpfte Grauzone. Für den Kostjantyniwka-Sektor meldet der ukrainische Generalstab in seiner jüngsten Einsatzinformation 17 russische Angriffe, im Sektor Pokrowsk die Abwehr von 50 russischen Angriffen. (Quelle: Deepstate, Ukrinform)
17:02 Uhr | Bundesregierung: Energieversorgung in Ukraine kurz vor Kollaps
Die fortgesetzten russischen Angriffe haben die Energieinfrastruktur der Ukraine nach Angaben des Auswärtigen Amtes in die Nähe "eines Kollaps" gebracht. Einem Sprecher zufolge stellte das deutsche Außenministerium noch einmal 60 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zur Verfügung. Die Menschen litten unter extremer Kälte und "brutalen russischen Angriffen". Man unterstütze Bargeldhilfen für Menschen in frontnahen Gebieten zur Anschaffung der nötigsten Güter, von Notstromaggregaten für Schutzräume, Heizsystemen, Kleidung und Decken. Man schaue, was noch an Schritten möglich sei. (Quelle: Reuters)
16:25 Uhr | Russland gibt 40 Prozent des Haushalts für Militär und Sicherheit aus
Russland richtet seinen Haushalt auch in diesem Jahr zu einem großen Teil auf die Kriegführung in der Ukraine aus. 40 Prozent des Gesamtetats werden für Militär und Sicherheit ausgegeben. 3,8 Millionen Menschen sind in der Verteidigungsindustrie beschäftigt. Neben dem Kriegsbedarf befeuert auch die zunehmende Nachfrage nach russischen Waffensystemen das Geschäft von Russlands Rüstungsunternehmen. (Quelle: ARD-Studio Moskau)
Mehr zum Thema im folgenden Podcast:
13:55 Uhr | Kreml: Trump würde mit Grönland-Übernahme in Weltgeschichte eingehen
Nach Ansicht der russischen Führung würde US-Präsident Donald Trump mit einer US-Übernahme des zu Dänemark gehörenden Grönlands in die Weltgeschichte eingehen. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, er wolle nicht beurteilen, ob ein solcher Schritt gut oder schlecht sei. Er stelle lediglich eine Tatsache fest. Auch Russland beansprucht Territorium anderer souveräner Staaten. (Quelle: Reuters)
10:28 Uhr | Ukrainischer Armeechef besucht umkämpfte Region Pokrowsk
Der ukrainische Armeechef Olexandr Syrskyj hat Truppen im hart umkämpften Raum Pokrowsk in der Ostukraine besucht. Auf Facebook schätzte er die Lage als weiterhin kompliziert ein. Täglich komme es dort zu etwa 50 Gefechten.
Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte schrieb: "Der Feind versucht, den Druck zu erhöhen: Er zieht Reserven nach Pokrowsk heran und sucht nach Möglichkeiten, unsere Verteidigung sowohl durch sporadische massive Angriffe als auch durch verdeckte Vorstöße kleiner Infanteriegruppen zu durchbrechen." Die ukrainischen Truppen hielten die Verteidigung. (Quelle: Ukrinform)
07:05 Uhr | Drohnenangriff auf Region Odessa
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Region Odessa sind in der Nacht wieder Energieanlagen und ein Wohnhaus getroffen worden. Eine Person sei verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper mit. Im Bezirk Odessa habe eine Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen und zwei Wohnungen beschädigt. Getroffen wurde den Angaben zufolge auch eine nicht näher bezeichnete Einrichtung der "kritischen Infrastruktur". (Quelle: Reuters)
01:20 Uhr | Syrskyj: Russische Verluste steigen, ukrainische sinken
Russland zeigt nach den Worten des ukrainischen Armeechefs kein Interesse an Friedensgesprächen. Olexandr Syrskyj sagte dem Online-Medium lb.ua: "Im Gegenteil, wir beobachten, dass die Kampfhandlungen zunehmen und die Produktion von Angriffswaffen, Raketen und Drohnen gesteigert wird." Moskau plane, den Ausstoß auf bis zu 1.000 Drohnen pro Tag zu erhöhen.
Zugleich bezeichnete Syrskyj die ukrainischen Angriffe weit hinter der Front als "unsere Stärke". Dadurch seien 719 Ziele getroffen und Schäden in Höhe von 15 Milliarden Dollar verursacht worden, vor allem in der russischen Ölindustrie. Die ukrainischen Verluste seien 2025 um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, während die russischen Verluste "deutlich gestiegen" seien. (Quelle: Reuters)
01:00 Uhr | Ukraine und die USA wollen Gespräche in Davos fortsetzen
Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine Beilegung des Krieges mit Russland am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums weiterführen. "Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen", schreibt der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow im Messengerdienst Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 18. Januar 2026
Russland will nach ukrainischen Angaben seine Kriegsführung intensivieren und plant, die Drohnenproduktion so stark auszubauen, dass künftig bis zu 1.000 Drohnen pro Tag eingesetzt werden könnten. Bereits in der vorangegangenen Nacht sind rund 200 Drohnen auf ukrainische Städte abgefeuert worden, was zu Toten und Verletzten geführt hat – darunter eine junge Frau in Charkiw. Gleichzeitig hat es in mehreren besetzten Regionen massive Stromausfälle nach ukrainischen Angriffen auf russische Infrastruktur gegeben.
Die Ukraine hat derweil auf stärkere internationale Unterstützung gedrängt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dringend zusätzliche Raketen für die Luftabwehr gefordert, um die anhaltenden Angriffe abzuwehren. Eine ukrainische Delegation hat in den USA Gespräche über Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Unterstützung geführt; ein entsprechendes Abkommen könnte beim Weltwirtschaftsforum in Davos unterzeichnet werden. Parallel dazu haben die Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch gestockt, da beide Seiten unterschiedliche Angaben und Forderungen gemacht haben.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Montag, 19. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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