• Ukraine: Russland will Drohnenproduktion drastisch erhöhen
  • Selenskyj: Brauchen mehr Raketen für Luftabwehrsysteme.
  • Gespräche über Gefangenenaustausch kommen nicht voran.
  • Junge Frau in Charkiw getötet und Verletzte in Region Sumy
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

20:20 Uhr | Ukraine: Russland will bis zu 1.000 Drohnen pro Tag einsetzen

Laut der Nachrichtenagentur Ukrinform hat der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyi, in einem Interview mit dem Nachrichtenportal LB.ua davor gewarnt, dass Russland seine Drohnenproduktion drastisch erhöhen wolle. Ziel sei es demnach, die Kapazitäten so zu erhöhen, dass bis zu 1.000 Drohnen pro Tag gegen die Ukraine eingesetzt werden können. Er betonte, dass die Ukraine alles tue, um diese Pläne zu durchkreuzen. In der vergangenen Nacht hatte Russland rund 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. (Quelle: Ukrinform, dpa)

13:32 Uhr | Hafen in Warna leidet unter Krieg

Als Folge des Ukraine-Kriegs am und im nördlichen Schwarzen Meer ist der Schiffsverkehr auch in Bulgarien um rund 20 Prozent zurückgegangen. Das wird aus Warna gemledet, dem größten Hafen des EU- und seit Januar auch Euro-Landes an der Westküste. Gründe sind demnach auch höhere Gebühren für die Passage in das Mittelmeer durch die Türkei und höhere Prämien für Schiffsversicherungen. Am Schwarzen Meer liegen sechs Länder: Rumänien, die Ukraine, Russland, Georgien, Türkei und Bulgarien. (Quelle: EBU)

11:37 Uhr | Stromausfälle in besetzten Gebieten

Auch im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja im Süden der Ukraine sind nach einem ukrainischen Angriff mehr als 200.000 Menschen ohne Strom. Das teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur mit. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt sind demnach mehr als 380 Orte ohne Strom. Der dort ebenfalls von Russland eingesetzte Gouverneur der benachbarten Region Cherson hatte am Samstag einen ukrainischen Angriff auf ein Umspannwerk gemeldet, der zu Stromausfällen in insgesamt 14 Städten und 450 Dörfern geführt habe. (Quellen: AFP, Reuters)

10:30 Uhr | Raketen für ukrainische Luftabwehr knapp

Bei neuen russischen Luftangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zahlreiche Menschen verletzt und mindestens zwei getötet worden, darunter eine junge Frau in Charkiw. Russland habe wieder mehr als 200 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt, in Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Chmelnyzkyj und Odessa. Selenskyj forderte in einem Video erneut mehr Hilfe von den westlichen Verbündeten und dabei "vor allem mehr Raketen für Luftabwehrsysteme". (Quelle: dpa)

08:00 Uhr | Gespräche über Gefangene stocken

Nach Angaben der Menschrechtsbeauftragten der Russischen Föderation, Tatjana Moskalkowa, kommt ein geplanter Gefangenenaustauch nicht voran. Moskalkowa sagte gestern, Russland habe eine Liste ukrainischer Soldaten übergeben. Der Dialog über Termine und die Zahlen der auszutauschenden Gefangenen sei aber "verwirrend". Nach ihren Angaben müsse auch eine Lösung für zwölf Bewohner der russischen Region Kursk gefunden werden, die demnach in Sumy festgehalten werden, wie auch für die Rückkehr von Ukrainern aus der russischen Region Belgorod, die bei Evakuierungen von Kampfgebieten auf die andere Seite der Front gerieten. (Quelle: CCTV)

Tatjana Moskalkowa bei einer Anhörung vor Gericht in Kiew in der Ukraine im März 2019 (Archivbild)Bildrechte: picture alliance/dp

06:17 Uhr | Krisenratgeber für die Polen per Post

In Polen bekommen derzeit die Menschen per Post einen Krisenratgeber. Nach Regierungsangaben wurden 17 Millionen gedruckt, mit Hinweisen etwa zum Packen eines Notfall-Rucksacks, aber auch zu Aktivitäten ausländischer Saboteure. Bis Ende des Monats sollen alle Polen ein Exemplar bekommen, bisher sind vier Millionen demnach schon verteilt. (Quelle: ARD)

05:01 Uhr | Russland rückt angeblich weiter vor

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau hat die Eroberung von weiteren zwei Siedlungen in den Regionen Donezk im Osten und in der um Saporischschja im Süden gemeldet. Demnach gibt es Kämpfe derzeit in der Region Sumy und bei Charkiw im Nordosten sowie in der Region Donezk. Das ukrainische Militär wies russische Darstellungen einer Einnahme des Dorfs Prywillja in der Region Donezk indes zurück. Nach Angaben des Generalstabs in Kiew wurden zuletzt auch wieder militärische Ziele auf der von Russland bereits 2014 besetzten Krim angegriffen. (Quellen: CCTV, Ukrinform)

03:45 Uhr | Tote bei russischem Angriff in Charkiw

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Millionenstadt Charkiw im Nordosten der Ukraine ist nach Angaben der örtlichen Behörden eine 20 Jahre alte Frau getötet worden. In der nahe gelegenen Region Sumy wurden nach Angaben von Rettungskräften drei Frauen und ein sieben Jahre altes Kind verletzt, auch dort an oder in Wohngebäuden. Russische Angriffe auf kritische Infrastruktur gab es unterdessen auch wieder in der südukrainischen Region Odessa nach Behördenangaben im Bezirk Ismail. (Quelle: AFP)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 17. Januar 2026

Im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja ist es nach Angaben der Besatzer wegen ukrainischer Drohnenangriffe zu Stromausfällen gekommen. In Kiew kam die Wiederherstellung der Fernwärme voran.

Unterdessen haben Vertreter der Ukraine weitere Gespräche über eine Beendigung des Krieges mit Russland und Sicherheitsgarantien für Kiew mit der Regierung von Präsident Donald Trump in Florida aufgenommen.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 18. Januar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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