Bildrechte: NasaErstmals seit dem Ende der Apollo-Ära werden wieder eine Astronautin und drei Astronauten den Erdorbit verlassen. Eine Landung auf der Mondoberfläche ist für diese Mission allerdings nicht vorgesehen. Stattdessen soll das Orion-Raumschiff den Mond in geringem Abstand umrunden und anschließend zur Erde zurückkehren. Während der rund zehn Tage dauernden Mission sollen die wichtigsten Systeme wie Navigation, Kommunikation und Lebenserhaltung unter realen Bedingungen getestet werden, bevor es dann in der Anschlussmission Artemis III “ernst” wird.
Wann geht's zum Mond?
Nachdem die SLS-Rakete samt Orion-Raumschiff bereits gestern zur Startrampe gerollt wurde, blickt die Welt nun gespannt auf den Start der wegweisenden Mission. Die Nasa hat vergangene Woche mehrere mögliche Termine dafür festgelegt. Die frühesten Starts sind Anfang Februar 2026 möglich, mit Terminen zwischen dem 6. und 11. Februar in den frühen Morgenstunden. Weitere Optionen folgen Anfang März sowie Anfang April, ebenfalls überwiegend nachts. Die genauen Uhrzeiten variieren je nach Datum und liegen zwischen kurz nach Mitternacht und etwa 7 Uhr morgens (MEZ). Erst nach einer abschließenden Sicherheits- und Einsatzprüfung entscheidet das Nasa Missionsmanagement über den endgültigen Starttermin. Doch warum gibt es überhaupt so viele Ausweichtermine?
Sicher ist sicher
Der Grund, warum sich die Nasa so viele Optionen offenhalten muss, liegt in den komplexen Anforderungen an Flugbahn und Sicherheit: Erde, Mond und Raumschiff müssen exakt zueinander ausgerichtet sein, damit Orion auf eine sogenannte freie Rückkehrflugbahn gelangt. Dabei nutzt das Raumschiff die Schwerkraft des Mondes, um ohne größere zusätzliche Triebwerksmanöver wieder zur Erde zurückzukehren zu können. Abgesehen davon darf Orion während des Flugs auch nicht zu lange im Schatten liegen, damit Stromversorgung und Temperaturregelung über die Solarpaneele gewährleistet bleiben.
Es ist eben Raketenwissenschaft
Dass es so viele Startfenster gibt, ist keine Artemis-spezifische Vorsichtsmaßnahme, sondern grundsätzlich missionsunabhängig. Raketenstarts zählen schließlich zu den technisch anspruchsvollsten Ingenieurleistungen überhaupt. Flugbahn, Triebwerke, Betankung, Elektronik und Wetter müssen gleichzeitig innerhalb extrem enger Toleranzen liegen. Bereits kleinste Abweichungen, etwa bei den Temperaturen kryogener Treibstoffe oder beim Druck in Leitungen, können einen Start unmöglich machen. Hinzu kommen äußere Faktoren wie Gewitter, starke Winde oder eine erhöhte elektrische Aufladung der Atmosphäre, die selbst kurz vor dem Abheben noch zu einem Abbruch führen können.
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