- US-Präsident Trump teilte mit, die USA hätten den venezolanischen Präsidenten Maduro festgenommen und aus dem Land geflogen.
- In der Nacht wurden in der Hauptstadt Caracas Explosionen und tieffliegende Flugzeuge gemeldet.
- Die venezolanische Regierung hat den Ausnahmezustand ausgerufen und ihrerseits militärische Mittel angekündigt.
Die USA haben Venezuela angegriffen. Das bestätigte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform "Truth Social". Man habe den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau gefasst und außer Landes geflogen.
Trump schrieb von einem "großangelegten Schlag gegen Venezuela" und dessen Staatschef. Für 17 Uhr deutscher Zeit kündigte er eine Pressekonferenz an.
Nächtliche Explosionen in Caracas
Caracas war seit etwa 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr deutscher Zeit) von schweren Explosionen erschüttert worden, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP und Bewohner der Stadt berichteten. Außerdem war demnach Flugzeuglärm zu hören. Anwohner von Fuerte Tiuna, dem größten Militärstützpunkt in Caracas, berichteten überdies von Schüssen.
Auch in der nahegelegenen nördlichen Küstenstadt La Guaira, die von Caracas durch ein Gebirge getrennt ist, ereigneten sich gegen 2 Uhr Ortszeit Explosionen.
Venezuela ruft Ausnahmezustand aus
Die venezolanische Regierung in Caracas rief noch in der Nacht einen landesweiten Ausnahmezustand aus. "Präsident Nicolás Maduro hat die Umsetzung des Dekrets unterzeichnet, das den Ausnahmezustand im gesamten Staatsgebiet ausruft", heißt es in einer von dem venezolanischen Sender TeleSUR TV verbreiteten Erklärung der Regierung.
Das südamerikanische Land hat zudem einen "massiven" Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt. In einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Caracas wurde den USA überdies vorgeworfen, auch Wohngebiete mit Zivilisten bombardiert zu haben. Weiter hieß es, die Angriffe stellten eine Verletzung der UN-Charta dar. Ziel der USA sei es, sich die Bodenschätze – etwa die großen Ölvorkommen – Venezuelas anzueignen und einen Regierungswechsel zu erzwingen. "Das wird ihnen nicht gelingen", hieß es in der Mitteilung.
Trump hatte Angriffe angekündigt
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro warf der US-Regierung schon länger vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Maduro regiert seit 2013 zunehmend autoritär. Die USA haben das südamerikanische Land seit 2015 mit Sanktionen belegt. US-Präsident Trump hatte nach wiederholten US-Angriffen vor der Küste Venezuelas von der Möglichkeit von US-Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen.
Trump wirft Venezuela immer wieder vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Seit September haben die US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik angegriffen.
dpa/epd/AFP/Reuters(kar)
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