- Zwischen Tschechien und der Ukraine ist diplomatischer Streit ausgebrochen.
- Russland spricht von Drohnenbeweisen und informiert USA
- Die Ereignisse von gestern – 1. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
13:18 Uhr | Streit zwischen Ukraine und Tschechien
Zwischen der Ukraine und Tschechien ist eine offene Auseinandersetzung über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Der ukrainische Botschafter in Prag, Vasyl Zvarych, protestierte am Neujahrsabend in einem Facebook-Beitrag scharf gegen Aussagen des neuen tschechischen Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Dieser hatte in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen "sinnlosen Krieg" fortzuführen. Die ukrainische Regierung von Präsident Selenskyj beschimpfte er laut Medienberichten als korrupte "Diebe".
In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Zvarych die Aussagen nun als "beleidigende und hasserfüllte Äußerungen gegen die Ukraine". Er warf Okamura vor, "unter dem Einfluss russischer Propaganda" zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.
In Tschechien regiert seit wenigen Wochen eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der rechtspopulistischen ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis. Tschechien zählte bisher zu den wichtigen Rüstungslieferanten der Ukraine.
12:58 Uhr | Schäden nach erneuten Angriffen auf Saporischschja
Russische Truppen haben nach ukrainischen Angaben erneut die Stadt Saporischschja angegriffen. Dabei seien in der Nacht zu Freitag ein Einkaufszentrum und zwei landwirtschaftliche Gebäude beschädigt worden, hieß es. Verletzt worden sei niemand. Herumfliegende Trümmerteile hätten allerdings Wohnhäuser, Straßen und Autos beschädigt. (Quelle: Katastrophenschutz Ukraine)
03:04 Uhr | Schaden an Ostseekabel: Verdächtiges Schiff brach womöglich EU-Sanktionen
Nach der erneuten Beschädigung eines Unterwasserkabels in der Ostsee haben die finnischen Behörden neue Informationen über das verdächtige Schiff mitgeteilt. Nach Angaben der Zollbehörde ergab eine Überprüfung des Frachters, dass er möglicherweise die EU-Sanktionen gegen Russland verletzt hat. An Bord sei russischer Stahl, der wohl für Israel bestimmt sei. Die Ladung wurde den Angaben zufolge vorerst beschlagnahmt. Das Schiff unter der Flagge eines karibischen Inselstaats war nach der Entdeckung des Kabelschadens von Finnland festgesetzt worden. (Quelle: AFP)
01:57 Uhr | Russland übergibt USA angebliche Beweise zu Drohnenvorwurf
Russland hat nach eigenen Angaben Navigationsdaten einer ukrainischen Drohne entschlüsselt und diese als Beleg für einen geplanten Angriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin an US-Vertreter übergeben. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Materialien seien dem Militärattaché der US-Botschaft in Moskau vorgelegt worden. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem Vorwand für weitere Angriffe. US-Medien hatten zuvor berichtet, die CIA sehe keinen Angriff auf Putins Residenz. (Quelle: dpa)
01:12 Uhr | Ukraine: Angriffe richten sich nur gegen militärische Ziele
Nach russischen Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel in der besetzten Region Cherson hat das ukrainische Militär erklärt, ausschließlich militärische und andere legitime Ziele anzugreifen. Die Streitkräfte hielten sich an das humanitäre Völkerrecht, teilte der Generalstab mit. (Quelle: Reuters)
00:46 Uhr | Selenskyj erwartet Fortschritte bei Sicherheitsgarantien
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet in den kommenden Tagen mit weiteren Fortschritten bei Verhandlungen über Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Politisch sei fast alles vorbereitet, nun gehe es um Details zu Garantien in der Luft, zu Land und zu Wasser, sagte er in Kiew. An einem Treffen der Sicherheitsberater sollen Vertreter von 15 Staaten, der EU und der Nato teilnehmen. Selenskyj betonte zudem den Bedarf an Waffen, Flugabwehrraketen und finanzieller Unterstützung. (Quelle: dpa)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 1. Januar 2026
Der US-Geheimdienst CIA sieht keinen Hinweis darauf, dass ein ukrainischer Drohnenangriff auf Präsident Wladimir Putin oder dessen Residenz zielte. Nach Einschätzung der CIA galt der Angriff einem militärischen Ziel in derselben Region. Damit widerspricht Washington den russischen Vorwürfen. Die Ukraine bestreitet einen Angriff auf Putin, Experten äußern Zweifel an den von Russland vorgelegten Beweisen. US-Präsident Donald Trump wurde darüber informiert und teilte anschließend einen russlandkritischen Beitrag.
Nach der Beschädigung eines Untersee-Kommunikationskabels zwischen Helsinki und Tallinn setzte die finnische Küstenwache den Frachter "Fitburg" fest. 14 Crewmitglieder wurden festgenommen. Ermittelt wird wegen schwerer Sachbeschädigung; Finnland sieht Parallelen zu früheren mutmaßlichen Sabotagefällen.
Zudem griff die Ukraine nach eigenen Angaben Öl- und Industrieanlagen in mehreren russischen Regionen an, darunter Krasnodar, Tatarstan und Kaluga. Russische Behörden meldeten Brände und Schäden.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Freitag, 2. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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