• Ukraine will russische Tanker angegriffen haben
  • Orban drängt auf neutralen Pufferstaat
  • Ukraine: Kupjansk ist noch nicht gefallen
  • Die Ereignisse von gestern – 28. November 2025
  • Weitere Nachrichten und Podcast

15:29 Uhr | Ukraine greift Tanker der Schattenflotte an

Die Ukraine hat nach Angaben ihres Geheimdienstes SBU zwei Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen. Es habe sich um eine gemeinsame Aktion mit der ukrainischen Marine gehandelt, sagt ein SBU-Vertreter. Videoaufnahmen zeigten, dass beide Tanker durch die Treffer schwer beschädigt und nicht mehr funktionsfähig seien. Das ukrainische Onlineportal "Ukrajinska Prawda" berichtete unter Berufung auf den Geheimdienst, die Tanker seien mit Seedrohnen angegriffen und in Brand gesetzt worden. (Quelle: Reuters/dpa)

14:00 Uhr | Moldau schließt kurzzeitig Luftraum wegen zweier Drohnen

Das an die Ukraine grenzende Moldau hat am späten Freitagabend wegen Drohnen kurzzeitig seinen Luftraum gesperrt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Luftraum sei für eine Stunde und zehn Minuten geschlossen worden, nachdem zwei unidentifizierte illegale Drohnen über das Staatsgebiet geflogen seien und eine direkte Gefahr für die Flugsicherheit dargestellt hätten. Zwei Flugzeuge aus Paris und Barcelona seien umgeleitet worden. Den Angaben zufolge verließen die Drohnen Moldaus Luftraum wieder und drangen tief in ukrainisches Gebiet vor. (Quelle: AFP)

13:01 Uhr | Ukrainisches Verhandlungsteam unterwegs in die USA

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sein Team für Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskrieges in die USA entsandt. Selenskyj teilte in den sozialen Netzwerken mit, das Team mit Delegationsleiter Rustem Umjerow sei bereits auf dem Weg. Es müssten rasch und substanziell die notwendigen Schritte zur Beendigung des Krieges ausgearbeitet werden. Es gehe um einen würdigen Frieden.

Selenskyj hatte zuvor nach dem Rücktritt seines Bürochefs Andrij Jermak wegen Korruptionsvorwürfen per Dekret Umjerow, den Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine und Ex-Verteidigungsminister, zum neuen Verhandlungsführer ernannt. (Quelle: dpa)

Update 09:07 Uhr | Drohnenangriff auf Kiew: Zwei Tote

Bei dem nächtlichen Luftangriff mit Raketen und Kamikaze-Drohnen auf Kiew hat sich die Zahl der Todesopfer auf zwei erhöht. Nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums gibt es zudem mehr als zehn Verletzte, darunter Kinder. Wohnhäuser, das Energienetz und kritische Infrastruktur seien beschossen worden.

In der Ukraine müssen nach dem Angriff nach Angaben des Energieministeriums mehr als 600.000 Menschen ohne Elektrizität ausharren. Getroffen worden seien Anlagen in Kiew und fünf Regionen. Mehr als 500.000 der betroffenen Haushalte seien in der Hauptstadt. (Quellen dpa, Reuters)

08:13 Uhr | Russland meldet Brand in Ölraffinerie durch Drohnenteile

Im Süden Russlands ist nach Angaben örtlicher Behörden in einer Ölraffinerie ein Brand durch herabfallende Drohnenteile ausgelöst worden. Der örtliche Krisenstab teilte mit, einige technische Anlagen auf dem Gelände der Raffinerie Afipski in der Region Krasnodar seien beschädigt worden, die Tanks seien jedoch nicht betroffen. Das Feuer sei inzwischen eingedämmt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, Einheiten der Flugabwehr hätten in der Nacht über russischen Regionen 103 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört, darunter elf über Krasnodar. (Quelle: Reuters)

Update 05:53 Uhr | Russischer Drohnenangriff auf Kiew: Ein Toter und mehrere Verletzte

Bei einem erneuten nächtlichen russischen Luftangriff auf Kiew sind nach Angaben örtlicher Behörden ein Mensch getötet und elf weitere verletzt worden, darunter ein Kind. Mehrere Gebäude in verschiedenen Stadtteilen wurden beschädigt, das genaue Ausmaß der Zerstörung war zunächst unklar. Kurz nach 5 Uhr morgens wurde erneut Luftalarm ausgelöst.

Russland hatte bereits in der Nacht zu Dienstag mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallwaffen und Drohnen einen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt geflogen. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben. (Quellen: dpa, Reuters, AFP)

01:16 Uhr | Orban: Ukraine soll nach Kriegsende Pufferstaat werden

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat sich für eine Nachkriegsordnung ausgesprochen, in der die Ukraine als neutraler Pufferstaat zwischen Russland und Nato-Staaten existiert. Der "Welt am Sonntag" erklärte Orban, dies sei die einzige dauerhafte Lösung. Russland solle demnach die Gebiete behalten, die auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt würden. Der Rest der Ukraine bilde dann einen entmilitarisierten Pufferstaat bis zur östlichen Nato-Grenze.

Auch die Größe und Ausstattung der ukrainischen Streitkräfte solle laut Orban zwischen Nato und Russland festgelegt werden. Bei einem Besuch in Moskau hatte Orban am Freitag für ein baldiges Kriegsende geworben und dabei sein Interesse an stabilen Energieimporten aus Russland betont. (Quelle: dpa)

00:42 Uhr | Kiew widerspricht Moskaus Angaben zu Kupjansk

Die ostukrainische Stadt Kupjansk ist nach Angaben des obersten ukrainischen Militärs Olexander Syrskyj nicht vollständig unter russischer Kontrolle. Auf Telegram erklärte Syrskyj, ukrainische Truppen würden weiter verteidigen. Sie hielten ihre Stellungen und versuchten, russische Nachschubwege unter Feuer zu nehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor erklärt, Kupjansk sei von russischen Streitkräften eingenommen worden. Die Frontstadt in der Region Charkiw gilt als strategisch wichtig. (Quelle: Reuters)

00:13 Uhr | Rosneft-Gewinn bricht um 70 Prozent ein

Der russische Ölkonzern Rosneft hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinneinbruch um 70 Prozent verzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Nettogewinn auf 277 Milliarden Rubel – umgerechnet rund 3,1 Milliarden Euro. Als Gründe nannte Rosneft hohe Zinsen, einen stärkeren Rubel sowie niedrigere Ölpreise. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um knapp 18 Prozent auf 6,29 Billionen Rubel.

Zusätzlich belastet worden sei das Ergebnis durch gestiegene Ausgaben für sogenannte Antiterrormaßnahmen – Einzelheiten dazu nannte Rosneft nicht. Seit dem Sommer greift die Ukraine verstärkt russische Energieanlagen an. Auch westliche Ölkonzerne wie Shell und TotalEnergies hatten zuletzt rückläufige Quartalszahlen wegen fallender Ölpreise gemeldet. (Quelle: Reuters)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 28. November 2025

Der Leiter des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, ist zurückgetreten. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Jermak seine Rücktrittserklärung unterschrieben hat. Zuvor hatten Antikorruptionsermittler Jermaks Umfeld durchsucht. Es besteht Korruptionsverdacht, Details und mögliche Verbindungen zum Energieskandal bleiben offen. Jermak erklärte, er werde mit den Behörden kooperieren. Erst kürzlich hatte Selenskyj ihn zum Leiter der ukrainischen Delegation bei den Genf-Gesprächen über den US-Friedensplan ernannt.

Polen hat zwei Ukrainer und drei Belarussen unter Spionageverdacht festgenommen. Sie sollen zwischen März 2024 und Februar 2025 kritische Infrastruktur fotografiert und die Daten an ausländische Geheimdienste weitergegeben haben. Die Bezahlung lief laut Staatsanwaltschaft über Kryptowährungen. Drei Personen sitzen in Untersuchungshaft, ein Minderjähriger kommt in eine Jugendeinrichtung. Polen wirft Russland vor, einen hybriden Krieg gegen das Land zu führen, was Moskau zurückweist.

Ungarns Regierungschef Viktor Orban erklärte bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau, Ungarn werde auch künftig russisches Öl beziehen, da es zentral für die Energieversorgung sei. Putin lobte Orbans Haltung zur Ukraine-Frage. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die Reise scharf. Er verwies auf massive russische Angriffe kurz nach Orbans Moskaubesuch im vergangenen Jahr und betonte, Orban handle ohne europäische Abstimmung.

Die russische Regierung hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch auf die Liste der unerwünschten Organisationen gesetzt. Damit ist ihre Tätigkeit in Russland verboten und strafrechtliche Verfolgung von Mitarbeitern oder Unterstützern möglich. Eine Begründung wurde nicht genannt.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Samstag, 29. November 2025

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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