• Orban drängt auf neutralen Pufferstaat
  • Neue Angriffe auf Kiew
  • Ukraine: Kupjansk ist noch nicht gefallen
  • Die Ereignisse von gestern – 28. November 2025
  • Weitere Nachrichten und Podcast

01:16 Uhr | Orban: Ukraine soll nach Kriegsende Pufferstaat werden

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat sich für eine Nachkriegsordnung ausgesprochen, in der die Ukraine als neutraler Pufferstaat zwischen Russland und Nato-Staaten existiert. Der "Welt am Sonntag" erklärte Orban, dies sei die einzige dauerhafte Lösung. Russland solle demnach die Gebiete behalten, die auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt würden. Der Rest der Ukraine bilde dann einen entmilitarisierten Pufferstaat bis zur östlichen Nato-Grenze.

Auch die Größe und Ausstattung der ukrainischen Streitkräfte solle laut Orban zwischen Nato und Russland festgelegt werden. Bei einem umstrittenen Besuch in Moskau hatte Orban am Freitag für ein baldiges Kriegsende geworben und dabei sein Interesse an stabilen Energieimporten aus Russland betont. (Quelle: dpa)

01:02 Uhr | Russischer Luftangriff auf Kiew – Wohnhaus beschädigt

Bei einem russischen Angriff mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist mindestens ein Wohnhaus beschädigt worden. Nach Angaben der Behörden schlugen die Geschosse im Stadtzentrum sowie in östlichen Vororten ein. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge sind Rettungskräfte in mehreren Stadtteilen im Einsatz. Die Luftabwehr war demnach aktiv. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. (Quelle: Reuters)

00:42 Uhr | Kiew widerspricht Moskaus Angaben zu Kupjansk

Die ostukrainische Stadt Kupjansk ist nach Angaben des obersten ukrainischen Militärs Olexander Syrskyj nicht vollständig unter russischer Kontrolle. Auf Telegram erklärte Syrskyj, ukrainische Truppen führten weiterhin Verteidigungs-, Such- und Angriffsaktionen durch. Zudem hielten sie ihre Stellungen und versuchten, russische Nachschubwege unter Feuer zu nehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor erklärt, Kupjansk sei von russischen Streitkräften eingenommen worden. Die Frontstadt in der Region Charkiw gilt als strategisch wichtig. (Quelle: Reuters)

00:13 Uhr | Rosneft-Gewinn bricht um 70 Prozent ein

Der russische Ölkonzern Rosneft hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinneinbruch um 70 Prozent verzeichnet. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sank der Nettogewinn auf 277 Milliarden Rubel – umgerechnet rund 3,1 Milliarden Euro. Als Gründe nannte Rosneft hohe Zinsen, einen stärkeren Rubel sowie niedrigere Ölpreise. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um knapp 18 Prozent auf 6,29 Billionen Rubel.

Zusätzlich belastet worden sei das Ergebnis durch gestiegene Ausgaben für sogenannte Antiterrormaßnahmen – Einzelheiten dazu nannte Rosneft nicht. Seit dem Sommer greift die Ukraine verstärkt russische Energieanlagen an. Auch westliche Ölkonzerne wie Shell und TotalEnergies hatten zuletzt rückläufige Quartalszahlen wegen fallender Ölpreise gemeldet. (Quelle: Reuters)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 28. November 2025

Der Leiter des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, ist zurückgetreten. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Jermak seine Rücktrittserklärung unterschrieben hat. Zuvor hatten Antikorruptionsermittler Jermaks Umfeld durchsucht. Es besteht Korruptionsverdacht, Details und mögliche Verbindungen zum großen Energieskandal bleiben offen. Jermak erklärte, er werde mit den Behörden kooperieren. Erst kürzlich hatte Selenskyj ihn zum Leiter der ukrainischen Delegation bei den Genf-Gesprächen über den US-Friedensplan ernannt.

Polen hat zwei Ukrainer und drei Belarussen unter Spionageverdacht festgenommen. Sie sollen zwischen März 2024 und Februar 2025 kritische Infrastruktur fotografiert und die Daten an ausländische Geheimdienste weitergegeben haben. Die Bezahlung lief laut Staatsanwaltschaft über Kryptowährungen. Drei Personen sitzen in Untersuchungshaft, ein Minderjähriger kommt in eine Jugendeinrichtung. Polen wirft Russland vor, einen hybriden Krieg gegen das Land zu führen, was Moskau zurückweist.

Ungarns Regierungschef Viktor Orban erklärte bei einem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Moskau, Ungarn werde auch künftig russisches Öl beziehen, da es zentral für die Energieversorgung sei. Putin lobte Orbans Haltung zur Ukraine-Frage. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die Reise scharf. Er verwies auf massive russische Angriffe kurz nach Orbans Moskaubesuch im vergangenen Jahr und betonte, Orban handle ohne europäische Abstimmung.

Die russische Regierung hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch auf die Liste der unerwünschten Organisationen gesetzt. Damit ist ihre Tätigkeit in Russland verboten und strafrechtliche Verfolgung von Mitarbeitern oder Unterstützern möglich. Eine Begründung wurde nicht genannt.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Samstag, 29. November 2025

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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