Um die anhaltende Bandengewalt in Haiti einzudämmen, wollen die USA und Panama eine neue internationale Mission starten. Nach UN-Angaben bestehen die Banden mittlerweile zur Hälfte aus Kindern.

Die USA und Panama wollen im UN-Sicherheitsrat eine neue internationale Schutztruppe für Haiti auf den Weg bringen.

Wie die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Dorothy Shea mitteilte, soll damit die seit Langem andauernde Bandengewalt in dem Karibikstaat eingedämmt werden.

Aufbau eines Unterstützungsbüros geplant

Der Entwurf sieht zudem die Einrichtung eines Unterstützungsbüros der Vereinten Nationen vor, das die Mission logistisch begleiten soll. "Dadurch wird sichergestellt, dass die Mission über die notwendigen Mittel verfügt, um den Kampf gegen die Banden aufzunehmen", erklärte Shea.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte Anfang des Jahres die Einrichtung eines Unterstützungsbüros vorgeschlagen. Am Donnerstag forderte er auch eine konsequentere Durchsetzung des Waffenembargos gegen die Banden in Haiti.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass die meisten Waffen, die sich im Besitz der bewaffneten Gruppen befinden, aus Florida stammen.

Mission unter kenianischer Führung bisher erfolglos

Eine bereits vor zwei Jahren beschlossene Schutztruppe unter kenianischer Führung ist bisher nicht in der Lage gewesen, die öffentliche Ordnung in Haiti wiederherzustellen.

Der aktuelle Vorschlag der USA und Panama folgt auf die Bemühungen im letzten Jahr, die von Kenia geführte Mission in eine formelle UN-Friedenstruppe umzuwandeln, um ihre Ressourcen zu stärken. Russland und China lehnten das damals ab.

Mehr als eine Millionen Menschen auf der Flucht

Bewaffnete Banden kontrollieren weite Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Port-au-Prince. Laut einem UN-Sprecher bestehen sie mittlerweile zur Hälfte aus Kindern.

Wie die Vereinten Nationen weiter mitteilten, wurden in Haiti allein in den vergangenen drei Monaten 1.500 Menschen getötet. Mehr als eine Million Menschen seien dort auf der Flucht.

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