Im neuen Frankfurter "Tatort: Licht" (30. November, 20:15 Uhr, Das Erste) kehrt die Hamburger Schauspielerin Maren Eggert (51) in einer Episodenhauptrolle auf die große Krimibühne zurück - als verzweifelte Mutter, die seit sechs Jahren unermüdlich nach ihrer verschwundenen Tochter sucht. Die Figur lebt von innerer Zerrissenheit: eine Frau zwischen Hoffnung und Resignation, deren ganze Existenz sich auf die eine Frage verengt, was mit ihrem Kind geschehen ist. In den Szenen legt Eggert diese Verzweiflung nicht laut an, sondern als stille, fast körperlich spürbare Erschöpfung, die jede Begegnung mit den Kommissaren Maryam Azadi (Melika Foroutan, 49) und Hamza Kulina (Edin Hasanovic, 33) emotional auflädt.
Jahre mit Borowski
Für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ist der "Tatort: Licht" auch ein Wiedersehen mit einem vertrauten Sonntagskrimi-Gesicht: Maren Eggert prägte von 2003 bis 2010 sowie in späteren Gastauftritten 2015 und 2025 als Polizeipsychologin Frieda Jung die Kieler Fälle an der Seite von Axel Milberg (69) als Klaus Borowski.
Ihre Figur war dort mehr als nur beratende Expertin; sie war moralischer Spiegel und emotionales Korrektiv eines oft sperrigen Kommissars. Gerade in den dialogstarken Szenen zwischen Jung und Borowski zeigte sich Eggerts Stärke, innere Konflikte über feine Gesten und minimale Veränderungen in Mimik und Stimme sichtbar zu machen.
Highlight-Folgen mit Frieda Jung
Zu den markanten Auftritten gehört insbesondere die bedrohliche Konstellation in "Tatort: Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" (2015), in der die Hauptfiguren erneut auf den Serienmörder Kai Korthals (Lars Eidinger, 49) treffen. Hier steht Frieda Jung selbst stärker im Fokus, weil der Täter ihr und Borowski psychologisch so nahe rückt, dass berufliche Distanz kaum noch möglich ist.
Ebenfalls hervorgehoben werden oft die frühen Kieler Fälle, in denen sich das Verhältnis zwischen Borowski und der Psychologin überhaupt erst entwickelt - von der professionellen Zusammenarbeit hin zu einer komplizierten Nähe, die die Figur Jung für das Publikum so erinnerungswürdig gemacht hat. Die finale Folge lief im März 2025.
Karriere abseits des "Tatort"-Kosmos
Parallel zu ihren Fernsehrollen hat Maren Eggert eine kontinuierliche Karriere im deutschen Autoren- und Arthouse-Kino aufgebaut, etwa mit Filmen wie "Die Apothekerin", "Das Experiment", "Marseille", "Die Frau am Ende der Straße" und "Das Gelübde".
2021 wurde sie für ihre Hauptrolle im Film "Ich bin dein Mensch" mit dem Silbernen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin sowie mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, was ihren Ruf als eine der prägnantesten Schauspielerinnen ihres Jahrgangs festigte. Seit der Spielzeit 2009/10 ist sie zudem festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin und steht dort regelmäßig in zeitgenössischen wie klassischen Inszenierungen auf der Bühne.
Doch damit nicht genug, laut "IMDb" steht im kommenden Jahr unter anderem der Kinofilm "Gavagai" auf dem Programm. Kinostart des des Dramas von Regisseur Ulrich Köhler ist für den 30. April 2026 geplant.
Ein Blick ins Privatleben
Über ihr Privatleben ist vergleichsweise wenig bekannt, doch einige Eckdaten sind öffentlich: Maren Eggert wurde am 30. Januar 1974 in Hamburg-Bergedorf geboren und lebt heute zusammen mit ihrem langjährigen Partner, dem Dortmunder Schauspieler Peter Jordan (58), in Berlin. Kennengelernt hatten sich die beiden bereits Mitte der 1990er Jahre während des gemeinsamen Theaterengagements am Schauspielhaus Bochum. Im September 2016 verriet Jordan, dass das Paar das zweite Kind erwartet.
Neben ihrer Arbeit engagiert sie sich in Berlin unter anderem als deutsche Botschafterin der UN-Dekade "Biologische Vielfalt", was ihr öffentliches Bild als eher zurückhaltende, aber gesellschaftlich wache Künstlerin unterstreicht.
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