Mehr als eine halbe Millionen Vögel sind in Sachsen seit Oktober aufgrund der Geflügelpest gestorben. Insgesamt wurden rund 594.000 Tiere getötet oder verendeten, wie das Gesundheitsministerium MDR SACHSEN mitteilte.

Landkreis Meißen besonders betroffen

Mehr als 90 Prozent der registrierten Fälle lagen in der Gemeinde Ebersbach im Landkreis Meißen: 550.000 Legehennen mussten laut Ministerium dort im Dezember in einem Betrieb gekeult werden oder starben an der Krankheit. In der selben Gemeinde war außerdem ein Betrieb mit 8.180 Puten betroffen.

Mehr als 90 Prozent der seit Oktober in Sachsen mit Geflügelpest registrierten Tiere waren Hühner. (Symbolbild)Bildrechte: picture alliance / Karl-Josef Hildenbrand/dpa | Karl-Josef

29.000 Puten im Landkreis Leipzig gestorben

Auch im Landkreis Leipzig wurden mehrere Fälle gemeldet: In Grimma traf es rund 6.600 Gänse, in Geithain Anfang 2026 etwa 29.000 Puten. Kleinere private Geflügelhaltungen waren unter anderem in Wermsdorf (Kreis Nordsachsen) und Hohendubrau (Kreis Görlitz) betroffen.

Pelikane in Leipziger Zoo getötet

Neben landwirtschaftlichen Betrieben brach die Geflügelpest auch in Zoos aus. Im Leipziger Zoo wurden neun Pelikane getötet oder starben an der Krankheit. im Chemnitzer Zoo wurden Ende Januar den Angaben zufolge 67 Enten, Gänse und Hühner positiv auf das Virus getestet.

Im Landkreis Leipzig fiel ein Rotmilan der Seuche zum Opfer.Bildrechte: picture alliance / ZB | Jens Büttner

Auch Wildvögel wie Uhu oder Rotmilan infiziert

Auch bei Wildvögeln zeigt sich ein dynamisches Geschehen. Seit Herbst 2025 wurden 51 bestätigte Fälle gemeldet – teils mit einem Tier, teils mit dutzenden betroffenen Wildvögeln. Bei weiteren 22 Verdachtsfällen steht die Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut noch aus. Besonders häufig betroffen waren Wild- und Graugänse, Schwäne, Kraniche und Möwen. Aber auch Raubvögel wie Uhu, Rotmilan oder Bussard waren unter den infizierten Tieren.

Fälle von Geflügelpest deutlich gestiegen

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich die Lage deutlich verschärft. Zwischen Oktober 2024 und September 2025 waren in Sachsen lediglich ein Fall in einer Geflügelhaltung sowie sieben Nachweise bei Wildvögeln registriert worden, hieß es vom Ministerium.

MDR (jwi)

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