- Russen rücken auf Kostjantyniwka südlich von Slowjansk und Kramatorsk vor
- Mutmaßlicher Attentäter auf russischen General in Dubai festgenommen
- Massiver Stromausfall in Kiew und Teilen der Westukraine
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
17:35 Uhr | Russen rücken auf Kostjantyniwka südlich von Slowjansk und Kramatorsk vor
Ukrainische Soldaten in einem Industriegebiet bei Kostjantyniwka (Archivbild vom 7. Januar 2026).Bildrechte: IMAGO/Anadolu AgencyRussische Truppen sind nach ukrainischen und westlichen Angaben im Gebiet von Kostjantyniwka in der Region Donezk vorgerückt. Wie das ukrainische Analyseprojekt Deepstate meldet, stießen die Russen unter anderem bei Stepaniwka südwestlich von Kostjantyniwka vor. Das US-Institut für Kriegsstudien ISW berichtete, dass die Russen auch nördlich, östlich und südlich von Kostjantyniwka angriffen. Der russische Telegram-Kanal "Warhronika" (Kriegschronik) meldete unter Verweis auf "westliche Medien und Analysten", dass sich die ukrainische Gruppe in Kostjantyniwka in einer "fast ausweglosen Situation" befinde. Kostjantyniwka liegt südlich von Slowjansk und Kramatorsk, um die laut Deepstate-Analysten die künftige "Hauptschlacht um Donezk" toben wird. (Quellen: Deepstate, ISW, Telegram, Ukrinform)
16:05 Uhr | Selenskyj: Nächste Gespräche mit Russland in den USA geplant
Die US-Regierung lädt nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der kommenden Woche zu einer neuen Gesprächsrunde mit Russland ein. Washington habe erstmals vorgeschlagen, dass sich die ukrainischen und russischen Unterhändler das nächste mal in den USA treffen. Das Treffen zwischen den Delegationen der Ukraine, Russlands und der USA soll demnach in Miami abgehalten werden. Die Ukraine habe den Gesprächen in den USA zugestimmt, sagte Selenskyj . Zugleich betonte er erneut, dass Kiew keine ausschließlich zwischen Moskau und Washington ausgehandelten Vereinbarungen akzeptieren werde, welche die Ukraine beträfen. (Quelle: AFP)
14:09 Uhr | Kiew: Putin und Selenskyj müssen persönlich letzte offene Punkte klären
Ukrainischer Präsident Selenskyj mit seinem Außenminister Sybiha (Archivbild)Bildrechte: picture alliance / Ritzau Scanpix | Mads Claus RasmussenDer ukrainische Außenminister Andrij Sybiha dringt auf ein Treffen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und Russlands Staatschef Wladimir Putin, um letzte Streitpunkte bei Friedensverhandlungen zu klären. Er rief US-Präsident Donald Trump zur Vermittlung auf. Nur der könne den Krieg beenden. Trump solle jetzt Druck machen, bevor Faktoren wie die US-Zwischenwahlen im November ins Spiel kämen. Sybiha zufolge sind von Trumps 20-Punkte-Friedensplan nur wenige Punkte offen. Die schwierigsten müssten auf Ebene der Staatschefs behandelt werden. Als größte Hürden gelten Gebietsfragen und die Kontrolle über das AKW Saporischschja. Eine zentrale Frage seien westliche Sicherheitsgarantien. (Quelle: Reuters)
12:38 Uhr | Ukraine verhängt Sanktionen gegen russische Waffen-Zulieferer
Die ukrainische Regierung geht gegen Unternehmen vor, die Bauteile für russische Drohnen und Raketen liefern. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf X, die Produktion dieser Waffen wäre ohne ausländische Komponenten unmöglich. Er habe Sanktionen gegen Zulieferer und Hersteller unterzeichnet. Betroffen sind demnach Unternehmen unter anderem aus China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Panama. (Quelle: Reuters)
11:20 Uhr | Russland meldet Geländegewinne
Das russische Verteidigungsministerium meldet Geländegewinne im Osten der Ukraine. Die Streitkräfte hätten die Ortschaften Hluschiwka im Raum Charkiw und Sydoriwka in der Region Sumy eingenommen, berichten russische Agenturen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Der ukrainische Energiekonzern Naftogaz beklagt indes neue russische Angriffe und Schäden an seinen Gasanlagen in der östlichen Region Poltawa. Laut dem Untenehmen war es der 19. gezielte Angriff auf Standorte von Naftogaz seit Jahresbeginn. (Quelle: Reuters)
09:10 Uhr | Verdächtige nach Attentat auf russischen General gefasst
Nach den Schüssen auf den Vizechef des russischen Militärgeheimdienstes, Wladimir Alexejew, sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Wie russische Medien unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB melden, wurde der mutmaßliche Attentäter in Dubai gefasst. Der 1960 geborene russische Staatsbürger sei an Russland übergeben worden. Ein Komplize sei in Moskau festgenommen worden. Eine weitere mutmaßliche Komplizin ist den Angaben zufolge in die Ukraine geflohen.
Alexejew war nach Behördenangaben am Freitag in einem Wohnhaus in Moskau angeschossen worden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf Kiew eine Beteiligung an der Tat vor. (Quelle: dpa)
06:55 Uhr | Schwere Schäden am Stromnetz der Ukraine – AKW müssen Energieerzeugung drosseln
Infolge massiver russischer Raketen- und Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur haben alle vier ukrainischen Atomkraftwerke ihre Stromproduktion reduziert. Das Energieministerium meldete auf Telegram schwere Schäden an Umspannwerken sowie 750-kV- und 330-kV-Hochspannungsleitungen.
In der Hauptstadt Kiew gibt es nach Angaben des Versorgers DTEK derzeit nur zwei Stunden Strom am Tag. Durch die russischen Angriffe am Samstag habe die Ukraine einen "bedeutenden Teil der verfügbaren Elektroenergie" verloren. Im westukrainischen Gebiet Iwano-Frankiwsk sei das wichtige regionale Wärmekraftwerk Burschtyn nach russischen Angriffen komplett ausgefallen
Es werde versucht, das Netz durch Stromimporte sowie Beschränkungen des Stromverbrauchs auszubalancieren. In den meisten Regionen seien Notfallstromabschaltungen angeordnet worden. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj setzte Russland gestern mehr als 400 Kampfdrohnen und rund 40 Raketen ein. (Quellen: dpa, Ukrinform)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 7. Februar 2026
Nach einem Bericht des ARD Studios Kiew erklärte Selenskyj bei einem Treffen mit Medienvertretern in der ukrainischen Hauptstadt, die USA hätten in Abu Dhabi vorgeschlagen, den Krieg bis Juni zu beenden. Selenskyj fürchte zugleich, dass die Regierung den Druck auf Kiew weiter erhöht.
Russland hat erneut die ukrainische Energieinfrastruktur mit mehr als 400 Drohnen und rund 40 Raketen angegriffen. Besonders betroffen war das Stromnetz in der Westukraine. Es kam zu Stromausfällen, zudem forderte die Ukraine Nothilfe aus Polen an.
Nach Ansicht des Leiters der Münchner Sicherheitskonferenz könnte die russische Bedrohung an der Nato-Ostflanke sich nach einem Waffenstillstand in der Ukraine noch verschärfen. Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte Wolfgang Ischinger, wie der Krieg in der Ukraine ende, sei "für Deutschland und Europa die Schicksalsfrage".
00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 8. Februar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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