- Die Friedensverhandlungen in Abu Dhabi werden am Donnerstag fortgesetzt
- Die Ukraine warnt die Bevölkerung vor weiteren Stromausfällen nach russischen Angriffen
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
03:00 Uhr | Ukraine-Friedensgespräche werden fortgesetzt
Der erste Tag der von den USA vermittelten Gespräche in Abu Dhabi wurde von der ukrainischen Seite als substanziell und produktiv bewertet. Daran nehmen neben den Delegationen aus Kiew und Moskau auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, teil. Die Gespräche sollen am Donnerstag fortgesetzt werden.
Die Positionen der Kriegsparteien liegen weiter weit auseinander. Moskau fordert den Abzug der ukrainischen Truppen aus der gesamten Region Donezk als Vorbedingung für eine Einigung. Kiew lehnt dies ab und fordert stattdessen ein Einfrieren des Konflikts entlang der aktuellen Frontlinie. (Quelle: Reuters)
02:00 Uhr | Ukraine warnt vor weiteren Stromausfällen nach russischen Angriffen
Der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal hat die Bevölkerung am Mittwoch vor einer Verschärfung der geplanten Stromabschaltungen in den kommenden Tagen gewarnt. Zudem bestehe die Gefahr, dass die russischen Streitkräfte neue Luftangriffe starten könnten, um die Strom- und Heizungsnetze weiter lahmzulegen, sagte Schmyhal. Die Lage bei der Energieversorgung bleibe sehr schwierig. "Dies hängt mit dem letzten Angriff zusammen und der Tatsache, dass die Erzeugungsausfälle im Stromsystem immer noch erheblich sind", schrieb Schmyhal auf Telegram.
In der Hauptstadt Kiew seien mehr als 200 Notfallteams im Einsatz, um die Wärmeversorgung nach den russischen Angriffen im Januar wiederherzustellen. Dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge waren am Dienstag noch mehr als 1100 Gebäude ohne Heizung. (Quelle: Reuters)
01:30 Uhr | Selenskyj: Wir erwarten Austausch Kriegsgefangener
Vor dem Hintergrund der laufenden Gespräche mit Moskau und Washington rechnet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einem baldigen Austausch von Kriegsgefangenen. In seiner abendlichen Videobotschaft sagte er, es werde einen wichtigen Schritt geben - hin zum Austausch von Gefangenen. Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen morgen in Abu Dhabi weitergehen. Zuvor hatte auch der Kiewer Chefunterhändler, Rustem Umjerow, von einem Gefangenenaustausch gesprochen. (Quelle: dpa)
01:10 Uhr | Selenskyj: 55.000 ukrainische Soldaten gefallen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beziffert die Zahl der im Krieg gegen Russland getöteten Soldaten auf 55.000. Dies sei die offizielle Zahl der Gefallenen, sagt Selenskyj in einem Interview des Senders France 2. Dazu gehörten sowohl Berufssoldaten als auch Wehrpflichtige. Hinzu komme eine große Anzahl an Vermissten. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 4. Februar 2026
In Abu Dhabi haben die Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern unter Vermittlung der USA begonnen. Am ersten Gesprächstag gab es keine Anzeichen für einen Durchbruch. Die russische Regierung hält an ihren Forderungen fest. Russische Truppen würden so lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die Regierung in Kiew Entscheidungen zur Beendigung des Krieges treffe, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Die Verhandlungen werden von schweren Kämpfen überschattet. Kurz nach Beginn der Gespräche schlugen russische Raketen nach ukrainischen Angaben auf einem Markt in der Ostukraine ein. Dabei wurden dem Gouverneur der Region Donezk zufolge mindestens sieben Menschen getötet und 15 verletzt. Die Regierung in Kiew wirft Moskau vor, eine von den USA unterstützte Waffenruhe in der vergangenen Woche zur Aufstockung seiner Munitionsbestände genutzt zu haben.
Die Botschafter der EU-Staaten haben die Einzelheiten für ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen an die Ukraine gebilligt. Sie hätten sich bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen in Brüssel geeinigt, sagen Diplomaten. Mit der Initiative soll der Großteil des Finanzbedarfs der Regierung in Kiew in den Jahren 2026 und 2027 gedeckt und die Verteidigung gegen die russische Invasion unterstützt werden. Die Vereinbarung muss noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden.
Die zur Verteidigung der Nato-Ostflanke aufgestellte Litauen-Brigade der Bundeswehr ist deutlich erweitert worden. Am Mittag übernahm der Großverband bei einem Appell in der litauischen Großstadt Kaunas offiziell das Kommando. Teile der russischen Stadt Belgorod sind in der Nacht nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen ohne Strom gewesen. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow teilte auf seinem Telegram-Kanal mit, dass die Arbeiten zur Wiederherstellung der Strom- und Wärmeversorgung in den betroffenen Gebieten noch andauern.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 5. Februar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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