• Erster Verhandlungstag in Abu Dhabi beendet
  • Russland gibt laut BND-Analyse mehr Geld für Militär aus als angegeben
  • In Abu Dhabi starten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine
  • Bei einem russischen Drohnenangriff auf Saporischschja gab es Tote
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

19:15 Uhr | Erster Verhandlungstag in Abu Dhabi zu Ende

In Abu Dhabi sollen die Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern unter Vermittlung der USA fortgesetzt werden, ohne dass es Anzeichen für einen Durchbruch gibt. Die Arbeit sei substanziell und produktiv gewesen, teilte der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Rustem Umerow, am Abend nach Ende des ersten Verhandlungstages auf X mit.

An den zweitägigen Beratungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten nehmen auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, teil. Insidern zufolge sollen die Beratungen morgen weitergehen. (Quelle: Reuters)

17:59 Uhr | Podcast: Erst Feuerpause, dann Großangriff

Es war eine sehr begrenzte Feuerpause, die US-Präsident Trump vor dem vergangenen Wochenende verkündete. Russland habe zugesagt, für eine Woche die Luftangriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur ruhen zu lassen. Auch die Ukraine erklärte, sie werde auf solche Angriffe verzichten.

Laut Ex-Nato-General Erhard Bühler gab es die begrenzte Feuerpause tatsächlich, allerdings nur für drei Tage über das Wochenende. Danach habe Russland den bisher schwersten Luftangriff gegen die ukrainische Infrastruktur in diesem Jahr gestartet, mit Hunderten Drohnen sowie Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern. Mehr dazu im Podcast "Was tun, Herr General".

16:29 Uhr | EU-Botschafter einigen sich auf Milliardenkredit

Die Botschafter der EU-Staaten haben die Einzelheiten für ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen an die Ukraine gebilligt. Sie hätten sich bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen in Brüssel geeinigt, sagen Diplomaten. Mit der Initiative, auf die sich die EU-Staats- und Regierungschefs bereits im Dezember verständigt hatten, soll der Großteil des Finanzbedarfs der Regierung in Kiew in den Jahren 2026 und 2027 gedeckt und die Verteidigung gegen die russische Invasion unterstützt werden.

Zwei Drittel der Mittel sollen für Militärhilfe und ein Drittel für die allgemeine Haushaltsunterstützung verwendet werden. Die Vereinbarung muss noch vom Europäischen Parlament gebilligt werden. (Quelle: Reuters)

14:06 Uhr | Mehr Bundeswehr-Soldaten sichern Nato-Ostflanke

Die zur Verteidigung der Nato-Ostflanke aufgestellte Litauen-Brigade der Bundeswehr ist deutlich erweitert worden. Am Mittag übernahm der Großverband bei einem Appell in der litauischen Großstadt Kaunas offiziell das Kommando. Die Multinational Battlegroup Lithuania besteht aus Soldaten mehrerer Nato-Staaten.

Der Aufbau der Brigade, die offiziell Panzerbrigade 45 genannt wird, soll 2027 abgeschlossen sein. 4800 Soldaten, eingeteilt in fünf Bataillone, und 200 zivile Mitarbeiter der Bundeswehr sollen als Brigade Litauen dauerhaft und teils mit ihren Familien in der südlichsten der baltischen Republiken stationiert werden. (Quelle: AFP)

12:48 Uhr | Razzia bei AfD-Abgeordneten wegen möglichen Verstoßes gegen Belarus-Embargo

Der sächsische Landtagsabgeordnete Jörg Dornau (AfD) ist am Mittwoch von Kräften des Zollfahndungsamts aus dem Plenaramt geführt und durchsucht worden. Auch seine Wohnung sowie seine Geschäftsräume und Autos wurden durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig mitteilte.

Dornau soll gegen ein Exportverbot nach Belarus verstoßen haben, welches aufgrund von Menschenrechtsverletzungen, der Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg sowie sogenannter hybrider Angriffe hat die Europäische Union besteht.(Quelle AFP)

11:48 Uhr | Kreml hält vor Friedensgesprächen an seinen Positionen fest

Zu Beginn der neuen Friedensgespräche in Abu Dhabi hält die russische Regierung an ihren Forderungen fest. Russische Truppen würden so lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die Regierung in Kiew Entscheidungen zur Beendigung des Krieges treffe, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Ukraine lehnt die russische Forderung ab, auf die gesamte östliche Region Donezk zu verzichten. Dort hat die Ukraine eine ihrer stärksten Verteidigungslinien aufgebaut. (Quelle: Reuters)

11:26 Uhr | Tote bei russischen und ukrainischen Angriffen kurz vor Gesprächen in Abu Dhabi

Bei russischen und ukrainischen Angriffen sind insgesamt vier Menschen gestorben. So seien in der Region Dnipropetrowsk eine 68-jährige Frau und ein 38 Jahre alter Mann bei russischen Drohnenangriffen getötet worden, erklärte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung am Mittwoch im Onlinedienst Telegram.

Die von Moskau eingesetzten Behörden erklärten derweil, dass bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der fast vollständig von russischen Streitkräften kontrollierten ostukrainischen Region Luhansk am Vorabend ein junger Mann und eine 20 Jahre alte Frau getötet worden seien. Die Angriffe erfolgten kurz vor neuen direkten Gesprächen zwischen Unterhändlern aus Kiew und Moskau, die am Mittwoch in Abu Dhabi stattfinden sollen. (Quelle: AFP)

09:07 Uhr | Stromausfall im russischen Belgorod

Teile der russischen Stadt Belgorod sind in der Nacht nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen ohne Strom gewesen. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow teilte am frühen Morgen auf seinem Telegram-Kanal mit, dass die Arbeiten zur Wiederherstellung der Strom- und Wärmeversorgung in den betroffenen Gebieten noch andauern. Die Region Belgorod, die an die ukrainische Region Charkiw angrenzt und vor dem Krieg 1,5 Millionen Einwohner zählte, ist immer wieder Ziel ukrainischer Streitkräfte. (Quelle: Reuters)

07:23 Uhr | BND: Russische Militärausgaben höher als behauptet

Nach einer Analyse des Bundesnachrichtendienstes (BND) liegen die militärischen Ausgaben Russlands um bis zu 66 Prozent höher als offiziell dargestellt. So seien etwa Bauvorhaben des Verteidigungsministeriums, IT-Projekte des Militärs oder Sozialleistungen für Angehörige der Streitkräfte nicht im Verteidigungs-, sondern in anderen Teilen des Etats aufgeführt worden, stellte der deutsche Auslandsgeheimdienst in einer seit längerem laufenden Analyse fest. 

Das liege nach BND-Angaben daran, dass die russische Definition von Militärausgaben sich stark von der der NATO unterscheide. Der deutsche Auslandsgeheimdienst schätzt die militärischen Ausgaben Russlands für das vergangene Jahr auf rund 250 Milliarden Euro und damit auf etwa zehn Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukt (BIP). (Quelle: DPA)

04:00 Uhr | Neue Gesprächsrunde zwischen Kiew und Moskau in Abu Dhabi

Unterhändler aus Kiew und Moskau wollen am Mittwoch in Abu Dhabi zu weiteren direkten Gesprächen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs zusammenkommen. Die für zwei Tage angesetzten Verhandlungen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate werden von den USA vermittelt. Der Termin für das trilaterale Treffen war ursprünglich für Sonntag geplant gewesen, wurde aber auf Mittwoch verschoben. 

Vertreter Moskaus und Kiews hatten vor anderthalb Wochen erstmals direkt miteinander über den US-Plan zur Beendigung der Kämpfe gesprochen. Beide Seiten sind sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen inzwischen in mehreren Punkten einig. Hauptstreitpunkt bei den Verhandlungen bleibt jedoch die Forderung Moskaus nach einem Rückzug der Ukraine aus der Region Donezk, der von Kiew entschieden abgelehnt wird. Die wichtige Industrieregion gehört zur Ukraine, ist aber teilweise von russischen Truppen besetzt. (Quelle: AFP)

02:00 Uhr | Trump ruft Putin zu Beendigung des Krieges in der Ukraine auf

Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe auf die Ukraine hat US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges aufgerufen. "Ich will, dass er den Krieg beendet", sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass Putin die einwöchige Feuerpause nicht verlängert habe, antwortete Trump: "Ich würde mir das von ihm wünschen." Zugleich äußerte der US-Präsident sich anerkennend über Putin. Der Kreml-Chef habe "sein Wort gehalten", indem er die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte für den vereinbarten Zeitraum ausgesetzt habe. Eine Woche sei "viel", sagte Trump und fügte hinzu: "Wir nehmen alles, denn es ist dort wirklich sehr, sehr kalt." (Quelle: AFP)

00:25 Uhr | CDU-Außenpolitiker Hardt: Kreml hat kein Interesse an Frieden

Vor den geplanten Gesprächen zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern in Abu Dhabi warnt der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt vor zu großen Erwartungen. "Die Erfahrung lehrt, dass hohe Erwartungen an Friedensverhandlungen mit Putin unangebracht sind. Russland zeigt durch seine bewussten Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur, dass der Kreml kein Interesse an Frieden hat, sondern den kalten Winter nutzt, um die Moral des ukrainischen Volkes zu untergraben", sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zweck der Verhandlungen sei für Russland Präsidenten Wladimir Putin ein Zeit- und Punktgewinn, sein Ziel bleibe die Unterwerfung der Ukraine und die Schwächung des freien Europas. (Quelle: dpa)

00:10 Uhr | Tote bei Drohnenangriff auf Saporischschja

Durch einen russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach örtlichen Angaben mindestens zwei Zivilisten getötet worden. Gebietsgouverneur Iwan Fedorow sprach von einem jungen Mann und einer jungen Frau, die beide 18 Jahre alt waren. Außerdem seien acht Menschen verletzt worden. 

Die ukrainische Luftwaffe verzeichnete nachmittags sowohl Drohnenattacken als auch den Abwurf von Lenkbomben auf Saporischschja. Der Angriff ereignete sich, bevor Vertreter der Ukraine und Russlands am Mittwoch unter US-Vermittlung in Abu Dhabi über Wege zu einem Kriegsende sprechen wollen. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 3. Februar 2026

Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw sind erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden. In Kiew wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen. Die Großstadt Charkiw im Osten des Landes wurde in der Nacht von mindestens zwei Raketen getroffen.

Durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur sind in Kiew 1.170 Wohngebäude ohne Heizung. Ein monumentales Weltkriegs-Mahnmal in Kiew wurde beschädigt. Der ukrainische Präsident Wolodomir Selenskyj warf Russland einen Verstoß gegen die Teilwaffenruhe vor.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte traf zu einem Besuch in Kiew ein. Ein Video zeigte ihn und Selenskyj bei einer Kranzniederlegung an einem Mahnmal, das an die während des russischen Angriffskrieges getöteten ukrainischen Soldaten erinnert. Das Treffen fand kurz vor neuen Gesprächen über eine Beendigung des Krieges statt.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 4. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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