- 1,2 Millionen ukrainische Haushalte nach Luftangriffen ohne Strom
- Ukrainer melden russischen Vormarsch im Norden von Charkiw
- Toter und Verletzte bei Angriffen auf Kiew und Charkiw
- Die Ereignisse gestern – 23. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
12:41 Uhr | Russland meldet Einnahme von weiterem Dorf in Region Charkiw
Russland hat nach eigenen Angaben das Dorf Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw eingenommen. Zudem hätten die Truppen in der Nacht ukrainische Drohnenstellungen und Energieanlagen angegriffen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. (Quelle: Reuters)
12:33 Uhr | 1,2 Millionen ukrainische Haushalte nach Luftangriffen ohne Strom
Russland hat nach ukrainischen Angaben bei seinen jüngsten Luftschlägen erneut die Energieversorgung der Ukraine angegriffen und gut 1,2 Millionen Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Wie Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte, fiel in der Hauptstadt bei Temperaturen um minus zehn Grad in fast 6.000 Gebäuden die Heizung aus. Nach Angaben des ukrainischen Vizeregierungschefs Olexij Kuleba waren in Kiew 800.000 und in der nördlichen Region Tschernihiw 400.000 Menschen ohne Strom. (Quelle: Reuters)
12:05 Uhr | Ukrainer melden russischen Vormarsch im Norden von Charkiw
Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben ihren Vormarsch in der Gegend von Wowtschansk (russisch: Woltschansk) im Norden der Region Charkiw fortgesetzt. Das hat das militärnahe ukrainische Analyseportal Deepstate gemeldet. "Der Feind setzt seinen Druck im Gebiet von Wowtschansk fort", heißt es in einem entsprechenden Telegram-Post. Konkret ist von einem Vormarsch in der Nähe von Sinelnykowe und Tsehelne die Rede. Auch die umkämpfte Grauzone in Wilcha habe sich vergrößert. Dem Deepstate-Update zufolge störten die Russen auch die Logistik in der Region, was es erschwere, die Verteidigung von Wowtschansk und Umgebung aufrechtzuerhalten. (Quelle: Deepstate)
09:19 Uhr | Selenskyj pocht auf Umsetzung von Trump-Absprachen zur Luftabwehr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren russischen Angriffen auf Energieanlagen die vollständige Umsetzung der mit US-Präsident Donald Trump getroffenen Absprachen zur Luftabwehr gefordert. Die in Davos vereinbarten Maßnahmen müssten "vollständig umgesetzt" werden, sagt er. Selenskyj und Trump hatten sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos getroffen und über Unterstützung bei der Luftabwehr gesprochen, ohne jedoch Details zu nennen. (Quelle: Reuters)
09:16 Uhr | Fast 6.000 Gebäude in Kiew ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Angriff in der Nacht fast 6.000 Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Dies teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Die Außentemperatur lag am Morgen in Kiew bei minus 12 Grad. (Quelle: Reuters)
08:05 Uhr | Altkanzler Schröder gegen "Dämonisierung" Russlands
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder nennt Russlands Krieg in der Ukraine zwar völkerrechtswidrig, warnt aber vor einer "Dämonisierung" Russlands. "Natürlich ist der Krieg in der Ukraine nicht zu respektieren, auch nicht zu relativieren. Er ist völkerrechtswidrig, eine Verletzung der Menschenrechte", schreibt der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für die "Berliner Zeitung". Es müssten aber alle diplomatischen Mittel genutzt werden, um den Krieg zu stoppen. Er sei "auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind". Heute sei viel von militärischen "Fähigkeiten" die Rede, doch Deutschland und Europa bräuchten in erster Linie "Friedensfähigkeit", betont Schröder. (Quelle: dpa)
07:22 Uhr | Nato will an Ostflanke auf Roboter-Systeme setzen
Die Nato will an der Ostgrenze digital aufrüsten. Bundeswehr-Brigadegeneral Thomas Lowin kündigte in der "Welt am Sonntag" eine automatisierte Zone mit Robotertechnik an. Der Vormarsch von Angreifern solle künftig zunächst mit Hightech aufgehalten werden. Entlang der Grenze zu Russland und Belarus solle ein Abschnitt entstehen, der ferngesteuert überwacht werde und den ein Gegner erst überwinden müsste. Diese Zone werde weitgehend menschenleer sein. Lowin ist Vize-Chef für Operationen im Nato-Landkommando. Nach seinen Angaben berücksichtigt das neue Konzept die Erfahrungen der Ukraine im Kampf gegen Russland. (Quelle: dpa)
Update 07:05 Uhr | Toter und Verletzte bei Angriffen auf Kiew und Charkiw
Bei russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und im ostukrainischen Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von Treffern auf mehrere Wohngebäude. Dabei sei eine Person getötet und vier weitere verletzt worden. In mehreren von Drohnentrümmern getroffenen Gebäuden sei Feuer ausgebrochen. Zudem sei die Wärme- und Wasserversorgung in Teilen der Hauptstadt unterbrochen worden. Der Bürgermeister von Charkiw, Ihor Terechow, meldete bei Telegram Drohnentreffer auf mehrere Wohngebäude. Es gebe mindestens 19 Verletzte. Manche Opfer seien unter Gebäudetrümmern eingeschlossen worden. (Quellen: AFP, dpa)
00:26 Uhr | Ukraine: Gespräche in Abu Dhabi über Kriegsende-Parameter
Beim ersten Verhandlungstag in Abu Dhabi ging es nach ukrainischen Angaben um die Parameter für eine Beendigung des Krieges sowie um die weitere Struktur des Verhandlungsprozesses. Das teilte der ukrainische Delegationsleiter Rustem Umerow mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, entscheidend sei, ob Russland bereit sei, den begonnenen Krieg zu beenden. Für ein Fazit sei es jedoch noch zu früh. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 23. Januar 2026
In Abu Dhabi haben Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA erstmals offizielle Dreier-Gespräche unter amerikanischer Vermittlung aufgenommen. Die Verhandlungen begannen gestern Abend, wurden vertagt und sollen heute fortgesetzt werden. Zum bisherigen Verlauf wurde nichts bekannt.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen Gebietsfragen, insbesondere der Donbass. Russland fordert dort Gebiete, während die Ukraine bislang ablehnt, unbesetzte Regionen freiwillig abzutreten. Eine mögliche Einigung gilt als Voraussetzung für eine Waffenruhe und für einen Friedensplan von US-Präsident Donald Trump.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Donbass-Frage sei zentral. An den Gesprächen an Freitag und Samstag sollten alle drei Seiten ihre Positionen darlegen und diskutieren. Selenskyj sagte zudem, er warte auf ein Treffen mit Trump sowie auf Angaben zu Datum und Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens über US-Sicherheitsgarantien. Außerdem habe er mit Trump über zusätzliche Raketen für die Luftabwehr und die Einrichtung einer freien Wirtschaftszone gesprochen.
Unterdessen leidet die Ukraine weiter unter den Folgen russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko sind in der Hauptstadt weiterhin 1.940 Wohnungen ohne Heizung und müssen erneut an das Netz angeschlossen werden.
Die Europäische Union kündigte an, der Ukraine knapp 450 weitere Notstromgeneratoren im Wert von 3,7 Millionen Euro zu liefern. Sie sollen vor allem Krankenhäuser, Unterkünfte und kritische Dienste absichern.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Samstag, 24. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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