- EU schickt Ukraine mehr Notstromaggregate
- Sicherheitsfragen im Fokus: Treffen in Abu Dhabi bestätigt
- Keine Details nach Treffen zwischen Putin und US-Gesandten
- Die Ereignisse gestern – 22. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
17:05 Uhr | Strack-Zimmermann: Trump wird Europa fordern
Die Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat weiter große Zweifel, dass Russlands Präsident Wladimir Putin Frieden will. Die EU-Abgeordnete sagte MDR AKTUELL zu dem Treffen von russischen, ukrainischen und amerikanischen Vertretern in Abu Dhabi, auch Europa müsse mehr tun: "Zu glauben, das werden die Amerikaner schon machen, das können wir vergessen. Deswegen braucht es ein Commitment der europäischen Staaten – allen voran Deutschland."
Die FDP-Politikerin sagte: "Die Europäer sind wie sie sind – nämlich, dass sie letztendlich abwarten in der Hoffnung, dass sie nicht so gefordert sind. Aber Trump wird uns fordern." Im Kreml sieht Strack-Zimmermann keinen Friedenswillen. Putin wolle die Ukraine ausbluten lassen. Das zeige die Art seiner Kriegsführung. Verhalten optimistisch stimme sie aber, dass die USA für Sicherheitsgarantien zur Verfügung stünden. Diese wollten sie jedoch nicht allein tragen – und da sei Europa stärker gefragt.
15:51 Uhr | EU schickt Ukraine mehr Notstromtechnik
Die EU will der Ukraine weitere fast 450 Notstromgeneratoren im Wert von 3,7 Millionen Euro liefern. Sie sollen vor allem Krankenhäuser, Unterkünfte und kritische Dienste mit Strom versorgen. EU-Kommissarin Hadja Lahbib sagte, Russland versuche mit seinen anhaltenden Angriffen auf die Energieinfrastruktur den ukrainischen Widerstand zu brechen – "doch werde scheitern". Seit Beginn der russischen Invasion 2022 hat Europa schon mehr als 9.500 Generatoren in die Ukraine gesendet. (Quelle: dpa)
12:25 Uhr | Ukraine bestellt 18 Iris-T-Flugabwehrsysteme
Die Ukraine hat 18 Flugabwehrsysteme vom Typ Iris-T beim deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence bestellt. Das Land sei zudem an weiteren Feuereinheiten interessiert, sagte Diehl-Chef Helmut Rauch am Freitag auf einer Veranstaltung des "Handelsblatts". Derzeit befänden sich neun Iris-T-Systeme in der Ukraine im Einsatz. Das Flugabwehrsystem Iris-T SLM hat eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern. Es wird in der Ukraine eingesetzt, um russische Flugkörper und Drohnen abzuschießen. Derzeit arbeitet Diehl Defence an der Entwicklung der Iris-T SLX, die eine Reichweite von 80 Kilometern haben werde. Das System soll ab 2029 in Serie produziert werden. (Quelle: Reuters)
Update 11:25 Uhr | Gebietsfragen laut Selenskyj Thema bei Treffen in Abu Dhabi
Laut dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj wird es bei dem geplanten Treffen mit Vertretern Russlands und der USA in Abu Dhabi vor allem um Gebietsfragen gehen. "Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage", so Selenskyj. Bei den Gesprächen an diesem Freitag und am Samstag würden die drei Seiten ihre Sichtweise auf das Problem vortragen und diskutieren. Demnach ist der Beginn der Gespräche für den Abend geplant.
Selenskyj sagte weiter, er warte auf US-Präsident Donald Trump sowie auf ein Datum und einen Ort für die Unterzeichnung des Abkommens über US-Sicherheitsgarantien. Zudem habe er mit Trump über zusätzliche Raketen für die Luftabwehr und eine freie Wirtschaftszone gesprochen. (Quelle: Reuters, dpa)
11:22 Uhr | Frankreich koordiniert Nothilfe für ukrainisches Stromnetz
Frankreich will Unterstützung für das ukrainische Stromnetz mit den G7-Staaten sowie nordischen und baltischen Ländern koordinieren. Dazu sei für Freitag eine Telefonkonferenz geplant, teilte Außenminister Jean-Noel Barrot dem Sender BFM TV mit. Frankreich werde der Ukraine 13 Megawatt Elektrizität und rund 100 Generatoren liefern. (Quelle: Reuters)
08:13 Uhr | Immer noch fast 2.000 Wohnungen in Kiew ohne Heizung
Nach russischen Angriffen in dieser Woche haben dem Bürgermeister von Kiew zufolge immer noch 1.940 Wohnungen in der Hauptstadt keine Heizung. Sie müssten bereits zum zweiten Mal wieder an die Versorgung angeschlossen werden, schrieb Vitali Klitschko auf Telegram. (Quelle: Reuters)
06:58 Uhr | Taiwan bietet Ukraine Gespräche an
Taiwan hat der Ukraine Gespräche zur Bekämpfung der Sanktionsumgehung angeboten. Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Russland unerlaubt Raketenkomponenten aus Taiwan bezieht. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te schrieb auf der Plattform X, man begrüße einen weiteren Informationsaustausch, um illegale Lieferungen über Drittländer und die verschleierte Endverwendung zu unterbinden. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor. (Quelle: Reuters)
04:25 Uhr | Kreml: Russland offen für Diplomatie, setzt Kampf aber fort
Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Angaben seines Beraters Juri Uschakow "aufrichtig interessiert" an einer diplomatischen Lösung des Kriegs gegen die Ukraine. Bis zu einer Einigung werde Russland jedoch weiter die Ziele seiner "militärischen Sonderoperation" verfolgen, auch auf dem Schlachtfeld. Die Gespräche mit US-Gesandten bezeichnete Uschakow als substanziell, konstruktiv und sehr offen. (Quelle: Reuters)
03:05 Uhr | Kreml bestätigt Ukraine-USA-Russland-Treffen in Abu Dhabi
Nach Gesprächen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff in Moskau hat der Kreml für Freitag ein trilaterales Treffen von Russland, den USA und der Ukraine bestätigt. Thema seien Sicherheitsfragen, teilte Putins Berater Juri Uschakow mit. Das Treffen soll in Abu Dhabi stattfinden. Für die Verhandlungsrunde am Persischen Golf sind zwei Tage vorgesehen. Zuvor hatte die Ukraine eine Einigung mit Washington über Sicherheitsgarantien gemeldet. (Quellen: Reuters, AFP)
02:39 Uhr | Gespräche in Moskau über Ukraine-Krieg beendet
Die Gespräche über ein Ende des Kriegs in der Ukraine zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Gesandten sind in Moskau nach mehr als dreieinhalb Stunden zu Ende gegangen. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Teilgenommen haben unter anderem US-Sondergesandter Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Berater von US-Präsident Donald Trump. Thema waren auch eingefrorene russische Vermögenswerte. (Quellen: Reuters, dpa)
00:52 Uhr | Toter und viele Verletzte nach Angriffen im Südosten der Ukraine
Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf Orte im Südosten der Ukraine sind nach Behördenangaben ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Betroffen sind die Ortschaft Komyschuwacha in der Region Saporischschja sowie die Industriestadt Krywyj Rih. Dort wurden Wohnhäuser, Schulen und wichtige Infrastruktur beschädigt. Krywyj Rih ist die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 22. Januar 2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erklärt, es gebe eine Einigung mit US‑Präsident Donald Trump über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine. Die Vereinbarung müsse noch von beiden Präsidenten unterzeichnet und von den Parlamenten bestätigt werden.
Zugleich kündigte Selenskyj erstmals ein trilaterales Treffen zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA für das kommende Wochenende in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Parallel dazu kam der US‑Sondergesandte Steve Witkoff in Moskau erneut mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammen.
Der Krieg selbst wurde mit schweren Angriffen fortgesetzt. Russische Drohnen- und Raketenangriffe führten in mehreren ukrainischen Regionen zu Toten und Verletzten und trafen erneut die Energieinfrastruktur, wodurch in Kiew weiterhin tausende Wohnblöcke ohne Heizung waren. Die Ukraine meldete ihrerseits Angriffe auf ein russisches Ölterminal in der Region Krasnodar.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Freitag, 23. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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