• Treffen zwischen Ukraine, Russland und USA geplant
  • Kein Durchbruch beim Treffen von Trump und Selenskyj
  • Russland-Spionin in Untersuchungshaft
  • US-Sondergesandter kündigt Treffen mit Putin an
  • Die Ereignisse gestern – 21. Januar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

16:38 Uhr | Selenskyj kritisiert europäische Verbündete und Nato

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine europäischen Verbündeten und die Nato scharf angegriffen und ihnen zu wenig Unterstützung für sein Land im Krieg mit Russland vorgeworfen. "Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben", sagte Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos.

Selenskyj kritisierte auch die Nato. Das transatlantische Verteidigungsbündnis existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. "Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt", sagte Selenskyj. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte. (Quelle: dpa)

16:27 Uhr | Erstes Treffen zwischen Ukraine, Russland und USA

Vertreter der Ukraine und Russlands sollen am Wochenende erstmals zu einem trilateralen Treffen mit einer US-Delegation zusammenkommen. Das kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Davos an. Die Gespräche sollen demnach morgen und am Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten geführt werden. Wer genau daran teilnimmt, blieb zunächst offen. (Quelle: Reuters)

15:39 Uhr | Trump nach Treffen mit Selenskyj: Haben noch Weg vor uns

Nach Angaben des US-Präsidenten Donald Trump ist beim Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kein Durchbruch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gelungen. Man habe "noch einen Weg vor sich", sagte er im Schweizer Alpenort Davos. Es sei aber ein gutes Gespräch gewesen. Man müsse sehen, wie das Gespräch seines Unterhändlers Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir Putin heute Abend in Moskau verlaufe. Dabei sei die Botschaft an Putin: "Der Krieg muss aufhören."

Auch Selenskyj sprach von einem guten Treffen. Man habe über Flugabwehr und "Dokumente" gesprochen. Damit dürften die geplanten Vereinbarungen über Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau des Landes gemeint sein. Er betonte, das sein Land bei einem möglichen Waffenstillstand Sicherheitsgarantien nicht nur von den Europäern benötigt. (Quelle: dpa, AFP)

15:20 Uhr | Russische Ölförderung 2025 trotz Sanktionen kaum gesunken

Russlands Ölförderung ist im vergangenen Jahr trotz westlicher Sanktionen und ukrainischer Drohnenangriffe nur leicht gesunken. Das geht aus Daten hervor, die Moskau heute veröffentlicht hat. Demnach schrumpfte die Produktion um 0,8 Prozent auf rund 10,3 Millionen Barrel pro Tag. Dies entspricht rund einem Zehntel der weltweiten Förderung. Dem stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak zufolge hat sein Land im vergangenen Jahr 512 Millionen Tonnen Öl gefördert, nach 516 Millionen Tonnen im Jahr 2024. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert unterdessen in Davos ein stärkeres Vorgehen gegen den russischen Ölhandel. (Quelle: Reuters)

14:53 Uhr | Mutmaßliche Russland-Spionin in Untersuchungshaft

Einen Tag nach ihrer Festnahme ist die mutmaßliche Russland-Spionin Ilona W. in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte, verfügte das der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof. W. wird verdächtigt, einem russischen Geheimdienst Informationen übermittelt zu haben, unter anderem zum Ukraine-Krieg.

Im Zusammenhang mit der Festnahme der Spionin hat Deutschland ein Mitglied der russischen Botschaft in Berlin ausgewiesen. Das teilte Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande eines Besuches in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit. Wie das Auswärtige Amt mitteilte, wurde zudem der russische Botschafter einbestellt. Ihm sei erklärt worden, dass der Betroffene das Land binnen 72 Stunden verlassen müsse. Nach Informationen des "Spiegel" handelt es sich um den stellvertretenden Militärattaché der russischen Botschaft. Er soll der Führungsoffizier der mutmaßlichen Spionin gewesen sein. (Quelle: dpa, AFP, Spiegel, MDR)

14:05 Uhr | Verletzte nach russischen Angriffen in Region Saporischschja

In der Nacht auf Donnerstag hat Russland Wohngebiete und öffentliche Einrichtungen in der Region Saporischschja angegriffen. Das teilten die örtlichen Behörden mit. Demnach gab es mehrere Verletzte. (Quelle: MDR)

13:10 Uhr | Ukraine greift russisches Ölterminal an

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Ölterminal Tamanneftegas in der südlichen Region Krasnodar angegriffen. Der Generalstab nannte keine weiteren Einzelheiten, erklärte aber, die Anlage liefere Treibstoff an die russische Armee. Eine Stellungnahme Russlands liegt noch nicht vor. (Quelle: Reuters)

Update 13:07 Uhr | Selenskyj trifft Trump in Davos

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Davos gereist. Es findet seit 13 Uhr am Rande des Weltwirtschaftsforums statt, wie ein Sprecher mitteilte. Selenskyj hatte seine Reise nach Davos an Fortschritte in der Frage von Sicherheitsgarantien für die Ukraine und den Wiederaufbau des von Russland angegriffenen Landes geknüpft. (Quelle: Reuters)

13:06 Uhr | Nato: Präsenz in der Arktis hat keinen Einfluss auf Ukraine-Unterstützung

Die geplante Verstärkung der Nato-Präsenz in der Arktis wird nach Aussage von Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung für die Ukraine nicht beeinträchtigen. Die Rahmenvereinbarung mit US-Präsident Donald Trump bedeute zwar, dass die Verbündeten mehr für die Sicherheit im hohen Norden tun müssten, so Rutte. Er versicherte jedoch, dass diese Anstrengungen keine Ressourcen binden werden, die für die Ukraine benötigt würden. (Quelle: Reuters)

11:01 Uhr | 17-Jähriger bei russischen Drohnenangriff getötet

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist den Behörden zufolge ein 17-Jähriger getötet worden. Der Jugendliche habe bei dem nächtlichen Angriff tödliche Verletzungen erlitten, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zuvor hatte er erklärt, eine Drohne sei zwischen dem 18. und 19. Stockwerk eines Hochhauses eingeschlagen, ohne jedoch zu detonieren. 58 Menschen, darunter acht Kinder, seien aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht worden. (Quelle: Reuters)

Update 09:57 Uhr | Witkoff erneut zu Gesprächen bei Putin in Moskau

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird erneut in Moskau zu Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet. Das Treffen ist am heutigen Donnerstag geplant. Begleitet wird Witkoff vom Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner. Wittkoff spricht von großen Fortschritten. Die Verhandlungen seien auf eine letzte Frage reduziert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, man wolle sich nicht zum derzeitigen Stand der Verhandlungen äußern. Putin, der das Treffen bestätigte, deutete an, auch über die Finanzierung des Wiederaufbaus nach einem Kriegsende sprechen zu wollen – unter Einbeziehung eingefrorener russischer Vermögenswerte. Unklar blieb, ob mögliche Mittel der Ukraine zugutekommen sollen oder von Russland beanspruchten Gebieten. (Quelle: dpa, Reuters)

07:43 Uhr | 3.000 Wohnblöcke in Kiew weiter ohne Heizung

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Luftangriff am Dienstag rund 3.000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der Nacht zu Donnerstag seien 227 Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. (Quelle: Reuters)

07:35 Uhr | Mehrere Tote nach russischen und ukrainischen Angriffen

Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind in der Stadt Krywyj Rih nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich demnach um einen 77-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Russische Behörden meldeten derweil drei Tote und acht Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf die südrussische Region Krasnodar. (Quelle: AFP)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 21. Januar 2026

Nach weiteren russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur sind in der Ukraine große Teile der Strom- und Wärmeversorgung ausgefallen. In Kiew sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiterhin mehr als eine Million Menschen ohne Strom, rund 4.000 Häuserblöcke ohne Heizung. Etwa 60 Prozent der Haushalte sind betroffen. Seit Anfang Januar sollen rund 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner die Stadt verlassen haben.

Die Bundesregierung wirft Russland wegen der Angriffe auf Energieanlagen Kriegsverbrechen vor. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer erklärte, ganze Familien müssten bei Minusgraden ohne Strom, Heizung und warmes Wasser ausharren. Präsident Wladimir Putin nutze die Kälte gezielt als Waffe.

In Berlin wurde unterdessen eine Frau wegen Spionageverdachts festgenommen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll die Frau mit deutschem und ukrainischem Pass für den russischen Geheimdienst gearbeitet haben. Sie habe Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg gesammelt, darunter Hintergründe zu Teilnehmern politischer Veranstaltungen sowie Angaben zu Standorten der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplanten Lieferungen an die Ukraine.

Zudem ließ die Bundesanwaltschaft in Brandenburg zwei weitere mutmaßliche Unterstützer der prorussischen "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" festnehmen. Den beiden Männern – einem russischen und einem deutschen Staatsangehörigen – wird vorgeworfen, in mehreren Fällen ausländische terroristische Vereinigungen unterstützt zu haben.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 22. Januar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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