- Härteres Vorgehen gegen russische Schattenflotte
- Selenskyj bemängelt Klitschkos Krisenmanagement in Kiew
- Die Ereignisse von gestern – 13. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
07:01 Uhr | Bundespolizei geht härter gegen russische Schattenflotte vor
Die deutschen Behörden treten erstmals deutlich entschlossener gegen die russische Schattenflotte auf. Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ wurde mehreren russischen Schiffen die Durchfahrt durch das deutsche Küstenmeer verweigert. Besonders auffällig war der Tanker "Tavian", ein als "Zombie-Schiff" eingestufter Tanker mit gefälschter Flagge und manipulierten Identifikationsdaten. Nach einer Kontrolle durch die Bundespolizei durfte er nicht erneut in deutsche Gewässer einfahren und verließ daraufhin die Ostsee in Richtung Nordmeer.
Auch andere Schiffe gerieten ins Visier, darunter das Forschungsschiff "Akademik Boris Petrov" sowie der Tanker "Chariot Tide", der nahe eines Unterseekabels verdächtig stoppte und während der Überwachung sogar die Flagge wechselte. Hintergrund der neuen Linie ist eine veränderte juristische Bewertung: Schiffe ohne gültige Flagge können sich nicht mehr auf das Recht der "friedlichen Durchfahrt" berufen. Gleichzeitig fehlt Russland zunehmend die militärische Begleitung, die die Schattenflotte bislang schützte. (Quelle: NDR, WDR, SZ)
04:35 Uhr | Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko kritisiert. Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem russischen Luftangriff am vergangenen Freitag massiv beschädigt worden, was für Hunderttausende Menschen den Ausfall von Heizung, Strom und Wasser bedeutete. In seiner abendlichen Videoansprache erklärte Selenskyj, in Kiew sei bislang zu wenig getan worden. Die Reparaturarbeiten gingen dort nicht intensiv genug voran.
In einer eigenen Krisensitzung gestand Klitschko, dass Kiew in der schwierigsten Lage seit Kriegsbeginn sei. Die städtischen Dienste arbeiteten rund um die Uhr, um alles zu reparieren. Die Kritik des Präsidenten wies er zurück, das sei "ununterbrochener Hass." (Quelle: dpa)
02:42 Uhr | Trump nennt Selenskyj "Haupthindernis" für ein Abkommen
US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, eine Lösung des Krieges zu verhindern. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Trump, der russische Präsident Wladimir Putin sei "bereit, ein Abkommen zu schließen". Auf die Frage nach dem Grund für die Verzögerung antwortete Trump schlicht: "Selenskyj."
Auf der Plattform X erklärte derweil Selenskyj, die Ukraine bemühe sich um größtmögliche Produktivität in der Zusammenarbeit mit den USA bei Sicherheitsgarantien und Wirtschaftsabkommen. Man erwarte auch von amerikanischer Seite diese engagierte Arbeit. (Quelle: Reuters, X)
00:40 Uhr | Kritik an geplanten Leistungskürzungen für Ukrainer
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, warnt in der "Süddeutschen Zeitung", dass die Kürzungen der Leistungen für ukrainische Geflüchtete deren Integration in den Arbeitsmarkt erschweren werde. Mittelfristig würde das die Kosten für den deutschen Staat erhöhen. Die Integration von ukrainischen Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt bewertete der DIW-Präsident "im Großen und Ganzen" als Erfolg.
Auch Yuliya Kosyakova vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung befürchtet, dass die Neuregelung ein bislang erfolgreiches Modell infrage stelle. Die schwarz-rote Koalition plant, dass Ukrainer, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland gekommen sind, künftig nicht mehr Bürgergeld oder demnächst Grundsicherung erhalten, sondern nur noch die deutlich niedrigeren Asylbewerberleistungen. Damit wären nicht mehr die Jobcenter, sondern vor allem Kommunen und Arbeitsagenturen für sie zuständig. Der entsprechende Gesetzentwurf soll am Donnerstag im Bundestag beraten werden. (Quelle: epd)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 14. Januar 2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Notstand für den Energiesektor des Landes angekündigt. Damit wolle er die Probleme bei der Stromversorgung nach den anhaltenden russischen Angriffen auf die Infrastruktur angehen, schreibt Selenskyj auf der Social-Media-Plattform X.
Im zweiten Anlauf ist Mychajlo Fedorow in das Amt des Verteidigungsministers gewählt worden – als vierter Minister seit Kriegsbeginn. Für die Ernennung des früheren Digitalisierungsministers stimmten 277 Abgeordnete. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Kandidatur gemäß der Verfassung vorgeschlagen. Am Vortag hatten sich im Parlament nicht genügend Abgeordnete für eine Abstimmung gefunden.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 15. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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