- Ukraine ernennt neuen Verteidigungs- und Energieminister
- Brand nach ukrainischem Drohnangriff auf russische Hafenstadt
- Die Ereignisse von gestern – 13. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
17:26 Uhr | Russland macht Ukraine für Angriff auf griechischen Tanker verantwortlich
Das russische Verteidigungsministerium beschuldigt die Ukraine, am Dienstag einen griechischen Tanker im Schwarzen Meer attackiert zu haben. Der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker "Matilda" sei rund 100 Kilometer vor Anapa von zwei ukrainischen Drohnen angegriffen worden, teilte das Ministerium am Mittwoch auf Telegram mit. Ein Notsignal sei im Schwarzen Meer empfangen worden.
Kiew reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe. Die Ukraine hat in der Vergangenheit immer wieder Energieinfrastruktur in Russland ins Visier genommen, als Vergeltung für die seit fast vier Jahren andauernde Großoffensive Russlands in der Ukraine, bei der zehntausende Menschen getötet wurden. (Quelle: AFP)
14:45 Uhr | Ukraine ernennt neuen Verteidigungs- und Energieminister
In der von Russland angegriffenen Ukraine hat Mychajlo Fedorow das Amt des Verteidigungsministers übernommen – als vierter Minister seit Kriegsbeginn. Für die Ernennung des früheren Digitalisierungsministers stimmten 277 Abgeordnete. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Kandidatur gemäß der Verfassung vorgeschlagen. Es war bereits der zweite Anlauf, Fedorow ins Amt zu bringen: Am Vortag hatten sich im Parlament nicht genügend Abgeordnete für eine Abstimmung gefunden.
In einer weiteren Abstimmung wurde Ex-Regierungschef Denys Schmyhal zum neuen Energieminister und ersten Vizeregierungschef gewählt. Schmyhal war zuvor nach weniger als sechs Monaten als Verteidigungsminister entlassen worden. Von 2020 bis Juli 2025 leitete er das Ministerkabinett; die aktuelle Regierungschefin Julia Swyrydenko war unter ihm seine erste Stellvertreterin und Wirtschaftsministerin. (Quelle: dpa)
14:02 Uhr | EU plant 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine
Nach Plänen der Europäischen Kommission soll ein neues, umfangreiches EU-Darlehen der Ukraine zu einem großen Teil der Unterstützung im Krieg gegen Russland dienen. Ein von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellter Vorschlag sieht vor, 60 Milliarden Euro für das ukrainische Militär bereitzustellen. Die übrigen 30 Milliarden Euro des insgesamt 90 Milliarden Euro schweren Kredits sollen nach Angaben der Brüsseler Behörde als Haushaltsunterstützung an die Ukraine fließen.
Mit den Mitteln solle gewährleistet werden, dass die Ukraine sowohl ihre Verteidigung und militärischen Fähigkeiten stärken als auch den Staat und zentrale öffentliche Dienstleistungen aufrechterhalten könne, erklärte von der Leyen. (Quelle: dpa)
13:15 Uhr | Ukraine verlängert Kriegsrecht und Mobilmachung
In der von Russland angegriffenen Ukraine sind das geltende Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung bis Anfang Mai verlängert worden. Für beide Gesetzvorlagen stimmte jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten. Die Entwürfe waren von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. (Quelle: dpa)
12:46 Uhr | Neuer ukrainischer Verteidigungsminister will Armee reformieren
Das ukrainische Parlament hat den bisherigen Digitalminister Mychajlo Fedorow zum neuen Verteidigungsminister ernannt. Der 34-Jährige kündigt an, die Armee mit Innovationen und Reformen zu stärken. Ziel sei es, das System zu verändern, die Armee zu reformieren und die Infrastruktur an der Front zu verbessern, sagte Fedorow vor den Abgeordneten. (Quelle: Reuters)
11:22 Uhr | Zwei Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen
In Russland sind bei ukrainischen Drohnenangriffen mindestens zwei Menschen getötet und weitere verletzt worden. Nach Behörden-Angaben wurde in Rostow am Don ein Wohnhaus getroffen, zudem seien Gebäude in einem Industriegebiet in Brand geraten. In der Region Belgorod wurde ein Auto von einer Drohne zerstört. (Quelle: dpa)
07:55 Uhr | Selenskyj räumt schwierige Lage ein
Nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj spitzt sich die Lage in der Ukraine immer weiter zu – sowohl an der Front als auch im Hinterland. Selenskyj sagte in seiner täglichen Videoansprache, erneut sei die Ukraine von Russland mit ballistischen Raketen beschossen worden. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper. Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermaßen am Laufen zu halten. Das Winterwetter stelle zusätzliche Herausforderungen. (Quelle: dpa)
03:35 Uhr | Russischer Drohnangriff auf Energie-Infrastruktur in Krywyj Rih
Russische Drohnen haben die Infrastruktur in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih angegriffen. Die Militärverwaltung der Stadt teilte mit, es sei deshalb zu Notabschaltungen bei der Stromversorgung für mehr als 45.000 Kunden gekommen. Sie rief die Bewohner auf, Wasser abzufüllen und Geräte aufzuladen. Auch die Wärmeversorgung sei gestört.
Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Bereits am Wochenende hatte ein russischer Angriff auf Kiew die Energieversorgung der ukrainischen Hauptstadt zeitweise lahmgelegt. (Quelle: Reuters)
03:00 Uhr | Brand nach ukrainischem Drohnenangriff in Rostow
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in der südrussischen Hafenstadt Rostow am Don einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst und Wohnhäuser beschädigt. Bürgermeister Alexander Skrjabin erklärte, die Luftabwehr habe versucht, den Angriff abzuwehren. Herabfallende Trümmer hätten den Brand und die Schäden verursacht. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 13. Januar 2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei geplanten Umbesetzungen seines Kabinetts zwei Schlappen im Parlament hinnehmen müssen. Weder für die Ernennung des bisherigen Digitalministers Mychajlo Fedorow zum Verteidigungsminister noch für den Wechsel des bisherigen Verteidigungsministers Denys Schmyhal an die Spitze des Energieministeriums gab es genügend Stimmen.
Kasachstan hat einen Drohnenangriff auf zwei seiner Tanker im Schwarzen Meer bestätigt. In Kiew gab es nach russischen Luftangriffen erneut Stromabschaltungen. In Charkiw sind nach ukrainischen Angaben bei einem russischen Luftangriff mindestens vier Menschen getötet worden.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 14. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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