• Ökonom Fratzscher kritisiert Leistungskürzungen für Ukrainer
  • Trump wirft Selenskyj vor, Lösung für den Krieg zu verhindern
  • Selenskyj bemängelt Klitschkos Krisenmanagement in Kiew
  • Die Ereignisse von gestern – 13. Januar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

04:35 Uhr | Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko. Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem russischen Luftangriff am vergangenen Freitag außer Gefecht gesetzt worden, was für Hunderttausende Menschen den Ausfall von Heizung, Strom und Wasser bedeutete. In seiner abendlichen Videoansprache erklärte Selenskyj, in Kiew sei bislang zu wenig getan worden. Die Reparaturarbeiten gingen dort nicht intensiv genug voran.

In einer eigenen Krisensitzung gestand Klitschko, dass Kiew in der schwierigsten Lage seit Kriegsbeginn sei. Die städtischen Dienste arbeiteten rund um die Uhr, um alles zu reparieren. Die Kritik des Präsidenten wies er zurück, das sei "ununterbrochener Hass." (Quelle: dpa)

02:42 Uhr | Trump nennt Selenskyj "Haupthindernis" für ein Abkommen

US-Präsident Donald Trump hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, eine Lösung des Krieges zu verhindern. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters erklärte Trump, der russische Präsident Wladimir Putin sei „bereit, ein Abkommen zu schließen“. Auf die Frage nach dem Grund für die Verzögerung antwortete Trump schlicht: „Selenskyj.“

Auf der Plattform X erklärte derweil Selenskyj, die Ukraine bemühe sich um größtmögliche Produktivität in der Zusammenarbeit mit den USA bei Sicherheitsgarantien und Wirtschaftsabkommen. Man erwarte auch von amerikanischer Seite diese engagierte Arbeit. (Quelle: Reuters, X)

00:40 Uhr | Kritik an geplanten Leistungskürzungen für Ukrainer

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, warnt in der "Süddeutschen Zeitung", dass die Kürzungen der Leistungen für ukrainische Geflüchtete deren Integration in den Arbeitsmarkt erschweren werde. Mittelfristig würde das die Kosten für den deutschen Staat erhöhen. Die Integration von ukrainischen Geflüchteten in den deutschen Arbeitsmarkt bewertete der DIW-Präsident „im Großen und Ganzen“ als Erfolg.

Auch Yuliya Kosyakova vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung befürchtet, dass die Neuregelung ein bislang erfolgreiches Modell infrage stelle. Die schwarz-rote Koalition plant, dass Ukrainer, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland gekommen sind, künftig nicht mehr Bürgergeld oder demnächst Grundsicherung erhalten, sondern nur noch die deutlich niedrigeren Asylbewerberleistungen. Damit wären nicht mehr die Jobcenter, sondern vor allem Kommunen und Arbeitsagenturen für sie zuständig. Der entsprechende Gesetzentwurf soll am Donnerstag im Bundestag beraten werden. (Quelle: epd)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 13. Januar 2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Notstand für den Energiesektor des Landes angekündigt. Damit wolle er die Probleme bei der Stromversorgung nach den anhaltenden russischen Angriffen auf die Infrastruktur angehen, schreibt Selenskyj auf der Social-Media-Plattform X.

Im zweiten Anlauf ist Mychajlo Fedorow in das Amt des Verteidigungsministers gewählt worden – als vierter Minister seit Kriegsbeginn. Für die Ernennung des früheren Digitalisierungsministers stimmten 277 Abgeordnete. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Kandidatur gemäß der Verfassung vorgeschlagen.Am Vortag hatten sich im Parlament nicht genügend Abgeordnete für eine Abstimmung gefunden.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 15. Januar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke