- Klitschko ruft Bewohner von Kiew zum Verlassen der Hauptstadt auf
- Russland bestätigt Oreschnik-Einsatz bei Angriff auf Westukraine
- Schwere russische Luftangriffe auf Kiew und Lwiw
- Die Ereignisse von gestern – 8. Januar 2026
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
Update 14:28 Uhr | Klitschko ruft Bewohner von Kiew zum Verlassen der Hauptstadt auf
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt aufgerufen, die Stadt vorläufig zu verlassen, wenn sie außerhalb von Kiew über andere Möglichkeiten zum Bezug von Strom und eine warme Unterbringung verfügen sollten. Hintergrund ist, dass nach einem russischen Luftangriff Klitschko zufolge in etwa der Hälfte aller Wohnblöcke die Heizungen ausgefallen ist. Betroffen seien rund 6.000 Gebäude. Zudem gebe es Probleme bei der Wasserversorgung. (Quelle: Reuters)
14:16 Uhr | Bundesregierung: Indien soll Öl- und Gas-Käufe aus Russland zurückfahren
Kurz vor der Indien-Reise von Kanzler Friedrich Merz hat die Bundesregierung Indien aufgefordert, die Käufe von Gas und Öl aus Russland zurückzufahren. "Die Bundesregierung wirkt ebenso wie die EU darauf hin, dass die indische Regierung die Umgehung von gegen Russland gerichteten Sanktionen durch indische Unternehmen unterbindet, sowie die Energieimporte aus Russland nach Indien auch reduziert werden", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. (Quelle: Reuters)
14:12 Uhr | Berlin verurteilt Oreschnik-Einsatz durch russische Armee
Die Bundesregierung hat den russischen Angriff mit der Hyperschallrakete Oreschnik auf die Ukraine verurteilt. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer sagte in Berlin, während sich die Ukraine, die USA und Europa intensiv für Frieden einsetzten, habe Russland die Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt Die Bundesregierung verurteile das "aufs Schärfste". Mit ihrem Angriff auf zivile ukrainische Energieinfrastruktur habe Russland den Konflikt "nochmals eskaliert". (Quelle: AFP)
13:46 Uhr | Eingesetzte Oreschnik wohl nur mit Sprengkopf-Attrappen bestückt
Infografik zu Aufbau und Wirkweise der russischen Hyperschall-Mittelstreckenrakete Oreschnik (November 2024).Bildrechte: IMAGO / Anadolu AgencyDie russische Hyperschall-Rakete vom Typ Oreschnik hat nach ukrainischen Angaben eine Werkstatt in der im Westen gelegenen Stadt Lwiw getroffen. Die Rakete sei vermutlich mit Sprengkopf-Attrappen oder sogenannter inerter Munition (Munition ohne Sprengkopf) bestückt gewesen, sagte ein ranghoher Vertreter der Ukraine. Einschläge in der Betonstruktur der Werkstatt seien von kleiner Submunition verursacht worden. Die Strahlenbelastung sei normal. (Quelle: Reuters)
13:20 Uhr | Selenskyj fordert Reaktion der USA nach Oreschnik-Angriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den russischen Angriffen in der Nacht, bei denen auch eine Oreschnik-Hyperschallrakete eingesetzt wurde, eine internationale Reaktion gefordert. Russland habe bei der Attacke 242 Drohnen, 13 ballistische Raketen und 22 Marschflugkörper eingesetzt, schrieb Selenskyj bei Telegram. Die Angriffe hätten sich gegen zivile Infrastruktur und Wohnhäuser gerichtet. "Es ist eine klare Reaktion der Welt nötig, insbesondere der USA, auf die Russland tatsächlich achtet", schrieb er. (Quelle: dpa)
11:36 Uhr | Über eine halbe Million Russen nach ukrainischem Angriff ohne Strom
Ein ukrainischer Angriff auf das westrussische Grenzgebiet Belgorod hat nach Behördenangaben einen großflächigen Ausfall der Strom-, Wärme und Wasserversorgung zur Folge. Wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mitteilte, wurden durch den Beschuss eines Infrastrukturobjekts mit Raketen 556.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Fast 200.000 Menschen seien ohne Wasser und Abwasser. (Quellen: dpa, AFP)
10:38 Uhr | Oreschnik-Schlag galt Energieanlagen und Drohnenfabriken
Der jüngste Angriff mit der Hyperschallrakete Oreschnik war nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums Teil eines massiven nächtlichen Schlags gegen Energieanlagen und Drohnenfabriken in der Ukraine. Es handle sich um eine Reaktion auf einen versuchten ukrainischen Drohnenangriff auf eine der Residenzen von Präsident Wladimir Putin Ende Dezember. Die Regierung in Kiew weist die russischen Vorwürfe als "Lüge" zurück. (Quelle: Reuters)
07:45 Uhr | Russland bestätigt Oreschnik-Einsatz bei Angriff auf Westukraine
Russland hat bei dem Angriff auf die Westukraine die neue Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt. Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Es war der zweite Angriff mit einer solchen Hyperschallrakete auf die Ukraine. Im November 2024 war eine Oreschnik ohne Sprengköpfe gegen das Raketen- und Rüstungswerk Juschmasch in der Großstadt Dnipro eingesetzt worden.
Vor der russischen Bestätigung des zweiten Oreschnik-Einsatzes, hatte der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, von einem Oreschnik-Angriff gesprochen. Ukrainische Militärblogs veröffentlichten angebliche Videos, die sechs Einschläge hintereinander zeigen. Das würde dem Trefferbild von sechs Oreschnik-Gefechtsköpfen entsprechen. (Quelle: dpa, AFP, Reuters)
03:00 Uhr | Frühere deutsche Ukraine-Botschafterin wird Wirtschafts-Ombudsfrau
Die frühere deutsche Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen, kehrt Anfang Februar als Ombudsfrau für die Wirtschaft nach Kiew zurück. Sie soll in diesem Amt die Interessen ukrainischer Unternehmen gegenüber der Regierung vertreten und Fällen staatlicher Korruption nachgehen.
Die UKraine Botschafterin Anka Feldhusen kehrt nach Kiew zurück (Archivbild).Bildrechte: imago images/UkrinformDas Business Ombudsman Council der Ukraine informierte über die Ernennung, nachdem die Regierung in Kiew sie bestätigt hatte. Feldhusen war von 2019 bis 2023 Botschafterin in Kiew. Die unter anderem von der EU finanzierte Ombudsstelle war 2014 im Kampf gegen Korruption eingerichtet worden. (Quelle: dpa)
01:28 Uhr | Trump deutet Ende des Atom-Abrüstungsvertrags "New START" an
US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass er den letzten großen atomaren Abrüstungsvertrag mit Russland auslaufen lassen würde. "Wenn er ausläuft, dann läuft er aus", sagte Trump der US-Zeitung "New York Times" über das "New START"-Abkommen von 2010. "Wir machen einfach ein besseres Abkommen." China müsse Teil eines Nachfolgevertrags werden. (Quelle: Reuters)
00:41 Uhr | Tote und Verletzte bei schweren Luftangriffen auf Kiew und Lwiw
Bei schweren russischen Luftangriffen auf Kiew hat es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwei Tote und fünf Verletzte gegeben. Wie Klitschko auf Telegram mitteilte, gab es mehrere Explosionen und Brände.
In der westukrainischen Region Lwiw wurde nach Angaben von Gouverneur Maxym Kosyzkyj ein Infrastrukturziel bei russischen Angriffen getroffen. Der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj, sprach vom Einsatz einer russischen Oreschnik-Hyperschallrakete. Ukrainische Militärblogs veröffentlichten angebliche Videos aus der Region, die sechs Einschläge hintereinander zeigen. Das würde dem Trefferbild von sechs Oreschnik-Gefechtsköpfen entsprechen. (Quelle: Reuters, dpa, AFP)
00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 8. Januar 2026
Russland hat vor der Stationierung ausländischer Soldaten in der Ukraine gewarnt. In diesem Fall würden die ausländischen Truppen und ihre Ausrüstung als "legitime militärische Ziele" der russischen Armee betrachtet, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, in Moskau.
Bei russischen Angriffen sind im Süden der Ukraine nach Angaben der Behörden vier Zivilisten getötet worden. Drei Menschen starben demnach bei einem Angriff auf Cherson. Zwei Menschen wurden verletzt. Ein weiter Mann starb nach Angaben des Gebietsgouverneurs bei einem Drohnenangriff bei der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson.
In Teilen der Südost-Ukraine haben die russischen Angriffe weitreichende Strom- und Wasserausfälle verursacht. In der Stadt Dnipro fiel der Strom aus, der U-Bahn-Verkehr wurde eingestellt. Auch Teile der Region Saporischschja sind nach Angaben des Energieversorgers DTEK betroffen.
00:00 Uhr | Ukraine-News am Freitag, 09. Januar 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
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