• Kiew rechnet aufgrund russischer Truppenbewegungen mit neuer Großoffensive
  • Washington gibt grünes Licht für Patriot-Systeme und Starlink
  • Russische Drohnenangriffe erschüttern mehrere Regionen
  • Trump wirbt für Gipfeltreffen zwischen Putin und Selenskyj
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

Update 10:21 Uhr | Ukraine meldet Opfer und Schäden nach russischen Angriffen

Im südostukrainischen Gebiet Saporischschja sind nach Behördenangaben bei massiven russischen Angriffen mit Raketen und Drohnen mindestens ein Mensch getötet und 22 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch drei Kinder, teilte der Gouverneur des Gebiets, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. 14 mehrgeschossige Wohnhäuser und mehr als 40 Privathäuser seien während der nächtlichen Attacke beschädigt worden. Die Gebäude seien von der Strom- und Gasversorgung abgeschnitten. Es habe mindestens zwölf Angriffe mit verschiedenen Waffen gegeben, sagte Fedorow, der auch Fotos und Videos von den Schäden veröffentlichte. (Quelle: dpa)

07:46 Uhr | Russland konzentriert Truppen am Donbass

Nach Angaben aus Kiew plant Russland eine weitere große Offensive im ostukrainischen Industriegebiet Donbass. Der Vorstoß könne im Raum um die Stadt Pokrowsk erfolgen, warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine bei einem Gespräch mit Medienvertretern. "Die Konzentration [an Truppen] dort liegt bei bis zu 100.000, das ist das, was wir heute Morgen haben", sagte er. Die russischen Truppen bereiteten den Vorstoß vor. Aber die Ukraine sei darauf vorbereitet und die Lage unter Kontrolle, sagte Selenskyj. (Quelle: dpa)

05:19 Uhr | Gouverneur: Massiver russischer Angriff auf Region Dnipropetrowsk

In der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk hat es am frühen Samstagmorgen nach Behördenangaben einen massiven russischen Angriff gegeben. Gouverneur Serhyj Lysak rief die Bevölkerung über Telegram auf, Schutzräume aufzusuchen. Betroffen seien die Städte Dnipro und Pawlograd. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe vor einer Rakete gewarnt, die sich auf das Gebiet zubewegte.

Dnipropetrowsk gehört nicht zu den Regionen, die Moskau als annektiert erklärt hat, und war bislang von schweren Angriffen weitgehend verschont geblieben. In dieser Woche hatte Kiew jedoch eingeräumt, dass Russland dort erstmals Geländegewinne erzielt hat. (Quelle: AFP)

04:56 Uhr | Marineinspekteur: Bundeswehr auf Ausspähaktionen vorbereitet

Die Bundeswehr sieht sich nach Angaben von Marineinspekteur Jan Christian Kaack auf gezielte Ausspähaktionen ausländischer Staaten eingestellt. "Wir haben die Sicherheitsmaßnahmen verbessert. Wir sind dabei, Stützpunkte in der Luft, unter Wasser und über Wasser besser zu schützen, auch mit eigenen Drohnenanlagen", sagte der Chef der Seestreitkräfte dem Deutschlandfunk.

Hintergrund sind Berichte der "New York Times", wonach Russland oder russische Unterstützer Routen im Osten Deutschlands mit Drohnen überwachen, die für Waffenlieferungen an die Ukraine genutzt werden. Kaack sprach von Ausspähversuchen mit Drohnen und durch Menschen, von Eindring- und Sabotageversuchen. Teilweise würden auch Soldaten auf ihrem Heimweg kontaktiert. "Insofern ist das auch in Teilen ein kleiner Wake-up-Call, dass wir mehr machen müssen, um unsere Menschen und unser Material zu schützen", sagte Kaack. (Quelle: dpa)

04:13 Uhr | USA zweifeln nach Angriffen an Russlands Friedenswillen

Nach den jüngsten russischen Angriffen auf die Ukraine haben die USA den Friedenswillen Moskaus öffentlich infrage gestellt. "Die Angriffe auf Kiew lassen Zweifel an der Ernsthaftigkeit von Russlands Friedenswillen aufkommen. Diese Angriffe auf zivile Gebiete müssen sofort aufhören", sagte US-Diplomat John Kelley vor dem UN-Sicherheitsrat. Die US-Regierung droht Russland mit weiteren wirtschaftlichen Maßnahmen, sollte der Krieg fortgesetzt werden. Kelley forderte Moskau auf, "diese Konsequenzen zu vermeiden, indem es die Gewalt stoppt und sich konstruktiv für die Beendigung des Krieges einsetzt". (Quelle: Reuters)

02:52 Uhr | Vor China-Besuch: Putin kritisiert westliche Sanktionen

Kurz vor seiner Reise nach China hat Russlands Präsident Wladimir Putin die westlichen Handelssanktionen scharf kritisiert. Gemeinsam mit China lehne Russland "diskriminierende" Maßnahmen im Welthandel ab, sagte er in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Putin wird von Sonntag bis Mittwoch in China erwartet. Geplant sind Gespräche mit Präsident Xi Jinping in Peking, die Teilnahme am SCO-Gipfel in Tianjin sowie an einer großen Militärparade. Der Westen wirft China vor, Moskau indirekt im Krieg zu unterstützen – Peking weist dies zurück. (Quelle: Reuters)

02:23 Uhr | USA genehmigen Verkauf von Militärtechnik an Ukraine

Die US-Regierung hat den möglichen Verkauf von Starlink-Diensten sowie von Patriot-Luftabwehrsystemen und Ausrüstung an die Ukraine genehmigt. Nach Angaben des Pentagons belaufen sich die Transaktionen auf 150 Millionen beziehungsweise 179 Millionen Dollar. Washington hatte sich zuvor mit europäischen Verbündeten darauf verständigt, die militärische Unterstützung für Kiew auszubauen. Ob die Verträge bereits abgeschlossen sind, ist allerdings noch offen.

Starlink ist für die Ukraine wichtig, weil das Satelliteninternet selbst dann funktioniert, wenn Mobilfunk- oder Glasfasernetze durch Angriffe zerstört werden. Es ermöglicht den ukrainischen Streitkräften sichere Kommunikation, Drohnensteuerung und die Koordination von Einsätzen an der Front. (Quelle: Reuters)

01:35 Uhr | Trump drängt weiter auf Treffen zwischen Putin und Selenskyj

US-Präsident Donald Trump bemüht sich nach Angaben des Weißen Hauses weiter um ein bilaterales Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Ziel sei es, den Krieg zu beenden, hieß es.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerten dagegen Zweifel an Putins Ernsthaftigkeit. Beide warfen ihm vor, seine Gesprächsbereitschaft nur vorzutäuschen. Macron sagte, sollte es bis Montag nicht zu einem Treffen kommen, habe Putin Trump "auflaufen lassen". (Quelle: AFP)

00:16 Uhr | Deutschland verspricht weitere Unterstützung im UN-Sicherheitsrat

Der neue deutsche UN-Botschafter Ricklef Beutin hat der Ukraine anhaltende Hilfe im Verteidigungskrieg gegen Russland zugesichert. Bei einer Sondersitzung des Sicherheitsrats in New York betonte er, Deutschland werde zusammen mit seinen Verbündeten "so lange unterstützen, wie es nötig ist". Russland habe mit den jüngsten Angriffen erneut internationales Recht missachtet.

Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko forderte, den Druck auf Moskau zu erhöhen und zusätzliche Waffenlieferungen zu ermöglichen. Russlands Vize-Botschafter Dmitri Poljanski wies die Vorwürfe zurück und sprach von "absurdem Theater". (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 29. August 2025

Die USA haben den geplanten Verkauf von Waffen im Wert von 825 Millionen Dollar (706 Millionen Euro) an die Ukraine angekündigt. Geplant ist die Lieferung von 3.350 luftgestützten Raketen des Typs ERAM samt Zubehör. Finanziert wird das Paket durch Dänemark, die Niederlande und Norwegen sowie über eine US-Kreditgarantie.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drängen auf neue Schritte zur Beendigung der Kämpfe. Beide betonen, dass das von US-Präsident Donald Trump angekündigte Treffen zwischen Russland und der Ukraine nicht zustande komme. Macron wirft Putin vor, Trump ignoriert zu haben, und fordert gemeinsam mit Merz neue Sanktionen gegen Russland.

Eine gemeinsame EU-Erklärung zur Verurteilung der jüngsten russischen Luftangriffe scheiterte am Veto Ungarns. Die Erklärung wurde daher nur im Namen von 26 Staaten veröffentlicht. Besonders kritisch sehen die übrigen Mitgliedsländer das, weil bei den Angriffen auch die EU-Vertretung in Kiew schwer beschädigt wurde. Die 26 Staaten verurteilten die russischen Attacken als rücksichtslos und völkerrechtswidrig.

00:00 Uhr | Ukraine-News von Samstag, 30. August 2025

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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