2025 strömten - auch wegen des Heiligen Jahres - noch mehr Urlauber nach Rom als sonst: Von Januar bis Dezember wurden insgesamt 22,9 Millionen Ankünfte gezählt, davon zwölf Millionen aus dem Ausland. "Ein weiteres Rekordjahr", wie "Agenzia Nova" nach Zahlen des Bilateralen Tourismusverbands Latium meldete. Die vielen Touristen sind Fluch und Segen zugleich für die italienische Hauptstadt. Sie bringen Geld und Arbeitsplätze, aber sorgen auch für viel Müll und Überfüllung. In diesem Jahr gibt es einige Neuerungen.
Zwei Euro für Trevi-Brunnen
Wichtigste Neuerung ist wohl der Eintritt am berühmten Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi), mit dem die Stadt dem Massentourismus entgegentreten will. Seit dem 2. Februar müssen Touristinnen und Touristen ein Ticket für die Besichtigung kaufen. Zwei Euro kostet es nun, wenn man direkt an das Brunnenbecken herantreten möchte. Menschen mit Behinderung und ihre Begleitpersonen sowie Kinder unter sechs Jahren sind von der Gebühr befreit, auch Einheimische haben weiterhin kostenlosen Zugang.
Mit der Gebühr will man die Massen besser steuern. Nur 400 Menschen können nun direkt an das Becken des Brunnens aus dem 18. Jahrhundert treten, der auch durch die Badeszene von Anita Ekberg (1931-2015) und Marcello Mastroianni (1924-1996) in Federico Fellinis (1920-1993) Film "La dolce vita" (1960) berühmt wurde. Bei Touristen ist es beliebt, eine Münze in das Wasser zu werfen. Dies soll der Legende nach eine Rückkehr in die ewige Stadt garantieren.
Tickets können online, vor Ort und in Touristeninformationen erworben werden. Die Gebühr wird täglich von 9 Uhr bis 22 Uhr erhoben, montags und freitags erst ab 11:30 Uhr sowie an jedem zweiten Montag im Monat ab 14 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten ist weiterhin ein freier Zugang möglich. Wer nicht unbedingt eine Münze werfen will, kann den Brunnen übrigens auch einfach mit etwas Abstand bewundern, denn der umgebende kleine Platz kann nach wie vor ohne Gebühr betreten werden.
Eintritte für Museen
Seit dem 1. Februar müssen Besucher auch bei einigen Museen zahlen, die bislang frei zugänglich waren. So werden nun zwei Euro pro Person fällig für die Maxentiusvilla an der Via Appia Antica sowie die Museen Napoleonico, Barraco, Carlo Bilotti und Pietro Canonica.
Ein Tipp für alle Rom-Urlauber: Am ersten Sonntag in jedem Monat gibt es in vielen Einrichtungen freien Eintritt - unter anderem auch im Kolosseum. Dann muss man allerdings mit noch längeren Schlangen rechnen.
Zugang zum Kolosseum
Für das antike Amphitheater wurde ein neues Online-System (ticketing.colosseo.it) eingeführt, über das Tickets nun erhältlich sind. Die Eintrittskarten sind personalisiert, um einen Weiterkauf zu höheren Preisen zu unterbinden. Deshalb muss man sich vor Ort ausweisen. Die Tickets für verschiedene Zeitfenster werden 30 Tage im Voraus freigeschaltet.
Arbeiten in der Sixtinischen Kapelle
Noch bis Ostern müssen Besucher mit Einschränkungen beim Besuch der Vatikanischen Museen rechnen. Denn das berühmte Fresko von Michelangelo (1475-1564) "Das jüngste Gericht" in der Sixtinischen Kapelle wird seit Januar gereinigt. Der Raum ist aber weiterhin zugänglich. Vor der Wand wurde ein Arbeitsgerüst für die Restauratoren aufgebaut; davor können Besucher das Fresco momentan nur als Reproduktion auf einer riesigen Plane bestaunen.
Wie der Leiter der entsprechenden Werkstatt der Vatikanischen Museen, Paolo Violini gegenüber "Vatican News" erläuterte, sollen die durch die vielen Besucher verursachten Verschmutzungen entfernt werden. Es ist die erste umfassende Reinigung des fast 500 Jahre alten Werkes seit der Restaurierung in den 1990er Jahren. Die Arbeiten sollen bis zum Karfreitag abgeschlossen sein. Danach dürfen sich die Besucherinnen und Besucher dann über ein frischstrahlendes Fresco freuen.
Neue Metrostationen
Bereits kurz vor Weihnachten wurden im historischen Zentrum zwei neue U-Bahn-Stationen eröffnet, die Rom-Urlaubern auf der Strecke C nicht nur neue Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bieten. Die Haltestellen Colosseo/Fori Imperiali und Porta Metronia wurden als sogenannte Museumsstationen gestaltet, die zum Preis eines Metrotickets eine ganz neue Museumswelt eröffnen. Denn in den Stationen sind archäologische Funde ausgestellt, die während der 13 Jahre währenden Bauarbeiten entdeckt wurden. In der Station direkt am Kolosseum sind etwa auf vier Ebenen Stücke aus unterschiedlichen Epochen zu sehen - von Brunnenschächten aus dem 5. bis 2. Jahrhundert vor Christus bis hin zu einem antiken Balneum, einer kleinen privaten Therme.
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