Jacques Tilly ist mehr als nur ein Jeck: Er ist Deutschlands frechster Wagenbauer – so respektlos, dass Putin ihn gerade vor Gericht stellt. Tillys krasseste Karnevalswagen.

Am Rosenmontag sind ohnehin alle Augen auf ihn gerichtet – beziehungsweise auf seine bissigen Karnevalswagen, die dann durch Düsseldorf ziehen. Dieses Jahr löst Jacques Tilly allerdings besonderen Alarm am Rhein aus. Ohne dass Einzelheiten oder gar Einsatzpläne genannt werden, wird sich die Polizei um die Sicherheit des 62-Jährigen und seiner rollenden Karikaturen kümmern.

Der Grund: Der mit Preisen ausgezeichnete Satiriker hat Wladimir Putin im Straßenkarneval vor aller Augen kritisiert und lächerlich gemacht – und das sogar im Wiederholungsfall. Jacques Tilly hat ihn im Blutbad gezeigt, dann wieder als Sträfling und als Nachahmer von Stalin. Auf einem besonders drastischen Mottowagen war sogar zu sehen, wie das russisch-orthodoxe Kirchenoberhaupt Putin sexuell zu Diensten ist – als Symbol dafür, dass man den Angriffskrieg gegen die Ukraine abgesegnet hatte. Er schreckt auch vor Vulgarität nicht zurück, man ist ja schließlich Narr.

Für all diese Vergehen hat der Kreml-Chef den Chef-Karnevalisten in Moskau vergangenes Jahr vor Gericht gestellt – wegen Verunglimpfung. Das Höchstmaß, das für solche Verbrechen droht, beträgt zehn Jahre Haft. Der bizarre Prozess, der in Jacques Tillys Abwesenheit stattfindet, dürfte in Düsseldorf nicht ohne Folgen bleiben. Denn sehr wahrscheinlich wird der Freidenker mit Hang zu anarchistischem Brauchtum diesen Scheinprozess am Rosenmontag mit einem seiner Mottowagen kommentieren. Wie er selbst sagt: Die besten Ideen kommen ihm und seinem Team oft erst in den letzten Tagen. Tatsächlich werken sie mit Pinsel, Farben und Pappmache bis kurz vor Start.

Bis am Rosenmontag seine neuen Karikaturen aus der Halle rollen, gibt es hier einen Vorgeschmack: Tillys krasseste Karikaturen von Putin, Trump, Elon Musk, Alice Weidel & Co aus den letzten Jahren.

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