Wer zum ersten Mal nach New York reist, steht vor einem wunderbaren Problem: Wohin zuerst? Die Weltmetropole an der amerikanischen Ostküste bietet so viele Attraktionen, dass selbst eine Woche kaum ausreicht. Sehnsuchtsort, Filmkulisse, Stadt der Superlative - New York ist all das und noch viel mehr. Von legendären Wolkenkratzern bis zu grünen Oasen mitten in der Stadt, von weltberühmten Museen bis zu versteckten Vierteln mit ganz eigenem Charakter: Hier sind die Highlights, die sich niemand bei einem Besuch im Big Apple entgehen lassen sollte.
Das Empire State Building ist und bleibt das Wahrzeichen schlechthin. Seit mehr als 90 Jahren prägt der prächtige Wolkenkratzer im Art-déco-Stil die Skyline von Manhattan. Kaum zu glauben, dass dieses 443 Meter hohe Bauwerk in nur 13 Monaten errichtet wurde. Schon die Lobby ist ein Kunstwerk für sich: 23-karätige Goldsterne und Sonnenstrahlen schmücken die Decke, dargestellt als Zahnräder - eine Hommage an das Maschinenzeitalter. Die Aussichtsplattform im 86. Stock auf 320 Metern Höhe bietet ein geschichtsträchtiges 360-Grad-Panorama über die gesamte Stadt. Wer es noch höher mag, kann bis in den 102. Stock aufsteigen. Bei Einbruch der Dunkelheit wird die über 60 Meter hohe Turmspitze mit wechselnden Farbkombinationen beleuchtet - ein magischer Anblick von unten. Insider-Tipp: Wer es zum Sonnenuntergang nach oben schafft, erlebt ein doppeltes Spektakel. Man kann beobachten, wie die Stadt sich verändert und die Lichter der umliegenden Wolkenkratzer langsam aufleuchten.
Schwindelerregende Aussichten über Manhattan
Mittlerweile konkurrieren gleich mehrere spektakuläre Aussichtsplattformen um die beste Sicht auf die Skyline. Das Edge in den Hudson Yards gehört zu den neuesten und aufregendsten: Es befindet sich auf dem 100. Stock eines Wolkenkratzers und ragt 24 Meter nach außen - das Skydeck scheint dadurch mitten im Himmel zu schweben. Ein Glasboden über der 335 Meter tiefer liegenden Straßenschlucht und schräge Glaswände, an die man sich nach vorn lehnen kann, sorgen für echte Adrenalinschübe. Nichts für schwache Nerven, aber ein unvergessliches Erlebnis.
Das Summit One Vanderbilt, erst im Oktober 2021 eröffnet, geht einen anderen Weg. Die Plattform erstreckt sich über drei Etagen im gleichnamigen Wolkenkratzer direkt am Grand Central Terminal und verbindet spektakuläre Panoramablicke mit der immersiven Kunstinstallation "Air". Spiegel, Licht- und Klangeffekte lassen Stadt und Gebäude optisch miteinander verschmelzen - ein Traum für alle Instagram-Enthusiasten. Zwei komplett verglaste Außenaufzüge fahren sogar noch weiter hinauf in den 93. Stock, wo eine Bar mit Rundumterrasse wartet. Aufgrund der vielen verspiegelten Flächen empfiehlt es sich, Hosen oder Strumpfhosen zu tragen.
Wer es klassischer mag, wählt den Top of the Rock im Rockefeller Center. Die Aussichtsplattform im 70. Stock auf 259 Metern Höhe punktet mit weniger Besuchern und kürzeren Wartezeiten als das Empire State Building. Der große Vorteil: Statt auf dem Empire State Building zu stehen, bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf genau dieses Wahrzeichen - ganz ohne Gitter oder Fenster, die das Panorama oder die Fotos ruinieren. Besonders bei Sonnenuntergang ist dieser Anblick unschlagbar. Das Rockefeller Center selbst ist übrigens ebenfalls einen Besuch wert: Im Winter lockt die berühmte Schlittschuhbahn unter dem riesigen Weihnachtsbaum, im Sommer laden Stehtische im Freien zum Verweilen ein.
Gedenken und Rekorde am Ground Zero
Das One World Trade Center erhebt sich mit 541 Metern als höchster Wolkenkratzer der Stadt und sechsthöchster der Welt fast genau dort, wo einst die Zwillingstürme standen. Der asymmetrische Bau beherbergt das One World Observatory auf 380 Metern Höhe - die höchste Aussichtsplattform New Yorks. Die Hochgeschwindigkeitsaufzüge sind eine Attraktion für sich: Für die 102 Stockwerke benötigen sie nur 47 Sekunden, begleitet von 3D-Videos und virtuellen Rundgängen. Ein Tipp: Nur bei guter Sicht hinauffahren, denn bei Dunst ist der Blick leider eingeschränkt.
Das 9/11 Memorial direkt darunter ist ein bewegender Ort der Erinnerung. Zwei gewaltige Wasserbecken markieren die Grundrisse der eingestürzten Türme, auf deren schwarzen Wänden die Namen der 2.977 Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 eingraviert sind. Der Besuch der Gedenkstätte ist kostenlos und berührt jeden Besucher. Das angeschlossene Museum zeichnet mit Exponaten und Zeugenaussagen die tragischen Ereignisse nach - der Eintritt ist hier kostenpflichtig.
Die grüne Lunge Manhattans
Der Central Park ist weit mehr als eine Grünfläche: 340 Hektar mitten in Manhattan, umgeben von Wolkenkratzern, bekannt aus unzähligen Hollywood-Filmen. Selbst wer normalerweise keine Parks mag, wird begeistert sein. Diese herrliche Oase bietet Seen und Hügel, Schlittschuhbahnen und Spielplätze, einen Zoo sowie Tennis- und Fußballplätze. Der Besucher hat fast das Gefühl, nicht mehr in der Stadt zu sein - wären da nicht die Silhouetten der Wolkenkratzer am Horizont, die ihn daran erinnern, sich immer noch in Manhattan zu befinden. Wer gerne in kürzester Zeit möglichst viel sehen will, sollte sich einen E-Scooter mieten.
Am großen See, The Lake genannt, lassen sich romantische Ruderboote mieten. Das Belvedere Castle bietet einen weiten Blick tief in den Park hinein - ein Märchenschloss wie aus einem Disney-Film. An der Bethesda Terrace musizieren Straßenkünstler, der Bethesda Fountain gilt als berühmtester Brunnen New Yorks. Im Winter ist Eislaufen am Wollman Rink angesagt, und Jogger drehen ihre Runden um das Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir - eine 2,5 Kilometer lange Strecke, die aus unzähligen Filmen bekannt ist. Beatles-Fans pilgern zu den Strawberry Fields: Das Imagine-Mosaik aus schwarz-weißen Steinchen hat Yoko Ono für ihren Mann John Lennon entworfen, der am 8. Dezember 1980 ganz in der Nähe erschossen wurde.
Bahnhof der Superlative und brodelnder Times Square
Nur wenige Schritte vom Central Park entfernt beeindruckt die Grand Central Station als meistbesuchtes Gebäude New Yorks. Täglich nutzen über eine halbe Million Menschen den prachtvollen Bahnhof an der Kreuzung 42nd Street und Park Avenue. Mit 67 Gleisen hat er mehr als jeder andere Bahnhof weltweit, und die kathedralenartige Architektur ist schlicht einzigartig. Allein die Haupthalle misst nahezu 7.500 Quadratmeter, die Decke ist mit 2.599 Sternen bemalt. Die große Uhr über dem Informationsschalter ist einer der beliebtesten Treffpunkte der Stadt - ihre Ziffernblätter bestehen aus Opal und sollen mehrere Millionen Dollar wert sein. Kurioser Fakt: Sämtliche Uhren in der Grand Central gehen exakt eine Minute vor, damit Reisende 60 Extrasekunden haben, um noch ihre Züge zu erwischen.
Den Times Square mit seinen gigantischen Werbescreens sollte jeder Besucher mindestens einmal erlebt haben. Es blinkt und glitzert, hier pulsiert das Leben rund um die Uhr. Die Atmosphäre mit Millionen Lichtern und überdimensionalen, knallbunten Werbevideos ist einmalig auf der Welt. An der Kreuzung Broadway und 7th Avenue sind allerlei verrückte Typen und lebensgroße Disneyfiguren unterwegs - der berühmte "nackte Cowboy" mit seiner Gitarre gehört mittlerweile zum festen Inventar. Um den Platz reihen sich über 40 zum Teil historische Theater mit den weltberühmten Broadway-Shows. An der Theaterkasse unter der roten Treppe gibt es oft noch kurzfristig Tickets für aktuelle Aufführungen.
Lady Liberty und die Brücke der Sehnsucht
Die Freiheitsstatue ist das Wahrzeichen schlechthin - Symbol für Freiheit und Hoffnung für Millionen von Einwanderern, die einst nach Amerika kamen. Lady Liberty ragt auf der Insel Liberty Island südlich von Manhattan 93 Meter hoch in den Himmel. Das Geschenk Frankreichs an die USA war das Erste, was die Neuankömmlinge sahen, wenn ihre Schiffe New York anliefen. Heute besuchen jährlich rund vier Millionen Menschen die neoklassizistische Statue. Wer nicht stundenlang anstehen möchte, nimmt die kostenlose Staten Island Ferry: Sie fährt direkt an der Freiheitsstatue vorbei und bietet perfekte Fotomotive auf die Skyline. Die Schiffe verkehren vom frühen Morgen bis zum späten Abend.
Die Brooklyn Bridge verbindet seit 1883 Manhattan mit Brooklyn und gehört zu den schönsten Brücken der Welt. Ein Spaziergang über diese majestätische Konstruktion mit ihren charakteristischen Steinpfeilern und Stahlseilen ist ein unvergessliches Erlebnis. Der Ausblick auf die Skyline ist atemberaubend, besonders bei Sonnenuntergang. Die Brücke ist über einen Kilometer lang - wer nicht zu Fuß gehen möchte, kann sich auch ein Fahrrad mieten. Auf der Brooklyn-Seite lohnt sich ein Abstecher in den Brooklyn Bridge Park: Die Aussicht auf Manhattan am frühen Abend, wenn alle Lichter angehen, ist grandios. Von der Anlegestelle fährt die East River Ferry in nur zehn Minuten zurück nach Manhattan.
Weltklasse-Kunst und urbane Spaziergänge
Das Metropolitan Museum of Art, kurz "Met", ist gigantisch: Mit mehr als drei Millionen Exponaten aus 5.000 Jahren Kulturgeschichte zählt es zu den bedeutendsten Museen der Welt. Man könnte hier eine ganze Urlaubswoche verbringen und hätte noch längst nicht alles gesehen. Die ägyptische Sammlung ist phänomenal - sie ist die größte weltweit nach Kairo, inklusive des spektakulären Tempels von Dendur, der im Inneren des Museums originalgetreu rekonstruiert wurde. Kunstfreunde zieht es in die Abteilung der niederländischen Malergenies von Rembrandt bis Vermeer. Nicht verpassen: die Dachterrasse mit wunderbarem Blick auf den Central Park.
Das Museum of Modern Art, kurz MoMA, begeistert mit den Superstars der Kunst des 20. Jahrhunderts: Van Goghs Sternennacht, Picassos Les Demoiselles d'Avignon, Werke von Cézanne, Pollock und Warhol. Als das Museum 1929 von drei Frauen gegründet wurde, war es das erste weltweit, das sich ausschließlich der modernen Kunst widmete. Auch der Museumsshop ist eine Fundgrube für außergewöhnliche Souvenirs. Das Guggenheim Museum wiederum ist allein schon wegen seiner Architektur einen Besuch wert: Das von Frank Lloyd Wright entworfene Bauwerk mit seiner markanten Spirale gehört zum Welterbe der UNESCO.
Die High Line bietet urbanes Flanieren der besonderen Art: Auf einer stillgelegten Güterzugtrasse neun Meter über dem Boden spaziert man durch den Hochhaus-Dschungel von Manhattan. 2,3 Kilometer führt der grüne Weg über die ehemaligen Schlachthöfe des Meatpacking District, einst eine raue Gegend und Kulisse für Gangsterfilme, heute gesäumt von üppigen Bepflanzungen, gemütlichen Bänken und sogar Sonnenliegen. Am südlichen Ende wartet der legendäre Chelsea Market - perfekt für eine Pause mit fabelhaftem Hummer an einem der besten und günstigsten Orte der Stadt.
Geheimtipps abseits der Touristenpfade
Es muss nicht immer Manhattan sein: Williamsburg in Brooklyn gilt als hippster Stadtteil New Yorks. Entlang der Bedford Avenue reihen sich spannende Geschäfte, Cafés und Restaurants. Samstags lockt der Smorgasburg Food Market am Marsha P. Johnson State Park mit unzähligen Essensständen - ein Traum für alle Foodies. Sonntags findet das gleiche Spektakel im Prospect Park statt.
Wer exotische Küche liebt, sollte Chinatown nicht verpassen. Knusprige Peking-Ente, scharfe Szechuan-Küche oder kantonesische Dim-Sum - hier isst es sich sehr gut und für New Yorker Verhältnisse ausgesprochen günstig. Je nach Seitengasse riecht es wie auf dem Fischmarkt von Shanghai oder in einem von Räucherstäbchenschwaden vernebelten Tempel. Gleich nebenan liegt Little Italy - falls es eine wirklich authentische Pizza sein darf.
Für das ultimative New-York-Erlebnis empfiehlt sich eine Bootstour um Manhattan. Die Circle Line fährt einmal rund um die Insel, mit freiem Blick auf die Skyline, die Freiheitsstatue und die Brooklyn Bridge. Im Greenwich Village können die Fahrgäste sogar den unbenutzten Kai sehen, an dem einst die Titanic anlegen sollte. Noch spektakulärer ist ein Helikopter-Rundflug: 15 Minuten an Manhattans ikonischen Wolkenkratzern vorbei. Mit mindestens 200 Dollar pro Person nicht gerade günstig.
Zum Abschluss eines ereignisreichen Tages bieten die Rooftop-Bars Drinks mit Blick auf die glitzernde Skyline. New York ist schließlich eine Stadt, die Touristen hauptsächlich vertikal erleben. Übrigens gilt in den Clubs ein Mindestalter von 21 Jahren, und in vielen Locations ist angemessene Kleidung erforderlich - Turnschuhe oder Flip-Flops könnten den Einlass verhindern.
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