Schwankt das Thermometer immer wieder um den Gefrierpunkt, kann Regen oder Schmelzwasser an Rissen und anderen vorgeschädigten Stellen in die Straßenschichten einsickern. Gefriert das Wasser, dehnt es sich aus und sprengt den Asphalt weiter auf. Wenn es taut, bilden sich unter der Straßenoberfläche Hohlräume, die mit der Zeit vom Verkehr eingedrückt werden. Es entsteht ein Schlagloch, in das erneut Wasser eindringen kann. Eher unproblematisch sind hingegen länger anhaltende Frostperioden.
Um einen verkehrssicheren Zustand der Straße zu gewährleisten und größere Schäden an der Substanz zu verhindern, muss auf kurzfristige Sanierungsmethoden wie z.B. Kaltasphalt zurückgegriffen werden. Der ADAC geht davon aus, dass sich hierbei die Kosten für die Reparatur eines Schlaglochs auf bis zu 200 Euro belaufen. Um Schäden nachhaltig zu beheben und die Qualität der kommunalen Straßen langfristig garantieren zu können, sollte jedoch ein systematisches Erhaltungsmanagement zum Einsatz kommen.
Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023 zeigt, weist rund ein Drittel der kommunalen Straßen bereits größere Schäden auf. Der Bedarf für die Sanierung und den Neubau kommunaler Straßen beträgt rund 283 Milliarden Euro. Klar ist: Der diesjährige Winter dürfte die finanzielle Situation noch zusätzlich verschärfen.
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