Der BVAT e.V. als deutschlandweit maßgebliche Interessenvertretung der Hagel- und Schadenbranche setzt seine Pionierarbeit im Bereich digitaler Schadenerfassung und Qualitätssicherung von Hagelscannern fort: Nach dem erfolgreichen ersten Hagel-Scanner-Benchmark im April 2025, bei dem verschiedene im Markt genutzte Hagelscanner erstmals unter identischen Testbedingungen und mit unabhängiger Fachjury bewertet wurden (wir berichteten), richtet der Verband genau ein Jahr später, am 23. April 2026, den zweiten Hagel-Scanner-Benchmark aus – in Kooperation mit der Sachverständigenorganisation DEKRA am Lausitzring.

Maßstäbe für die gesamte Branche gesetzt

Die Premiere des Benchmarks im April 2025 in Ibbenbüren setzte bereits neue Maßstäbe hinsichtlich Vergleichbarkeit, Transparenz und Reproduzierbarkeit digitaler Schadenerfassungsprozesse. Damals kamen mehrere etablierte Systeme zusammen, um unter realitätsnahen Bedingungen an definierten Testfahrzeugen die Leistungsfähigkeit, Genauigkeit und Praxis-Tauglichkeit der Scanner zu ermitteln. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus diesem ersten Benchmark bildeten die Grundlage für eine weiterführende thematische und technologische Diskussion in der Branche.

Der zweite Benchmark: Neues Format & neues Ziel

Im Jahr 2026 geht der Bundesverband einen entscheidenden Schritt weiter: Der zweite Hagel-Scanner-Benchmark wird nach den Worten von BVAT-Präsident Lars Rottmann "ganzheitlich ausgerichtet". Statt ausschließlich technische Merkmale einzelner Systeme zu beleuchten, rücke dieses Mal der gesamte Prozess des Schadenmanagements im Kasko-Bereich inklusive Fahrzeugbewertung in den Mittelpunkt.

Mit Unterstützung der DEKRA, so Rottmann weiter, entstehen neue Prüf- und Demonstrationsflächen in Form eines erweiterten Veranstaltungskonzepts. Der DEKRA-Lausitzring biete hierfür nicht nur ideale räumliche Bedingungen, sondern auch die Möglichkeit, Test- und Praxisflächen mit Demonstrationssegmenten zu kombinieren.

Innovatives Testformat mit Live-Testfahrzeugen

Ein zentraler Bestandteil des neuen Benchmarks ist ein innovatives, praxisnahes Testverfahren:

• Vortag (22. April 2026): Fünf fabrikneue Fahrzeuge werden durch eine unabhängige Jury zunächst auf Fehlerfreiheit geprüft. Anschließend werden definierte Hagelschäden künstlich erzeugt – dies ermöglicht eine eindeutige Validierung der Scanner-Ergebnisse.

• Benchmark-Tag (23. April 2026): Die teilnehmenden Scanner-Hersteller kennen weder die Anzahl, noch die Lage der Schäden vorab. Sie führen Live-Scans in einem neuen Format durch, das Prozess-Transparenz, Revisionssicherheit und Vergleichbarkeit maximiert.

Dieses Format stelle sicher, dass die Scanner unter kontrollierten, reproduzierbaren Bedingungen bewertet werden – ein deutlicher evolutionärer Schritt im Vergleich zur ersten Auflage.

Teilnehmerkreis und Programm-Highlights

Nahezu alle am deutschen Markt eingesetzten Hagel-Scanner werden erwartet, darunter führende Hard- und Softwarelösungen. Parallel zu den Mess- und Analyseverfahren erleben die Teilnehmer ein hochkarätiges Fachprogramm mit:

• Best-Practice-Vorträgen zu modernsten Abläufen bei Hagel- und Elementarschäden aus Sicht von Versicherern, Sachverständigen und operativen Dienstleistern
• Impulsvorträge zu Zukunftsthemen wie KI-gestützte Softwarelösungen, digitale Integrationsprozesse, Hardware-Innovation sowie Scan- und Bewertungsworkflows
• Branchen-Ausstellung mit innovativen Lösungsansätzen aus angrenzenden Prozessbereichen

Darüber hinaus erwartet die Gäste ein spannendes Rahmenprogramm mit automobilbezogenen Live-Erlebnissen, inklusive Renn-Taxi-Fahrten am Lausitzring und Live-Demonstrationen neuester Instandsetzungstechnologien.

Von der Digital-Analyse zur Reparatur

Ein besonderes Highlight sind dem Vernehmen nach die Live-Vorführungen modernster Instandsetzungstechnik: Die künstlich beschädigten Fahrzeuge werden nach dem Scan unmittelbar vor Ort instandgesetzt. Diese Demonstrationen verbinden digitale Diagnose, Scanner-Ergebnisse und Reparatur-Prozesse in einem integrativen, branchenübergreifenden Erfahrungsfeld – mit Erkenntnisgewinn für Sachverständige, Dienstleister und Versicherer gleichermaßen.

Statements und Ausblick

"Mit dem zweiten Hagel-Scanner-Benchmark gehen wir gemeinsam mit unseren Partnern einen entscheidenden Schritt zur professionellen, digitalen Schadenerfassung im Kasko-Bereich. Wir verbinden technische Präzision mit prozessualer Ganzheitlichkeit und schaffen eine Plattform, die weit über die reine Technikbewertung hinausgeht“, so BVAT-Präsident Lars Rottmann.

Die Veranstaltung am DEKRA-Lausitzring werde in ihrer Dimension, methodischen Tiefe und Ausrichtung auf Zukunftstechnologien ein "neues Branchen-Highlight" darstellen – "mit nachhaltigem Einfluss auf das Schadenmanagement und die digitale Transformation der gesamten Wertschöpfungskette".

Weitere Infos und die Möglichkeit, sich vorab für die Teilnahme zu reservieren, unter: 
https://www.bvat.de/2.HB

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