• Selenskyj: Auch die USA verlangen von Ukraine Aufgabe des gesamten Donbass
  • Merz: Stehen an der Seite der Ukraine
  • AKW Saporischschja: Versorgung nur noch über eine Stromleitung
  • Streit um russisches Öl belastet Beziehungen zwischen Budapest und Kiew
  • Kreml lehnt europäische Beteiligung an Friedensgesprächen ab
  • Die Ereignisse gestern - 19. Februar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

18:28 Uhr | Selenskyj: Auch die USA verlangen von Ukraine Aufgabe des gesamten Donbass

Nicht nur Russland, sondern auch die USA verlangen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von der Ukraine die Aufgabe der gesamten Donbass-Region. "Sowohl die Amerikaner als auch die Russen sagen: Wenn Ihr wollt, dass der Krieg morgen endet, dann geht aus dem Donbass raus", sagte Selenskyj in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Moskau beansprucht den gesamten Donbass für sich, obwohl die russische Armee die Region in der Ostukraine nur teilweise unter ihre Kontrolle gebracht hat.

Zudem plädierte Selenskyj für den Fall einer Waffenruhe mit Russland für die Stationierung europäischer Truppen nahe der Frontlinie. "Natürlich möchten die Ukrainer, dass unsere Partner mit uns an der Frontlinie zusammenstehen", sagte Selenskyj. Er räumte zugleich ein, dass "natürlich niemand an der ersten Linie stehen möchte." (Quelle: AFP)

17:45 Uhr | Russische Drohne tötet zwei Polizisten in der Ostukraine

Eine russische Kampfdrohne hat zwei Polizisten im ostukrainischen Gebiet Charkiw getötet. Ein weiterer Beamter sei verletzt worden, teilte die ukrainische Polizei mit. Das Team sei mit einem gepanzerten Auto zu einer Evakuierung von Anwohnern beim Dorf Serednij Burluk unterwegs gewesen, als die Drohne ihren Wagen traf. Der Ort im Landkreis Kupjansk befindet sich mehr als 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt. (Quelle: dpa)

15:49 Uhr | Kiew: Von Moskau angestiftetes Komplott zur Ermordung ukrainischer Politiker vereitelt

Die Strafverfolgungsbehörden in der Ukraine und in Moldau haben nach Angaben aus Kiew ein angebliches Komplott zur Ermordung hochrangiger ukrainischer Politiker vereitelt. Ein gemeinsames Ermittlungsteam beider Länder habe die von Moskau angestifteten Attentatspläne aufgedeckt, teilte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko mit.

Nach seinen Angaben wurden im Zuge der Ermittlungen sieben Verdächtige in der Ukraine und drei weitere Verdächtige in Moldau festgenommen. Die Festgenommenen gehörten einer "organisierten Gruppe" an, die "Auftragsmorde an wohlbekannten ukrainischen Bürgern und Ausländern" vorbereitet habe, erklärte Krawtschenko. Eine der Zielscheiben des Komplotts sei Andryj Jusow gewesen, der im Kommunikationsbereich für das ukrainische Militär arbeitet und Gefangenenaustausche zwischen der Ukraine und Russland koordiniert hat. Aus Moskau lag zunächst keine Stellungnahme zu den Anschuldigungen vor. (Quelle: AFP)

13:30 Uhr | Merz: "Stehen an der Seite des ukrainischen Volkes ohne Wenn und Aber"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim CDU-Parteitag die Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland bekräftigt. "Wir stehen an der Seite des ukrainischen Volkes ohne Wenn und Aber", sagte Merz in Stuttgart. "Wir werden uns niemals damit abfinden, wie ein verbrecherisches russisches Regime systematisch Krieg führt gegen die Zivilbevölkerung dieses Landes, gegen alte Menschen, gegen Frauen und gegen Kinder." In der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) seit 2022 mehr als 5.000 Frauen und Mädchen getötet worden. (Quelle: AFP, Reuters)

12:14 Uhr | Podcast "Was tun, Herr General" – Neue Folge

Zehn ukrainische Drohnenpiloten sollen bei einer Übung zwei Nato-Bataillone ausgeschaltet haben. Im Podcast "Was tun, Herr General?" erklärt Ex-Nato-General Erhard Bühler, um was es genau bei der Übung ging, an der tausende Soldaten beteiligt waren. Und wie die Übung ablief. Bühler kann den Ton der Berichterstattung dazu in Teilen nicht nachvollziehen. Die Ereignisse würden übertrieben dargestellt. Trotzdem könne man seine Schlüsse aus der Übung ziehen. Hören Sie hier die neueste Podcast-Folge:

10:46 Uhr | Naftogaz: Öl- und Gasinfrastruktur in Poltawa getroffen

Russische Drohnen haben die Öl- und Gasinfrastruktur der Ukraine in der zentral gelegenen Region Poltawa getroffen und dabei Schäden und einen Brand verursacht. Das teilte das staatliche Energieunternehmen Naftogaz mit. "Das ist ein weiterer gezielter Angriff auf unsere Öl- und Gasinfrastruktur. Seit Jahresbeginn hat der Feind die Anlagen der Naftogaz-Gruppe mehr als 20 Mal angegriffen", schreibt Firmenchef Sergij Korezkyi auf Facebook. (Quelle: Reuters)

10:40 Uhr | Ukraine stellt Rüstungsexporte in Milliardenhöhe in Aussicht

Nach der ersten Genehmigung von Rüstungsexporten seit Beginn des Krieges könnte die Ukraine in diesem Jahr Waffen im Wert von mehreren Milliarden Dollar verkaufen. Das sagte der stellvertretende Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Davyd Aloian, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung prüft demnach auch, eine Steuer auf diese Exporte einzuführen. Eine zuständige Kommission habe Anfang des Monats die meisten von 40 Anträgen aus der Rüstungsindustrie genehmigt. Laut Aloian liegt das Exportpotenzial – inklusive fertiger Waffen, Ersatzteile und Dienstleistungen – bei mehreren Milliarden Dollar. Das wäre deutlich mehr als vor dem russischen Einmarsch im Februar 2022, nach dem die Ukraine alle Waffenexporte gestoppt hatte. (Quelle: Reuters)

03:01 Uhr | AKW Saporischschja nur noch über eine Stromleitung versorgt

Das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja wird nach Angaben der Internationale Atomenergiebehörde nur noch über eine letzte externe Stromleitung versorgt. Eine Reserveleitung sei bereits am 10. Februar infolge militärischer Aktivitäten ausgefallen, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi mit. Das größte AKW Europas erzeugt derzeit keinen Strom, benötigt aber externe Energie zur Kühlung des Kernmaterials. (Quelle: Reuters)

02:28 Uhr | Russland meldet tödlichen Drohnenangriff auf Sewastopol

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach russischen Angaben mindestens ein Mensch getötet worden. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswosschajew teilte mit, Luftabwehr und die russische Schwarzmeerflotte hätten 16 Drohnen abgefangen. Mehrere Hoch- und Privathäuser seien beschädigt worden. In Sewastopol befindet sich das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte. (Quelle: Reuters, AFP)

01:03 Uhr | Orban droht Ukraine mit Einschränkung der Stromversorgung

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat angedeutet, die Stromlieferungen an die Ukraine behindern zu können, falls Kiew weiter Ungarns Bezug von russischem Öl blockiere. Seit Ende Januar fließt kein Erdöl mehr über die Druschba-Pipeline durch die Ukraine nach Ungarn. Budapest und die Slowakei stoppten daraufhin Treibstofflieferungen an Kiew. (Quelle: dpa)

00:39 Uhr | Deutschland behandelt 1.700 Schwerverletzte aus der Ukraine

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs hat Deutschland rund 1.700 schwerverletzte und schwerkranke Menschen aus der Ukraine medizinisch versorgt. Die Evakuierungen seien über das EU-Katastrophenschutzverfahren erfolgt, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die Verteilung auf Kliniken bundesweit läuft über den sogenannten Kleeblattmechanismus unter Koordination des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Angaben dazu, wie viele Soldaten oder Zivilisten behandelt wurden, machte das Ministerium nicht. (Quelle: AFP)

00:17 Uhr | Moskau lehnt Beteiligung Europas an Ukraine-Gesprächen ab

Russland lehnt eine Beteiligung europäischer Staaten an den Ukraine-Friedensverhandlungen weiterhin ab. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, es gebe keinen Sinn in einer Teilnahme Europas. Die Gespräche sollten im bisherigen Format zwischen Russen und Ukrainern unter US-Vermittlung fortgesetzt werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor eine stärkere Rolle der Europäer gefordert. Moskau behauptet, durch Waffenlieferungen seien sie faktisch Kriegspartei. Eine Einigung ist weiter nicht in Sicht. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 19. Februar 2026

Nach zweitägigen Verhandlungen mit russischen Vertretern in Genf hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine zurückhaltende Bilanz gezogen. Militärische Fragen seien ernsthaft besprochen worden, bei politischen Kernpunkten wie möglichen Kompromissen und einem Treffen der Staatschefs gebe es jedoch keine ausreichenden Fortschritte. Selenskyj fordert direkte Gespräche mit Kremlchef Wladimir Putin, lehnt aber dessen Angebot ab, diese nur in Moskau zu führen.

Schweden stellt der Ukraine ein weiteres Militärhilfepaket im Umfang von 12,9 Milliarden Kronen (rund 1,3 Milliarden Euro) bereit. Es umfasst Flugabwehrsysteme, Drohnen und Langstreckenraketen. Seit Beginn des russischen Angriffs 2022 summiert sich die schwedische Militärhilfe damit auf 103 Milliarden Kronen (knapp zehn Milliarden Euro).

Die humanitäre Lage in der Ukraine spitzt sich angesichts des extremen Winters weiter zu. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes sind fast 13 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, vielerorts liegen die Wohnungstemperaturen wegen zerstörter Energieinfrastruktur nur bei fünf bis sieben Grad.

Auch Caritas international berichtet von einer dramatischen Lage. Seit Kriegsbeginn hat das Hilfswerk nach eigenen Angaben rund 72 Millionen Euro bereitgestellt und mehr als 7,1 Millionen Menschen unterstützt. Die Caritas verteilt unter anderem warme Kleidung, Schlafsäcke und Hygieneartikel.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Freitag, 20. Februar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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