Die Artemis-2-Mission ist startklar. Wie die US-Raumfahrtagentur Nasa am Donnerstagabend mitteilte, konnte die sogenannte "Wet Dress Rehearsal", wörtlich übersetzt die "nasse Generalprobe" erfolgreich abgeschlossen werden. Wichtigster Teil des Tests ist dabei die Betankung der SLS Rakete mit rund 700.000 Gallonen Treibstoff. Das entspricht umgerechnet rund 2,65 Millionen Litern von flüssigem Sauer- und Wasserstoff.
Nach Problemen im Januar: Ventilleck behoben – Betankungstest diesmal ohne Grenzwertüberschreitungen
Beim ersten Testdurchlauf im Januar waren zu große Mengen Wasserstoff aus einem Ventil ausgetreten und verdampft. Diesmal seien alle Grenzwerte unterschritten worden, schrieb die Nasa auf ihrem Weblog.
Die Bodencrew demonstrierte zudem das Schließen der Luke des Orion-Raumschiffs. Während der Probe gab es erneut ein Problem mit Teilen des Kommunikationssystems der Bodenteams. Deshalb kam zeitweise ein Backup-System zum Einsatz. Die Ursache sei aber identifiziert und behoben worden.
Generalprobe fast komplett: Crew beobachtet Ablauf, Quarantäne beginnt vor dem möglichen Startfenster
Insgesamt wurden alle Schritte der Startvorbereitung durchlaufen, außer den letzten 30 Sekunden vor dem Zünden der Triebwerke. Die Besatzung des Raumschiffs beobachtete Teile der Generalprobe im Kontrollraum des Kennedy Space Centers. Die vier Astronauten begeben sich voraussichtlich heute Abend (20. Februar) in Quarantäne, um sich in den kommenden zwei Wochen vor Infektionen zu schützen.
Der Starttermin steht bisher nicht abschließend fest. Die nächste Möglichkeit eröffnet sich aber ab dem 6. März.
Sicherheitstests direkt an der Startrampe: Nasa installiert neue Plattformen für Arbeiten am Abbruchsystem
Die Nasa-Techniker wollen in den kommenden Tagen vorübergehende Zugangsplattformen an der Startrampe errichten. Damit wollen die Ingenieure an die oberen Teile der Rakete gelangen, unter anderem um das Flugabbruchsystem zu testen und zu warten. Dieses Vorgehen ist ein Ergebnis des unbemannten Testflugs "Artemis 1". Dabei zeigte sich, dass Sicherheitstests direkt an der Startrampe sinnvoll sind, um die Rakete nicht zurück in die Montagehalle bringen zu müssen.
In unserer Dokumentation "Artemis 2 - Zurück zum Mond" erfahren Sie jetzt schon, wie der Start der Rakete ablaufen wird, wer die vier Astronauten sind und warum die Mission auf Europa und Technik aus Jena angewiesen ist.
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