• Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu
  • Russische Vorstöße in Dnipropetrowsk und Sumy
  • Selenskyj skeptisch bei Waffenruhe
  • Die Ereignisse gestern - 29. Januar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

14:00 Uhr | Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu

Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt. Dies solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Nachrichtensendung "Westi" des russischen Staatsfernsehens. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte. Auf die Nachfrage, ob Putin zugestimmt habe, antwortete Peskow laut dem von "Westi" veröffentlichten Mitschnitt der Äußerungen des Kremlsprechers: "Das versteht sich, es war eine persönliche Bitte von Präsident Trump." Andere russische Medien wie die Agentur Interfax hatten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington zitiert. (Quelle: dpa)

12:33 Uhr | Selenskyj: Keine Angriffe auf Energie in der Nacht

In der vergangenen Nacht hat es nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj keine russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur gegeben. Russland verlege den Schwerpunkt stattdessen auf die Logistik. Zudem sei bei einem Angriff in Charkiw die Produktionsstätte eines US-Unternehmens beschädigt worden. (Quelle: Reuters)

12:31 Uhr | Kreml vermeidet Festlegung zu begrenzter Waffenruhe

Russland will sich öffentlich nicht festlegen, ob es der Bitte von US-Präsident Donald Trump nach einer begrenzten Waffenruhe nachkommt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte laut der russischen Agentur Interfax zwar die Anfrage Trumps, äußerte sich aber nicht, wie Präsident Wladimir Putin darauf reagiert habe. "Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen", sagte Peskow. Auf eine Nachfrage zur Antwort Putins sagte er, er habe dem nichts hinzuzufügen. Es gehe um eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen. (Quelle: dpa)

10:52 Uhr | Selenskyj sieht Ukraine 2027 bereit für EU-Beitritt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht sein Land nach eigenen Worten im nächsten Jahr bereit für einen Beitritt zur Europäischen Union. Bis Ende 2026 werde sein Land die wichtigsten für eine Mitgliedschaft erforderlichen Schritte umgesetzt haben, teilte Selenskyj in einer von seinem Büro veröffentlichten Erklärung mit. Ein schneller Beitritt sei ein wichtiger Teil der nach einem Ende des Krieges mit Russland angestrebten Sicherheitsgarantien. "Ich möchte, dass die Ukraine einen klaren Zeitplan erhält", sagt Selenskyj und bekräftigt die Entschlossenheit seiner Regierung zu den notwendigen Reformen. (Quelle: Reuters)

09:49 Uhr | Ukraine meldet weiterhin russische Drohnenangriffe

Russland hat die Ukraine nach ukrainischen Angaben trotz der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Zusage Moskaus für eine begrenzte Angriffspause gegen ukrainische Großstädte weiter mit Drohnen angegriffen. Wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte, setzten die russischen Streitkräfte in der Nacht eine Iskander-M-Rakete und 111 Angriffsdrohnen ein. 80 Drohnen seien abgefangen worden. Angesichts der Minusgrade in der Ukraine hatte Russlands Präsident Wladimir Putin nach Angaben Trumps zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Großstädte für eine Woche auszusetzen. Der Kreml bestätigte die Feuerpause zunächst nicht. (Quelle: AFP)

08:38 Uhr | Russische Vorstöße in Regionen Dnipropetrowsk und Sumy

Russischer Soldat der Truppengruppe Süd bei seiner militärischen Ausbildung, 14. Januar 2026.Bildrechte: IMAGO/ITAR-TASS

Die russische Armee rückt nach einem Bericht der "Ukrainska Prawda" weiter in den Regionen Dnipropetrowsk und Sumy vor. Wie die ukrainische Online-Zeitung unter Verweis auf das militärnahe Analyse-Projekt Deepstate berichtet, besetzten russische Truppen Zlagoda (bis 2024 Perschotrawnewe) in der Region Dnipropetrowsk. "Der Feind besetzte Zlagoda und rückte auch in der Nähe von Hrabowsky und Jehoriwka vor", heißt es in einem Deepstate-Post bei Telegram. Laut dem "Ukrainska Prawda"-Artikel ist Hrabowsky eine Siedlung in der Oblast Sumy. Jehoriwka ist demnach eine Siedlung in der Oblast Donezk. Der Deepstate-Post bezieht sich aber wohl eher auf Jehoriwka nördlich Zlagoda. (Quellen: Ukrainska Prawda, Deepstate)

01:42 Uhr | Merz verurteilt russische Angriffe auf Energieinfrastruktur

Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die anhaltenden russischen Angriffe auf zivile Energieanlagen scharf kritisiert. Beide begrüßten die laufenden Bemühungen um eine Feuerpause und wollen dazu eng in Kontakt bleiben. Selenskyj dankte Deutschland für das jüngste Winterhilfepaket und die Lieferung von Patriot- und IRIS-T-Luftabwehrsystemen, die Energieinfrastruktur und Städte schützen sollen. (Quelle: AFP)

00:39 Uhr | Selenskyj: Unklar, ob angekündigte Waffenruhe greift

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Zweifel an einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Waffenruhe geäußert. Entscheidend sei, ob russische Angriffe auf Städte und Energieanlagen tatsächlich ausblieben, sagte Selenskyj. Trump hatte erklärt, der russische Präsident Wladimir Putin habe einer einwöchigen Angriffspause zugestimmt. Eine Bestätigung aus Moskau gibt es nicht. Unterdessen meldete die Region Saporischschja einen Drohnenangriff auf ein Industrieobjekt, Verletzte gab es laut Behörden nicht. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 29. Januar 2026

US-Präsident Donald Trump erklärte, Russlands Präsident Wladimir Putin habe einer einwöchigen Pause russischer Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt. Trump sagte, er habe Putin persönlich um diese Pause gebeten. Als Begründung nannte Trump die extremen Winterbedingungen in der Ukraine. Aus Moskau gibt es bislang keine offizielle Bestätigung. Auch ein konkreter Beginn der angeblichen Angriffspause wurde nicht genannt.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärte unterdessen, dass internationale Sicherheitsgarantien nur mit einer russlandfreundlichen Ukraine möglich seien. Er erklärte, Russland wisse nicht, welche Absprachen die USA und die Ukraine getroffen hätten. Sollten Sicherheitsgarantien dazu dienen, ein aus russischer Sicht feindliches Regime auf ukrainischem Gebiet zu erhalten, würden sie keinen stabilen Frieden sichern. Moskau sei jedoch offen für Vereinbarungen über kollektive Sicherheit in der Region, sofern diese auch die Sicherheit Russlands einschlössen.

Zudem berichtete der staatliche russische Sender RT, dass Russland und die Ukraine Leichen gefallener Soldaten ausgetauscht hätten. Demnach habe die Ukraine die sterblichen Überreste von mehr als 1.000 Soldaten erhalten und im Gegenzug 38 getötete russische Soldaten übergeben. Unabhängig überprüfen lässt sich diese Darstellung nicht. Beide Seiten machen weiterhin keine offiziellen Angaben zu ihren Verlustzahlen.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Freitag, 30. Januar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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