• Trump: Putin hat einwöchiger Angriffspause auf Kiew zugestimmt
  • Greenpeace kritisiert Frankreichs Uran-Importe aus Russland
  • Selenskyj kritisiert mangelhafte Vorbereitung auf den Winter
  • Die Ereignisse gestern - 28. Januar 2026
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

20:09 Uhr | Klitschko: Mehr als 450 Wohnblöcke in Kiew ohne Fernwärme

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mehr als 450 Wohnblöcke weiter ohne Fernwärme. Im besonders betroffenen Stadtteil Trojeschtschyna seien am Morgen 100 Häuser wieder an die Wärmeversorgung angeschlossen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Dennoch befänden sich weiter die meisten der ungeheizten Häuser in diesem nordöstlichen Stadtbezirk. (Quelle: dpa)

19:11 Uhr | Trump: Putin hat einwöchiger Angriffspause auf Kiew zugestimmt

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump hat Kremlchef Wladimir Putin einer einwöchigen Pause russischer Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte zugestimmt. Trump führte als Grund die extremen Winterbedingungen in der Ukraine an und sagte, er habe persönlich bei Putin um die Pause gebeten. Aus Moskau gibt es bisher keine offizielle Bestätigung für die Ankündigung. Auch Angaben zum genauen Zeitpunkt des Beginns der angeblichen Angriffspause machte Trump nicht.

18:15 Uhr | EU setzt Russland wegen Geldwäsche auf schwarze Liste

Die Europäische Union hat Russland wegen des Risikos von Geldwäsche auf ihre schwarze Liste gesetzt. "Dies wird Transaktionen mit russischen Banken verlangsamen und verteuern", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Die Aufnahme auf die Liste verpflichtet Banken und andere Unternehmen in der EU, bei Finanzgeschäften mit dem betreffenden Land verstärkte Sorgfaltsprüfungen vorzunehmen. (Quelle: Reuters)

16:14 Uhr | Ukraine in Kontakt mit Musk wegen russischer Nutzung von Starlink für Drohnen

Nach Berichten über Angriffe russischer Drohnen unter Nutzung von Starlink-Satelliten hat die Ukraine eigenen Angaben zufolge den US-Milliardär Elon Musk kontaktiert, dessen Raumfahrtunternehmen SpaceX das Satellitennetzwerk Starlink betreibt. "Innerhalb weniger Stunden, nachdem russische Drohnen mit Starlink-Verbindung über ukrainischen Städten aufgetaucht waren, hat das Team des Verteidigungsministeriums Kontakt zu SpaceX aufgenommen und Lösungsvorschläge gemacht", erklärte Verteidigungsminister Mychailo Fedorow am Donnerstag in Onlinediensten. "Ich bin SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell und Elon Musk dankbar für ihre schnelle Reaktion", fügte der Minister hinzu. (Quelle: AFP)

15:33 Uhr | Lawrow: Russland akzeptiert Sicherheitsgarantien nur für moskaufreundliche Ukraine

Russlands Außenminister Sergej Lawrow fordert für internationale Sicherheitsgarantien eine moskaufreundliche Ukraine. Lawrow erklärte in Moskau, seine Regierung wisse nicht, was die USA und Kiew vereinbart hätten. "Wenn das Ziel ist, auf einem Teilgebiet der früheren Ukraine das Regime zu erhalten und fortgesetzt dieses Regime als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann (...) werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern", sagte der Minister. Moskau sei dagegen offen für Vereinbarungen über kollektive Sicherheit in der Region, die auch die Sicherheit Russlands umfasse. (Quelle: dpa)

15:18 Uhr | Merz sieht keine Notwendigkeit für eigene Gespräche mit Putin

Bundeskanzler Friedrich Merz schließt direkte Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Ukraine-Kriegs derzeit aus. In Berlin sagte der CDU-Chef, er sehe "keine Notwendigkeit, zusätzliche Gesprächskanäle zu eröffnen". Die Europäer seien über die laufenden Verhandlungen zwischen Kiew, Washington und Moskau umfassend informiert. Grundsätzlich sei die Bundesregierung jedoch bereit für jedes Gesprächsformat, betonte Merz.

Gleichzeitig machte der Kanzler deutlich: "Wir tun alles, diesen Krieg zu beenden – diplomatisch, humanitär und militärisch. Aber der Schlüssel zur Beendigung liegt seit vier Jahren in Moskau." (Quelle: dpa)

15:01 Uhr | EU stellt Ukraine weitere 195 Millionen Euro Hilfen bereit

Die Europäische Union stellt der Ukraine angesichts des harten Winters und der angespannten humanitären Lage zusätzliche Hilfen in Höhe von 195 Millionen Euro bereit. Wie die EU-Kommission mitteilte, sollen 50 Millionen Euro an das staatliche Energieunternehmen Naftogaz fließen, um das Energiesystem zu stützen. Weitere 145 Millionen Euro sind als humanitäre Hilfe vorgesehen.

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte bei einem Treffen der Außenminister in Brüssel vor einer "humanitären Katastrophe". Russland versuche, die Bevölkerung der Ukraine durch Angriffe auf Strom- und Wärmeinfrastruktur zur Kapitulation zu zwingen. Zahlreiche Menschen seien bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung. (Quelle: AFP)

14:32 Uhr | Ukrainische Zentralbank senkt Leitzins

Die ukrainische Notenbank senkt angesichts der nachlassenden Inflation ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 15,0 Prozent. Zudem gebe es mehr Klarheit über internationale Finanzhilfen in diesem Jahr, teilte die Zentralbank mit. Die Entscheidung werde die Anpassung der Wirtschaft an die Herausforderungen des Krieges erleichtern, sagt Notenbankchef Andrij Pyschnyj. Insbesondere werde die Kreditvergabe gestützt. Die Inflationserwartungen blieben jedoch wegen der Zerstörungen im Energiesektor nach den russischen Angriffen hoch. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die Notenbank mit einer Teuerungsrate von rund 7,5 Prozent und einem Wirtschaftswachstum wie im Vorjahr von 1,8 Prozent. (Quelle: Reuters)

12:26 Uhr | Russland und Ukraine tauschen Gefallene aus

Russland und die Ukraine haben einem Fernsehbericht zufolge die Leichen gefallener Soldaten ausgetauscht. Die Ukraine habe die sterblichen Überreste von mehr als 1.000 Soldaten erhalten, berichtet der staatliche russische Sender RT. Im Gegenzug habe die Ukraine 38 getötete russische Soldaten übergeben. Unabhängig überprüfen lässt sich der Bericht nicht. Keine der beiden Kriegsparteien macht konkrete Angaben über die Zahl ihrer verletzten oder getöteten Soldaten. (Quelle: Reuters)

11:38 Uhr | Ballons aus Belarus dringen in polnischen Luftraum ein

Mehrere Flugobjekte aus Richtung Belarus sind in den Luftraum über Polen eingedrungen. Wie das Oberkommando der polnischen Streitkräfte mitteilte, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Wetterballons, die in Belarus gestartet seien. Der Grenzschutz erklärte auf X, dass es sich bei den ersten untersuchten Objekten um Schmugglerballons handele. Wegen des Vorfalls gestern am späten Abend wurde die zivile Luftfahrt in Ostpolen vorübergehend eingeschränkt. (Quelle: dpa)

10:02 Uhr | Drei Menschen sterben bei Drohnenangriff

Im Südosten der Ukraine sind bei einem russischen Drohnenangriff drei Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die Behörden und Rettungskräfte in der Region Saporischschja mit. Ein Privatwohnhaus sei zerstört worden, mehrer Gebäude beschädigt. Insgesamt habe Russland in den vergangenen 24 Stunden 841 Angriffe gestartet auf 34 Ortschaften in der Region. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland in der Nacht 105 Drohnen ein, davon seien 84 zerstört worden. (Quelle: Reuters)

07:48 Uhr | Anstieg an schwerverletzten Zivilisten

In der Ukraine wächst die Zahl an schwerverletzten Zivilisten. Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International weist auf die gestiegene Zahl an Verletzungen wie Amputationen oder Verbrennungen und an Menschen mit Behinderungen hin sowie auf den enormen Bedarf an Fachkräften und Hilfsmittel. Immer mehr Menschen benötigen Physiotherapie, Prothesen und psychologische Unterstützung. Die Menschen seien nicht nur körperlich schwer verletzt, sondern würden auch an Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen leiden. Die Organisation verweist auf Schätzungen, wonach rund 300.000 Menschen Kriegsverletzungen erlitten haben. (Quellen: KNA, ots)

07:06 Uhr | Greenpeace kritisiert Frankreichs Uran-Importe aus Russland

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft Frankreich vor, weiterhin atomares Material aus Russland zu beziehen. Eine Auswertung von Zolldokumenten sowie Daten zu Uran-Lieferungen wiesen darauf hin, dass Russland weiterhin von großer Bedeutung für den französischen Stromkonzern EDF, das Atomunternehmen Orano und das Kerntechnikunternehmen Framatome sei. Eine Schlüsselrolle bei den Lieferungen von angereichertem Uran spiele der russische Nuklearkonzern Rosatom, teilte Greenpeace mit. Von den Sanktionen gegen Russland ist der Kernkraftsektor bislang ausgenommen. (Quelle: dpa)

02:47 Uhr | Drei Tote bei Drohnenangriffen in Region Saporischschja

Bei russischen Drohnenangriffen in der südukrainischen Region Saporischschja sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. In der Stadt Wilnjansk starben zwei Frauen und ein Mann, ein weiterer Mann wurde verletzt. Wohnhäuser wurden zerstört und Brände ausgelöst. (Quelle: AFP)

00:38 Uhr | Selenskyj kritisiert Kiewer Stadtverwaltung wegen Energiekrise

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die angespannte Wärme- und Stromversorgung in Kiew nach russischen Luftangriffen auch der Stadtverwaltung angelastet. Notwendige Ausrüstung hätte vor dem Winter beschafft werden müssen, die Reaktionen seien zu langsam, sagte Selenskyj. In Kiew sind Heizung, Strom und teils auch Wasser ausgefallen. Zugleich warnte er vor einer neuen russischen Angriffswelle und dankte Helfern aus dem ganzen Land. (Quelle: dpa)

00:05 Uhr | Die Ereignisse gestern – 28. Januar 2026

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Außenministers bereit, direkt mit Russlands Präsident Wladimir Putin über zentrale Streitfragen zu verhandeln. Dazu zählen unter anderem Gebietsfragen und das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja. Russland fordert für einen Waffenstillstand territoriale Zugeständnisse. Nach russischen Angaben wurde bei Telefonaten zwischen Präsident Putin und US-Präsident Donald Trump auch ein mögliches Treffen zwischen Putin und Selenskyj erörtert. Russland erklärte, einen solchen Kontakt nicht abzulehnen.

Gleichzeitig setzte Russland seine Angriffe auf die Ukraine fort. Bei Drohnenangriffen wurden nach Behördenangaben mehrere Zivilisten getötet oder verletzt, unter anderem in den Regionen Dnipropetrowsk und Kiew. Odessa wurde die zweite Nacht in Folge angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete 137 russische Drohnen, von denen 103 abgewehrt worden seien.

US-Verteidigungsexperten schätzen die Zahl der im Krieg getöteten Soldaten auf mindestens 425.000, davon rund 325.000 auf russischer und etwa 100.000 auf ukrainischer Seite.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Donnerstag, 29. Januar 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

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