Die iranischen Behörden haben bis Ende August mehr als 840 Menschen hingerichtet, teilte die UN-Menschenrechtskommission mit. Sie spricht von einem "systematischen Muster der staatlichen Einschüchterung".

Seit Jahresbeginn wurden im Iran bereits mehr als 840 Todesurteile vollstreckt. Allein im Juli seien es 110 Hinrichtungen gewesen, hieß es vom UN-Menschenrechtsbüro in Genf. Das seien mehr als doppelt so viele wie im Juli vergangenen Jahres.

Die Sprecherin von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk, Ravina Shamdasani, sagte, die hohe Zahl an Exekutionen weise darauf hin, dass der Iran die Todesstrafe systematisch einsetze, um Angst zu säen und abweichende Meinungen zu unterdrücken. Die Vorwürfe seien oft fadenscheinig. Den Verurteilten würden bewaffnete Rebellion, religiöse Verbrechen oder Spionage vorgeworfen.

Hinrichtungen auch öffentlich vollstreckt

2024 wurden im Iran mindestens 975 Menschen hingerichtet. Besonders stark betroffen sind ethnische Minderheiten und Migranten, so Shamdasani. Sie verurteilte insbesondere öffentlich vollstreckte Todesstrafen, von denen es in diesem Jahr schon mindestens sieben gegeben habe. Öffentliche Hinrichtungen verletzten die Menschenwürde derjenigen, die hingerichtet werden, und auch "all derer, die Zeugen davon werden müssen."

Aktuell stehen der Kommission zufolge elf Menschen im Iran unmittelbar vor ihrer Hinrichtung. Fünf von ihnen seien wegen ihrer Teilnahme an den Protesten im Jahr 2022 verurteilt worden.

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